Mit Remarketing<br><span>Warenkorbabbrecher zurückholen</span>
// Kapitel 06

Mit Remarketing
Warenkorbabbrecher zurückholen

Über das Remarketing sprechen Werbende Nutzer an, die bereits mit der Website des Unternehmens interagiert haben. Das sind beispielsweise Warenkorbabbrecher oder Vergleichsshopper, die sich auf mehreren Internetseiten über ein Produkt informieren. Auf einer Google-Website oder im Displaynetzwerk erscheinen Anzeigen für diese Zielgruppe. Das Remarketing mit Google Ads bringt zahlreiche Vorteile für Unternehmen und ist deshalb oft Teil der Marketingstrategie – unabhängig davon, ob mehr Produkte verkauft oder mehr Newsletter abonniert werden sollen. Auch die erhöhte Bekanntheit der Brand ist ein oft definiertes Ziel.

Funktionsprinzip und Einsatzgebiete

Über Remarketing-Listen stehen im Displaynetzwerk mehr als zwei Millionen Websites und mobile Apps zur Verfügung, auf denen Anzeigen für die bereits bekannte Zielgruppe ausgespielt werden können. Die Reichweite ist also enorm. Der Nutzer sieht die Werbung in einem zeitlich gut abgestimmten Moment: Er informiert sich gerade an einer anderen Stelle, hat aber vorher schon mit dem Unternehmen interagiert und ist deshalb auch wahrscheinlicher an einem Kauf interessiert. Anzeigen lassen sich ganz gezielt auf Nutzergruppen anpassen, die einen Artikel in den Warenkorb gelegt, aber den Einkauf nicht abgeschlossen haben. Als Zielgruppenquellen dienen Daten aus Google Ads-Tags, Google Analytics, YouTube, Google Play sowie Kundendaten. Durch die optionale automatische Gebotseinstellung sind Remarketing-Kampagnen leistungsstark und effizient. Auch Cross-Selling ist ein mögliches Einsatzgebiet, indem ein Onlinehändler weitere Produkte bewirbt, die zu dem bereits vom Nutzer gekauften passen. In den unterschiedlichen Phasen des Kaufzyklus ist Remarketing ideal geeignet, um den Nutzer immer wieder anzusprechen, an ein Produkt zu erinnern und ihn zum Kauf zu bewegen.

Unterschiede zwischen statischem und dynamischem Remarketing

Beim statischen Remarketing sieht der Nutzer eine einmal erstellte Anzeige oder ein definiertes Banner von dem zuvor besuchten Onlineshop. Ein spezielles Produkt, das sich der individuelle Interessent angesehen hat, steht jedoch nicht im Fokus. Im Gegensatz dazu nutzen dynamische Remarketing-Anzeigen einen Produktfeed ähnlich der Shopping-Kampagnen. Dadurch können genau die Artikel im Banner beworben werden, für die sich der Nutzer interessiert hat. Oder das Unternehmen legt einen großen Wert auf die Darstellung seiner Top-Produkte oder ähnlicher Waren. Somit funktioniert das dynamische Remarketing nicht nur auf der Basis des Onlineshops, sondern bewirbt die konkrete Produktebene. Die Einsatzmöglichkeiten sind längst nicht nur auf Warenkorbabbrecher beschränkt, sondern umfassen auch die weitere Kundenbindung nach einem Kauf.

Grenzen im Einsatz von Remarketing

Um Remarketing nach Inkrafttreten der Allgemeinen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) rechtssicher nutzen zu können, ist eine vorherige freiwillige Zustimmung des Nutzers zur Verwendung von Marketing-Cookies notwendig. Cookie-Banner informieren inzwischen auf sehr vielen Internetseiten darüber und holen die Zustimmung ein. Der Nutzer kann jederzeit alle Cookies ablehnen, die für die Anzeige der Seite nicht erforderlich sind. Die Aktualisierung der Datenschutzerklärung inklusive der Angaben zur Cookie-Verwendung ist unbedingt notwendig. Dieser Hinweis stellt keine Rechtsberatung dar. Das Remarketing kommt auch bei sehr kleinen Zielgruppen sowie Nutzern mit Werbeblockern an seine Grenzen, da hier schlicht die Anzahl der Cookies zu gering ist, um Anzeigen anlegen zu können.

Quellen:

https://support.google.com/google-ads/answer/2453998

https://support.google.com/google-ads/answer/7538811

https://de.ryte.com/wiki/Cross-Selling

https://support.google.com/google-ads/answer/3124536