10 Tipps für mehr Umsatz im Weihnachtsgeschäft

17.10.2013

Kein Drängeln in vollen Geschäften, keine gestressten Verkäufer und häufig günstigere Preise: Weihnachtsshopping via Internet boomt. Damit Onlineshops von diesem Trend profitieren, sollten sie die Wünsche der Verbraucher beachten. Was zu tun ist, erläutert Nina Trautmann, Expertin für Usability-Optimierung bei der Online-Marketing Agentur Löwenstark, anhand von 10 Beispielen.

1. Lieferzeiten glasklar kommunizieren

Beim Online-Weihnachtsshopping zählt für Käufer vor allem eins: die pünktliche Lieferung der Ware. „Daher ist es extrem wichtig, die Lieferzeiten so präzise wie möglich zu kommunizieren“, erklärt Nina Trautmann. „Zeigen Sie prominent die Lieferbarkeit der Produkte und benennen Sie die durchschnittliche Lieferzeit.“ Durch die Anzeige des Lagerstands verstärkt den Kaufreiz: Bei Warenknappheit ist der Kunde eher bereit, den Artikel sofort zu kaufen als im Internet nach alternativen Angeboten zu suchen.

2. Service anbieten

Guter Kundenservice ist Gold wert - gerade zur Weihnachtszeit. Dazu gehören unter anderem eine kostenlose Hotline – angezeigt im sichtbaren Bereich des Browsers – und ein FAQ-Bereich mit Fragen und Antworten rund um die Bestellungen: Was kostet der Versandgebühren? Wie kann ich bezahlen? Wie und unter welchen Bedingungen ist ein Warenumtausch möglich?

3. Rückgabemöglichkeiten erweitern

Weihnachtsgeschenke treffen nicht immer den Geschmack des Beschenkten. Online-Händler können die Verkaufschance ihrer Produkte erhöhen, wenn sie ihren Kunden eine kostenlose Rücksendung oder einen Umtauschservice anbieten. Wichtig ist, dass die Informationen rund um das Rücktritts- und Umtauschrecht prominent auf der Seite verfügbar sind und die Rückgabefrist genannt wird. „Der Gesetzgeber gibt 14 Tage vor. 30 Tage oder mehr sind aber in der langen Vorweihnachtsphase ein deutlicher Pluspunkt“, erklärt Trautmann. „Im Optimalfall sollten die Shops die Rückgabefrist auf ein oder zwei Wochen nach Weihnachten anpassen.“

4. Weihnachtliche Motive auf der Startseite einbinden

Mit Bildern auf Kundenfang: Hochwertige Bilder und Videos besitzen eine starke Anziehungskraft. Ein Teaser und eine passende Slideshow zum Thema Weihnachten zeigen die Aktualität der Seite, ziehen die Aufmerksamkeit der User auf sich und verlängern ihre Verweildauer im Online-Shop.

5. Gutscheinkauf anbieten

Ein Gutschein ist nach wie vor sehr beliebt als Weihnachtsgeschenk. „Dieser muss mindestens ein Jahr gültig sein – am besten aber drei“, rät Nina Trautmann von Löwenstark. „Auch hier gilt: Platzieren Sie die Information über die Gültigkeitsdauer und die Einlösungsmöglichkeiten der Gutscheine prominent auf der Seite. Bieten Sie zudem Ihren Kunden eine persönliche Gutscheingestaltung im speziellen Weihnachtsdesign an.“

6. Besondere Weihnachtsaktionen anbieten

Durch attraktive Weihnachtsaktionen können Online-Händler Kaufanreize setzen. Sich täglich erneuernde Angebote zum Schnäppchenpreis in Form eines Adventskalenders oder ein weihnachtliches Gewinnspiel motivieren Kunden zum wiederholten Besuch der Seite. Online-Händler, die solche Angebote gleichzeitig über soziale Netzwerke, Newsletter oder auf der Startseite promoten, können diesen Effekt noch steigern.

7. Produktbeschreibungen anpassen

Auch Onlineshops können ein weihnachtliches Einkaufserlebnis bieten. „Zu Weihnachten sind die wichtigen Produkte und Auslagen in den Ladengeschäften immer in einem weihnachtlichen Umfeld drapiert. Warum? Weil das Auge mitkauft“, sagt Trautmann. „Schaffen Sie für Ihre Produkte zum Beispiel mit speziellen Fotos oder angepassten Texten einen Bezug zu den Festtagen. Weihnachtsgeschenke sind schließlich etwas Besonderes.“

8. Den Kunden mit Geschenktipps unterstützen

Häufige Situation zu Weihnachten: Der Mann ist geknickt, weil zum Fest wieder nur eine Krawatte auf dem Gabentisch liegt. „Schaffen Sie Abhilfe, indem Sie Geschenktipps anbieten oder auf aktuelle Trends verweisen. Sie können auch Bestenlisten anbieten – die beliebtesten Einkäufe von Männern oder Frauen“, sagt Trautmann. „Zeigen Sie einfach, dass Sie tolle Lösungen für das typische Geschenkdilemma anbieten.“

9. Bezahlvarianten klar kommunizieren

Wenn es um das Bezahlen geht, versteht der Deutsche keinen Spaß. Onlinehändler sollten alle Zahlungsmöglichkeiten prominent auflisten. „Speziell beim Zwang zur Vorkasse hört die Freundschaft auf. Zwei Drittel der Kunden brechen hier den Bezahlvorgang ab“, so die Löwenstark-Expertin Trautmann. „Wenn Sie als Shopbetreiber auf die Vorkasse angewiesen sind, sollten Sie diese Notwendigkeit frühzeitig benennen und sie vor allem gut begründen.“

10. Werbung fürs Weihnachtsgeschäft optimieren

Wenn es um das Online-Weihnachtsgeschäft geht, ist nicht nur die Optimierung des Shops wichtig – der gesamte Marketing-Mix ist entscheidend. Mithilfe von Google-Adwords, Banner-Werbung oder Re-Marketing-Maßnahmen locken Online-Shops mehr Besucher auf ihre Seite und sorgen für eine höhere Konversionsrate. Solche Maßnahmen sind auch kurzfristig umsetzbar.

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