25 Jahre Internet: Eine kleine Zeitreise

13.03.2014

Meist sind es die simplen Ideen, welche die größte Wirkung entfalten. Am 12. März 1989 schickte ein junger Brite am Genfer Kernforschungszentrum CERN einen Vorschlag an seinen Vorgesetzten, wie der Austausch von Informationen und Wissen über ein Computernetzwerk besser organisiert werden könnte. Das war, wie wir heute wissen, die Geburtsstunde des Internets.

1989: Das Internet – eine vage, aber spannende Idee

Tatsächlich lieferte Tim Berners-Lee nicht mehr als eine Idee. Ganz klassisch auf Papier. Die Reaktion seines Vorgesetzten: "Vage, aber spannend." Berners-Lee schwebte ein System vor, mit dem Informationen besser verwaltet und der Datenaustausch unter Forschern vereinfacht werden könnte.

Anderthalb Jahre später, am 25. Dezember 1990, stellte Berners-Lee den ersten Browser vor, den er WorldWideWeb nannte. Zunächst nutzten ihn nur wenige Wissenschaftler, denn die Server waren vor allem Forschungseinrichtungen zu finden.

1994: Mit Netscape, Ebay und Amazon kommt der Durchbruch

1994 wurde der Browser Netscape veröffentlicht, der aus dem Mosaic Browser hervorgegangen war. Das Besondere daran – er konnte nicht nur Grafiken, sondern auch HTML-Frames darstellen. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits mehrere Millionen Menschen im Internet unterwegs – viele von ihnen aber weiterhin im Umfeld von Universität und Labors. Netscape wurde Anfang der 2000-er Jahre vom Internet Explorer aus dem Hause Microsoft aus dem Markt verdrängt und lebt heute im Firefox Browser weiter.

Netscape Browser auf Windows95. Quelle: Wikipedia

Es war einmal - der Netscape Browser auf Windows95. Quelle: Wikipedia.de

In dieser Zeit entstanden mit Ebay und Amazon auch die ersten großen kommerziellen Plattformen im Internet. Diese trugen wesentlich zur Verbreitung des Internets im Privatleben bei.

1998: Google revolutioniert die Suche

Am 27. September 1998 ging Google – die heute populärste Suchmaschine der Welt – online. Seither hat sich die Oberfläche kaum verändert. Einzig das Logo variiert. Mit den Google Doodles (deutsch: Gekritzel), grafischen Veränderungen des normalen Logos, erinnert Google an besondere Ereignisse oder Personen. Das erste, noch sehr einfache Google Doodle erschien übrigens bereits 1998.

2001: Wikipedia macht Wissen allgemein verfügbar

Am 15. Januar 2001 wurde Wikipedia als Projekt zur Erstellung eines freien Onlinelexikons gestartet. Dahinter standen der Internet-Unternehmer Jimmy Wales und der Doktorand Larry Sanger, die ein Jahr zuvor mit dem Aufbau einer englischsprachigen Internet-Enzyklopädie namens Nupedia begonnen hatten. Das Besondere an Wikipedia: Jeder konnte Wissen beisteuern. So wundert es nicht, dass die Enzyklopädie heute rund 30 Millionen Artikel in über 280 Sprachen umfasst.

Visionär: So stellte sich Microsoft im Jahr 2000 das Internet der Zukunft vor. Quelle: Youtube.

2003: Soziale Netzwerke erobern das Web

Das Austauschen von Informationen, Bildern oder Videos und deren Kommentierung im Freundeskreis ist heute eine der beliebtesten Anwendungen im World Wide Web. Einer der Vorreiter war MySpace.com – ursprünglich ein Anbieter für kostenlose Datenspeicherung. Aus der Idee, die Fotos von Studenten zu bewerten, entstand 2004 Facebook. Heute ist Facebook mit über einer Milliarde Nutzern das wichtigste soziale Netzwerk weltweit.

Ein Jahr nach Facebook ging YouTube an den Start. Am 15. Februar 2005 wurde das Videoportal von ehemaligen PayPal-Mitarbeitern gegründet. Viele andere Netzwerke wie Twitter, Pinterest oder Xing folgten – allerdings konnte sich nicht jedes dauerhaft am Markt behaupten, wie die deutschsprachigen Netzwerke studiVZ oder schülerVZ zeigten.

Das Geheimnis der Internets: Seine Vitalität

Heute sind 2,7 Milliarden Menschen online, die auf rund 640 Millionen Websites zugreifen können. An diesem Erfolg konnten auch einzelne Rückschläge wie das Platzen der Internet-Spekulationsblase im Jahr 2000 nichts ändern.

Dennoch bleibt vieles zu tun, meint Berners-Lee, der Vater des Internets. Gegenüber der britischen Zeitung "The Guardian" forderte er jetzt eine Art Magna Charta, "ein weltweites Grundgesetz" zum Schutz der Grundrechte im digitalen Raum. Ohne "ein offenes und neutrales Internet, auf das wir uns verlassen können", könne es auch keine "offene Regierung oder gute Demokratie" geben.

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