Adressliste aufbauen<br> <span>Schlüssel zum Erfolg</span>
// Kapitel 03

Adressliste aufbauen
Schlüssel zum Erfolg

Eine aktive Abonnentenliste ist der Schlüssel zum E-Mail-Marketing-Erfolg. Aber es geht nicht nur darum, wie viele Abonnenten Sie haben – es geht darum, die richtigen Nutzer zu erreichen, die an Ihrer Marke interessiert sind.

Adresskauf – Finger weg von fertigen Adresslisten!

Fertige Adresslisten werden oft von Spammern gekauft, die enthaltenen Kontakte erhalten daher bereits meist viel zu viele Werbemails.

Außerdem kann es passieren, dass in den Listen ein Großteil an Fake- und Hardbounce-Adressen enthalten sind. Selbst Öffnungen und Klicks können simuliert oder billig eingekauft sein! Hinzu kommt, dass der Ursprung der Adressen häufig nicht offengelegt wird. Viele Verkäufer werben mit Kontakten, die mit DOI generiert wurden, diese Einwilligung wirkt sich aber nicht zwangsläufig auch für den Käufer aus. Man hat daher unter Umständen selbst gar keine Genehmigung, die Kontakte anzuschreiben.

Die wertvollsten Kontakte generieren Sie immer noch über Ihre eigene Webseite.

Recognize that the best email acquisition sources are always those that are closest to your shopping and customer service operations.
Subscriber quality declines and the risk of spam complaints rises the farther you get away from these operations.
Chad White

Kontakte auf der eigenen Webseite sammeln

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Ein Anmeldeformular erstellen

Damit Sie Ihre Liste erweitern und qualitativ hochwertige E-Mail-Abonnenten gewinnen können, müssen Sie einige Schritte befolgen. Alles beginnt mit dem Anmeldeformular.

Durch das Anmeldeformular geben die Besucher Ihrer Website ihre E-Mail-Adresse an, um Ihre E-Mails zu erhalten. Mit diesen Formularen können Sie auch andere Informationen wie Name, geografischer Standort und spezifische Interessen abfragen. Aber Vorsicht! Nur die E-Mail Adresse darf als Pflichtfeld abgefragt werden, alle weiteren Angaben müssen optional sein.

Besonderes Augenmerk sollte auch dem Button zuteilwerden. Dieser ist der Teil Ihres Anmeldeformulars, in dem Sie die Leser bitten, eine bestimmte Aktion durchzuführen – In diesem Fall das Newsletter-Abonnement abzuschließen. Anstatt mit der generischen Schaltfläche „Registrieren“ fortzufahren, sollten Sie jedoch versuchen, kreativ zu werden. Ein einzigartiger, kontextueller und aktionsorientierter Satz wie „Ich möchte mitmachen!“ Oder „Sende mir mein kostenloses E-Book“ wird sicherlich die Aufmerksamkeit Ihrer Leser auf sich ziehen.

Platzierung und Verlinkung des Anmeldeformulars

Ist der Newsletter ein wichtiges Instrument, dann binden Sie diesen ruhig in die Navigation oder Startseite Ihrer Website ein. So ist der Newsletter gleich an einer wichtigen Stelle verlinkt.

Auf vielen Websites gibt es eine linke bzw. rechte Spalte. Hier können Sie neben den Links zu Ihren Social-Media-Kanälen auch einen Link zu Ihrem Newsletter integrieren. Platzieren Sie den Newsletter im Footer Ihrer Website. Nutzer haben gelernt, dass Links zum Impressum, zur Kontaktseite, zu den Social-Media-Kanälen und zum Newsletter im Footer integriert sind.

Schreiben Sie Fachartikel für andere Websites oder Blogs? Dann versuchen Sie am Ende des Artikels einen Link zu Ihrem Newsletter zu integrieren. Denn wenn einem Leser der Artikel gefällt, kann er sich so direkt für den Newsletter registrieren.

Eine eigene Landingpage

Die Verwendung einer speziellen Seite für eine E-Mail Marketingliste kann die Anmelderate wesentlich erhöhen.

Spezielle E-Mail Landingpages erlauben es Ihnen, sämtliche Optimierungstechniken zu nutzen, die generell für Landingpages gelten. Ein Vorteil liegt auch darin, dass der User hier nicht durch andere Dinge abgelenkt wird.

Ebenfalls können Sie alle Argumente bündeln, die für eine Anmeldung in den eigenen Newsletter spricht.

Landingpage

Landingpage

Pop-Ups, Banner, Buttons & Co.

Setzen Sie interaktive Layer auf Ihrer Website ein, die das Newsletter-Bestellformular enthalten. Diese Layer lassen sich auch nach dem Verhalten des Nutzers steuern.

Popup-Formulare funktionieren sehr gut, um neue Anmeldungen zu gewinnen, werden aber auch oft als störend empfunden. Es empfiehlt sich daher, eine Zeit festzulegen, bevor das Formular angezeigt wird. Alternativ kann es auch erst dann eingeblendet werden, wenn der Nutzer die Seite verlassen will, also seinen Mauszeiger außerhalb des Anzeigebereichs im Browser bewegt.

Ein Slide-In-Formular kann weniger aufdringlich sein als ein Popup und eignet sich perfekt für Seiten mit vielen Inhalten. Wenn ein Benutzer eine Seite herunterscrollt, wird ein einfaches Anmeldeformular auf den Bildschirm geschoben, normalerweise von der unteren rechten Ecke. Oder der Layer ist erst klein und enthält nur den Call-to-Action, also die Handlungsaufforderung an den Nutzer. Wenn der Nutzer mit der Maus über diesen Bereich fährt, vergrößert sich der Layer und zeigt mehr Informationen und das Anmeldeformular.

Pop-Up

Pop-Up

Mitscrollendes „Fähnchen“ zum Ausklappen

Mitscrollendes „Fähnchen“ zum Ausklappen

Überzeugenden Kundennutzen bieten

E-Mail-Adressgewinnung ist am Ende ein Tauschgeschäft. Der vom Webseiten-Besucher erwartete Nutzen der Herausgabe seiner E-Mail-Adresse muss den Aufwand an Zeit (E-Mail-Adresse eintippen, Bestätigungsmail checken und klicken, Zeit in der Zukunft für das Lesen investieren) kompensieren.

Deshalb ist es wichtig, eine schlüssige Nutzenargumentation dafür anzubieten, warum jemand den oder die Newsletter abonnieren sollte.

Als Nutzen bieten sich zahllose Möglichkeiten an:

  • Gutscheine
  • (Personalisierter) Content
  • Gewinn-Chancen
  • Zeitvorsprung
  • exklusive Produkte
  • Preisvorteile
  • mehr Funktionalität
  • VIP-Status
  • Zutritt zu Veranstaltungen
  • Ratgeber, Checklisten oder Whitepapers

Ihr Formular bzw. Ihre Landingpage sollte den Lesern außerdem genau sagen, was sie nach der Anmeldung erhalten werden. Schicken Sie ihnen einen wöchentlichen Newsletter? Produkte? Neuheiten? Es ist wichtig, klare Erwartungen zu setzen, um qualitativ hochwertige Abonnenten zu gewinnen und sich aus dem Spam-Ordner herauszuhalten.

Eigene Gewinnspiele

Besonders auf Social Media Kanälen ist die Teilnahme an Gewinnspielen groß. Hier kann bei der Abfrage der Daten der Teilnehmer auch eine Einwilligung für den Newsletter erhoben werden oder der User direkt zur Anmeldung aufgefordert werden.

Sie können so schnell eine größere Adressliste aufbauen, aber beachten Sie, dass die Wertigkeit und das Interesse dieser Kontakte geringer sind. Das Hauptinteresse der Anmelder ist hier an dem Gewinnspiel und nicht an Ihrer Marke und Ihren Produkten. Jedoch sind es keineswegs verlorene Adressen, Sie können diesen Adresspool ruhig etwas aggressiver angehen und mit mehr Gutscheinen und weniger thematisch bewerben. So können Sie nach und nach eine Nähe zur Brand bei den Kontakten aufbauen. Sie sollten sich aber darauf einstellen, dass die Abmeldequote bei diesen Adressen relativ hoch ausfällt und die Öffnungsraten geringer sind als bei Ihren Kundenadressen.

Gewinnspiel

Gewinnspiel

Gewinnspiel auf Facebook

Gewinnspiel auf Facebook

Social Media

Postings auf allen Kanälen

Wenn Sie auf Social-Networking-Plattformen wie Facebook und Twitter aktiv sind, haben Sie möglicherweise bereits eine wachsende Gemeinschaft von Menschen, die sich für Ihr Unternehmen interessieren. Warum also nicht auf dieses Publikum zugehen und sie dazu ermutigen, sich in Ihre E-Mail-Liste einzutragen?

Auf diese Weise können Sie Ihre Reichweite erweitern, die Chancen erhöhen, dass sie Ihre Inhalte sehen und Kundenbeziehungen auf eine Art und Weise pflegen, die stärker sein kann, als wenn Sie sich ausschließlich auf Social Media verlassen würden.

Bevor Sie einen neuen Newsletter versenden, schreiben Sie eine Ankündigung mit den Inhalten des Newsletters bei Facebook, Google+, XING und Co. So überzeugen Sie oft Ihre Fans, auch den Newsletter zu abonnieren.

Fordern Sie Ihre Fans und Follower bei Facebook, Google+, XING und Co. aktiv auf, Ihren Newsletter zu abonnieren.

Ist der Link zu Ihrer Newsletter-Bestellseite sehr lang, dann erstellen Sie eine kurze URL mit einer Weiterleitung wie zum Beispiel www.meinewebsite.de/newsletter.