Die Google Search Console und weitere SEO Tools von Google

Wenn man eine Website so optimieren möchte, dass sie bei Google in den Suchmaschinenergebnissen möglichst weit oben zu finden ist, bieten sich die eigens von Google bereit gestellten SEO Tools an.

Im August 2015 gab es seitens Google einige Änderungen in der Firmenpolitik. Die ehemalige Google Inc. existiert nun als Tochterunternehmen der Holding Alphabet Inc. Für die Nutzer ändert sich allerdings nicht viel, das Kerngeschäft rund um alle Online- und Internetdienste behält weiterhin den Namen Google.

Allerdings erhielten die seit knapp zehn Jahren bestehenden Google Webmaster Tools im Zuge dessen einen neuen Namen: Google Search Console. Grund dafür ist unter anderem der Umstand, dass nicht alle Benutzer sich zwingend als Webmaster bezeichnen würden.

„Es hat sich gezeigt, dass die traditionelle Vorstellung von einem ‚Webmaster‘ nur für einige unter euch zutrifft. Die Fans der Webmaster-Tools sind ganz unterschiedliche Personen: Hobby-Nutzer, Inhaber kleiner Unternehmen, SEO-Experten, Werbetreibende, Programmierer, Designer, App-Entwickler – und selbstverständlich auch Webmaster. Euch alle eint der Wunsch, das Ergebnis eurer Arbeit online zu veröffentlichen und so zu gestalten, dass es über die Google-Suche gefunden werden kann. Damit unser Produkt alle anspricht, denen die Google-Suche wichtig ist, haben wir beschlossen, die Google Webmaster-Tools in Google Search Console umzutaufen“ (Google)


Google Seo Tools Werkzeug

Die Google Search Console

Bei der Search Console handelt es sich um eine Sammlung von kostenlosen Tools von Google, die Analyse und Service in Bezug auf Webseiten bieten. Mithilfe der Tools können vielfache Einstellungen an der Website vorgenommen werden, Statistiken eingesehen und Optimierungspotenzial erkannt werden. Zudem gibt es Warnungen, falls etwas auf der Website zu finden ist, das ein Ranking in den Ergebnislisten von Google beinträchtigen würde.

Das Ziel von Google ist es, dass im Index möglichst nur gut programmierte und qualitativ hochwertige Seiten zu finden sind, um das Nutzererlebnis zu verbessern. Des Weiteren dient die gute Qualität der Zielseiten natürlich auch dem eigenen Nutzen: So kann das Niveau und die Qualität der Werbung über AdSense oder AdWords garantiert werden.

So legen Sie ein Nutzerkonto bei der Google Search Konsole an

Um Ihre Seite bei der Google Search Konsole anzumelden, benötigen Sie als erstes ein gültiges Google-Konto. Sobald Sie sich angemeldet haben, müssen Sie sich als Eigentümer der Seite verifizieren und sie im Tool als HTML-Datei hochladen. Daraufhin können Sie auch Ihr bestehendes Google Analytics Konto mit der Search Console verbinden. Alternativ kann auch mithilfe des Einfügens eines Meta-Tags oder per DNS eine Authentifizierung als Seiteninhaber vorgenommen werden. Denken Sie auch daran, Ihre URL einmal mit und einmal ohne den Zusatz des „www“ verifizieren zu lassen.

Funktionen der Google Search Console

  • Backlinks für ungültig erklären: Sollten Sie Backlinks haben, die von nicht vertrauenswürdigen Seiten stammen, können Sie diese mittels der Search Console für ungültig erklären lassen. Diese Funktion bietet das Disavow Tool.
  • URLs aus dem Index entfernen: Bei einem Relaunch einer Website oder bei einem Wechsel auf eine neue URL kann es nötig sein, dass die alte URL aus dem Index entfernt werden soll. Auch hier hilft die Google Search Console bei der Umsetzung des Vorhabens.
  • Anlegen einer XML-Sitemap: Für das Indexieren ist es wichtig, dass Sie eine XML-Sitemap bei Google hinterlegen. Sobald Sie die Sitemap generiert haben, können Sie sie in der Search Console einreichen.
  • URL-Parameter ignorieren: Diese Funktion ist wichtig, um doppelte Inhalte auf unterschiedlichen URLs von der Indexierung auszuschließen.
  • Sitelinks verwalten: Wenn Google der Meinung ist, dass es auf Ihrer Website Links gibt, die besonders nützlich für die User sein könnten, werden unter dem allgemeinen Suchergebnis noch sogenannte Sitelinks angezeigt. Hier handelt es sich um Informationen, wie zum Beispiel Öffnungszeiten, Adressen und Kontaktmöglichkeiten. Mit der Google Search Console können Sie die unterschiedlichen Sitelinks in den SERPs verwalten und ändern.
  • Abruf wie durch Google: Mithilfe dieses Tools können Sie das Crawlen durch Google auf Ihrer Website simulieren. So können Sie testen, wie der Algorithmus von Google auf Ihre Seite zugreift und dabei Prozesse finden, die eventuell Fehler erzeugen. Gleichzeitig bietet der Abruf wie durch Google auch eine Fehlerbeseitigung an.
  • Data Highlighter: Wenn Sie Daten auf Ihrer Website implementiert haben, die eine besondere Hervorhebung benötigen (wie zum Beispiel Artikel, Veranstaltungen oder spezielle Produkte), können Sie mittels des Data Highlighter Tools diese einfach per Maus markieren und taggen. So teilen Sie Google mit, dass sie für die Rich Snippets verfügbar sein sollen.
  • Viele weitere Website Einstellungen, wie zu Sicherheit, robots.txt, Keywords, Ressourcen, Mobile Usabiltity, Targeting usw.

Zusätzlich bietet Die Google Search Console eine besonders umfangreiche Datenbank zu allen möglichen Statistiken der eigenen Website. Mit dabei sind ein Überblick über Suchanfragen, Klicks und dem eigenen Ranking. Durch diese Angaben können Sie Ihre Seite so gestalten und verändern, dass sie so gut wie es geht die Webmaster Richtlinien einhält.

Google bietet mit der Search Console eine Hilfestellung bei etwaigen Fehlern der Seite. So bietet das Tool auch eine Analyse des HTML-Codes, um Fehler und ein mögliches Optimierungspotenzial vor allem in den Meta-Descriptions und dem Title-Tag aufzuzeigen.

Welche weiteren SEO Tools bietet Google an?

Google Analytics

Hier handelt es sich um ein weiteres sehr mächtiges und kostenloses Tool für Webseitenbetreiber. Mithilfe des Tools können alle Zugriffe auf die bestehende Website untersucht werden. Darunter fallen zum Beispiel die Herkunft und Verweildauer der Besucher oder auch die eingegebenen Suchbegriffe, die auf die Seite geführt haben. Zusätzlich kann der Google AdWords Account mit Analytics verbunden werden, um daraufhin seine Keywords und AdWords-Kampagnen nach getätigter Analyse anzupassen. Für die Verwendung von Google Analytics muss zum einen ein Google-Konto erstellt und eine Codezeile im Quellcode der eigenen Internetpräsenz untergebracht werden. Das liegt an den deutschen Datenschutzbestimmungen zum Tracking, welches von Google eingesetzt wird. Danach wird die IP-Adresse des Besuchers Ihrer Seite nicht vollständig gespeichert. Wenn Sie Google Analytics verwenden, müssen Sie zusätzlich noch einen Disclaimer im Impressum Ihrer Seite unterbringen, der Ihre User über dessen Einsatz informiert.

Google Seo Tools My Business

Google My Business

Um seine Unternehmenspräsenz gebührend im Internet zu repräsentieren, sollte auch die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, einen Account bei Google My Business zu eröffnen. Dadurch können Sie Ihre Marke von Google verifizieren lassen und werden so schneller von Ihren Nutzern und potentiellen Kunden im Netz gefunden. Gerade für KMUs ist das eine hervorragende Möglichkeit, um sich im Netz besser zu positionieren und auf sich aufmerksam zu machen.

Zugleich bietet Google mit My Business die Möglichkeit, ein Unternehmensprofil im hauseigenen sozialen Netzwerk Google+ an. Hierüber können Kunden auch Bewertungen zum Unternehmen abgeben. So erhalten Sie zeitgleich einen Ort für Ihr Reputationsmanagement.

Das Unternehmen bei Google My Business anzumelden, ist leider im Moment nur postalisch möglich. Nachdem Sie auf der Website den Ort und die Beschreibung Ihrer Firma angemeldet haben, erhalten Sie nach einiger Zeit eine Postkarte mit Ihrem persönlichen Zugangscode und einer individualisierten Webadresse, über die Sie Ihr Unternehmen im letzten Schritt verifizieren. Sobald Sie diese Schritte erfolgreich erledigt haben, ist Ihr Unternehmen bei Google registriert. Ein Google My Business Account ist nicht ohne Google+-Seite möglich.

Page Speed Insights

Um herauszufinden, welche Optimierungspotenziale Ihre Website besitzt, können Sie für einen ersten Eindruck auch das Tool „Page Speed Insights“ verwenden. Dabei werden Ihnen optisch aufbereitet die Punkte angezeigt, die Sie verbessern sollten, um ein besseres Ranking in den Ergebnisliste der organischen Suche zu erhalten. Besonders für die mobile Anzeige einer Internetpräsenz eignet sich das kleine, aber hilfreiche Tool.

Google Trends

Einen Blick sollten Sie auch auf die Google Trends werfen. Sie dokumentieren, welche Suchbegriffe derzeit einen hohen Kurs haben und können Ihnen so einen Überblick über mögliche Keywords passend zu Ihrer Website geben. Da sich die Google Trends jedoch häufig ändern, eignet sich das Tool wirklich nur für eine Momentaufnahme und erste Inspirationsquelle.

Google Seo Tools Disavow

Disavow Tool

Das im Oktober 2012 eingeführte Tool ermöglicht es Webmastern, Links von bestimmten Webseiten für ungültig zu erklären und somit das eigene Linkprofil von unnatürlichen und schädlichen Links zu befreien.

Das Tool dient zur Abwertung von Backlinks, so dass diese von Google nicht mehr für die Bewertung der eigenen Seite herangezogen werden. Man kann damit eingehende Links für ungültig erklären lassen. Ein „betroffener“ und somit beanstandeter Link wird mit Erklärung zur Entwertung eingereicht. Google muss die Abstrafung noch akzeptieren. Laut Google sollte man den Seitenbetreiber des Links manuell um die Entfernung bitten, erst wenn dies nicht geschieht, sollte das Disavow Tool benutzt werden. Bei falscher Verwendung kann sich das nachteilig auf das Abschneiden der eigenen Website in den Suchergebnissen auswirken.

Es sollte nur bei Spam-Links, künstlichen oder minderwertigen Links angewendet werden. Des Weiteren sollten auch Links, die „disavowed“ wurden, ständig überprüft werden. Backlinks, die noch vor einiger Zeit negativ bewertet wurden, können inzwischen wieder eine hohe Authority haben und eine Aufnahme auf Ihrer Seite könnte somit erneut sinnvoll sein. Wie in allen Bereichen des Online Marketings gilt auch hier: Die Schnelllebigkeit des Internets ist nicht zu unterschätzen.

Was kann man tun, um schädliche Links loszuwerden?

Wenn Sie selbst Zugriff auf die Links in der HTML haben, können Sie durch die Vergabe des nofollow-Metawerts den Link als nicht verfolgbar kennzeichnen. Die nächste Möglichkeit besteht darin, den Webmaster zu kontaktieren und ihn um die Entfernung des schädlichen Links zu bitten, bzw. ihm den nofollow-Tag zuzuweisen. Wenn jedoch jemand nicht auf eine Anfrage, den Link zu entfernen, reagiert, kann Google selbst beauftragt werden, den Link zu entfernen.

Innerhalb der Google Search Console kann der Link für ungültig erklärt werden.

Alles, was sie dafür benötigen, ist der Link, der entfernt werden soll. Allerdings empfiehlt Google Links nur zu entfernen, wenn sie wirklich schädlich sind und insgesamt vorsichtig zu agieren.

Folgenden Warnhinweis erhalten Sie:

„ Es handelt sich hierbei um eine erweiterte Funktion, die nur mit Vorsicht eingesetzt werden sollte. Bei unsachgemäßer Verwendung kann sie sich nachteilig auf das Abschneiden Ihrer Website in den Suchergebnissen von Google auswirken. Sie sollten Backlinks nur für ungültig erklären, wenn Ihrer Ansicht nach eine erhebliche Anzahl von Spam-Links, künstlichen Links oder minderwertigen Links auf Ihre Website verweisen und Sie sich sicher sind, dass diese Ihnen Probleme verursachen.“

Anschließend müssen Sie eine Textdatei mit der Endung .txt hochladen, die den entwertenden Link enthält. Für Kommentare innerhalb Ihrer Textdatei verwenden Sie das Hashtag (#).

Wichtig für die Codierung ist, dass die Datei im Standardformat UTF-8 gespeichert wird. Das Entfernen der Links geschieht nicht von heute auf morgen, sondern benötigt teils mehrere Wochen Zeit. Bei der Google Search Console werden sie auch weiterhin als eingehende Links angezeigt, selbst wenn sie entwertet wurden.

Falls Ihnen ein Fehler passiert ist, und Sie aus Versehen einen falschen Link entwertet haben, können Sie die Textdatei einfach mit einer neuen, den Link nicht mehr enthaltenen Datei überschreiben. Allerdings müssen Sie sich auch hier wieder in Geduld üben, bis der Algorithmus von Google die Informationen verarbeitet hat.

Es macht übrigens keinen Sinn, das Disavow-Tool als Bewertungsmittel für andere Webseiten zu benutzen, denn laut Google wird die Domain des Linkgebers durch die Ungültigkeitserklärung nicht herabgestuft.

Zusätzlich hilft bei der Entfernung von schädlichen Links auch das LinkResearchTool. Damit erhalten Sie ein äußerst umfangreiches Werkzeug, um Offpage-Optimierungen an Ihrer Website vorzunehmen. Von Detox bis zu allgemeinen Backlink-Tools können vielfache Einstellungen Ihre Präsenz im Netz verbessern. 20 Tools werden insgesamt von den LinkResearchTools angeboten. Allerdings ist das Angebot wegen der Fülle an Funktionen auch nicht kostenlos. Je nach verwendeten Produkten und von Ihnen verwendeten Domains variiert der monatliche Preis.

Fazit

Google ist Ihre erste Anlaufstelle bei der Suche, wie auch bei der Möglichkeit über kostenlose Tools die eigene Website umfassend zu analysieren, zu überwachen und zu verbessern. Die umfangreichen Tools sind sowohl für Anfänger, als auch für fortgeschrittene Webmaster selbsterklärend zu verwenden. Innerhalb der Search Console finden Sie zudem auch eine ausführliche Hilfe, bei der eine Lösung zu fast jedem Problem zu finden ist. Alle Tools insgesamt können Ihnen den Einstieg in die Analyse Ihrer Unternehmenspräsenz wesentlich erleichtern und durch Aufzeigen von Fehlerquellen mit gleichzeitigen Behebungsmaßnahmen zu einer erfolgreichen Website verhelfen. Die Google Search Console ist also demnach das Pflicht-Tool für jede professionelle Seite im World Wide Web.

Kontakt 0800 38 56 393