Duplicated Content internationaler Seiten vermeiden

29.01.2013

Immer mehr Unternehmen versuchen mit mehrsprachigen Onlineshops auch ausländische Märkte zu erschließen. Doch wer einfach nur seinen Onlineshop kopiert und unter einer anderen URL oder mit einem anderen Länderkürzel online stellt, dem drohen Nachteile im Ranking, da Google dies als Duplicated Content wertet. Die Lösung besteht in einer kurzen Mitteilung im Header der Webseite, durch die Suchmaschinen auf mehrsprachige Seiten aufmerksam gemacht werden.

Das hreflang-Attribut

Besonders in englischsprachigen Ländern wie den USA und Großbritannien ist das Problem von Duplicated Content internationaler Seiten schon lange bekannt. Wer einen Onlineshop in den USA betreibt und auch in Großbritannien oder Australien Kunden ansprechen möchte, für den ist eine einzige Webseite nicht ausreichend. Um zu vermeiden, dass der gesamte Seiteninhalt nun für den Markteintritt in England neu formuliert werden muss, fügt der Webmaster im Header der Seite das folgende sog. hreflang-Attribut hinzu. Dieses zeigt den Suchmaschinen an, dass es sich hier um eine mehrsprachige Webseite handelt. Der Vorteil ist, dass durch die Verwendung dieses Attributes nicht nur ein doppelter Inhalt vermieden wird, sondern es ist auch möglich, das Ranking der ursprünglichen Seite schneller zu erben. Wichtig ist die Verwendung des hreflang-Attributs auch für deutschsprachige Seiten, die in Österreich und der Schweiz mit einer eigenen URL verwendet werden sollen.

Keine Probleme bei anderssprachigen Ländern

Experten raten, das hreflang-Attribut auch dann einzusetzen, wenn es sich bei den internationalen Seiten um Übersetzungen andere Sprachen handelt. Google wird die spanische Version einer deutschsprachigen Webseite zwar nicht als Duplicated Content werten, es gibt aber wie erwähnt auch noch weitere Vorteile, die den Einsatz des hreflang-Attributs sinnvoll machen.

Unternehmen, die das Angebot ihres Onlineshops auch auf andere Länder ausdehnen wollen, müssen zur Vermeidung von Duplicated Content nicht einen neuen Unique Content schaffen. Mit dem hreflang-Attribut und dem Canonical-Tag können Länder-Domains mit ähnlichen Content gekennzeichnet werden. Suchmaschinen erkennen die Nachricht im Header und verzichten auf eine entsprechende negative Bewertung der Seite.

Mehrere Sprachversionen eines Onlineshops

Deutschsprachige Onlineshops können sich zwar auch über ihre deutsche Domain an Österreicher und Schweizer wenden, doch hat die Vergangenheit gezeigt, dass es ratsam ist, die Webseite den Besonderheiten der beiden Länder anzupassen. Nicht nur die unterschiedliche Währung der Schweiz oder geringe Differenzen bei den Preisen, auch der sprachliche und geschmackliche Unterschied kann durchaus eine Rolle für den Erfolg eines Onlineshops spielen. Durch die Verwendung des hreflang-Attributs können fast identische Onlineshops mit unterschiedlichen URLs verwendet werden, ohne dass dies von Google als Duplicated Content gewertet werden würde. Ein zweites Script ist der Canonical-Tag, der bisher zusammen mit dem hreflang-Attribut im Header der Tochter-Domain auf die Mutter-Domain verwies. Inzwischen wird von Google aber geraten, auf die Kombination von hreflang und Canonical-Tag zu verzichten und die beiden Attribute nur einzeln zu verwenden.

Das Ranking einer Seite kann vererbt werden

Wer als Inhaber eines Onlineshops bereits lange auf dem Markt ist und entsprechend viel Zeit und Geld in ein gutes Ranking seiner Seite investiert hat, der möchte natürlich, dass dieses Gewicht auch auf die neuen Länder-Domains vererbt wird. Da der Canonical-Tag eine ähnliche Wirkung wie eine Weiterleitung hat, wird die Kraft der Mutter-Domain auch auf die Länder-Domains vererbt.

Beim Umgang mit hreflang-Attribute und Canonical-Tag ist Vorsicht geboten, da nur der richtige Umgang mit den Tools den gewünschten Erfolg bringt.

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