Einzug von Lastschriften via SEPA: Was Unternehmer wissen sollten

20.11.2013

Zum 1. Februar 2014 werden Überweisungen und Lastschriften nach dem SEPA-Verfahren (SEPA = Single Euro Payments Area) in Deutschland verbindlich. Löwenstark verrät, worauf Unternehmer bei der Umstellung auf die SEPA-Lastschrift achten müssen.

SEPA soll europaweite Zahlungen vereinfachen

Die Idee der EU hinter SEPA klingt gut: Durch die Einführung von SEPA sollen die Kosten beim innereuropäischen Zahlungsverkehr gesenkt werden. Außerdem sollen Prozesse im Geldverkehr EU-weit vereinheitlicht und vereinfacht werden. Nicht zuletzt soll SEPA den Wettbewerb im europäischen Geldverkehr ankurbeln. Der Teufel steckt im Detail.

Was ändert sich bei SEPA im Vergleich zur aktuellen Lastschrift?

Längere Rückerstattungsfristen:

Neu ist, dass eine Rückerstattung aufgrund eines Einspruchs innerhalb von acht Wochen nach Abbuchung möglich ist – derzeit sind es sechs Wochen. Das ist ohne Angaben von Gründen möglich Die Frist beträgt bis zu 13 Monate, wenn die Belastung nicht autorisiert war.

Fälligkeitsdatum ist zu benennen:

Bei der SEPA-Lastschrift gibt es ein Fälligkeitsdatum. Das ist das Datum, zu welchem das Konto des Zahlungspflichtigen belastet werden soll. Daraus errechnen sich alle weiteren Fristen.

Vorabinformation vor Geldeinzug

Vor dem Lastschrifteinzug muss der Zahlungspflichtige mittels Vorabinformation (engl.: Pre-Notification) informiert werden. Diesen Zweck können auch eine Rechnung oder ein Vertrag erfüllen, in dem die Fälligkeitstermine und die jeweils fälligen Beträge benannt sind.

Fristen für das Abbuchen beachten:

Die Standardfrist für die Vorlage von SEPA-Basis-Lastschriften beträgt fünf Tage bei der Erstlastschrift und 2 Tage bei der Folgelastschrift. Die SEPA-Regeln erlauben eine verkürzte Vorlagefrist von einem Tag vor Fälligkeit beim Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen. Das ist jedoch nur möglich, wenn die jeweils beteiligten Kreditinstitute eine Vereinbarung treffen.

Wie sieht eine korrekte Einzugsermächtigung aus?

Hier gibt es eine weitere große Änderung: Die klassische, einfach gestaltete Einzugsermächtigung gibt es nicht mehr. Sie wird ersetzt durch SEPA-Lastschriftmandat. Dabei ist nicht die Gestaltung festgelegt, sondern nur der Inhalt (Quelle die-deutsche-kreditwirtschaft.de). Dieser besteht aus:

  • Der rechtlich relevante Text des SEPA-Lastschriftmandats:

    Ich ermächtige (Wir ermächtigen) [Name des Zahlungsempfängers], Zahlungen von meinem (unserem) Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein (weisen wir unser) Kreditinstitut an, die von [Name des Zahlungsempfängers] auf mein (unser) Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.

    Hinweis: Ich kann (Wir können) innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem (unserem) Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.

  • Name, Adresse und Gläubiger-Identifikationsnummer. Letztere wird von der Deutschen Bundesbank vergeben (glaeubiger-id.bundesbank.de).
  • Mandatsreferenz: Die vom Zahlungsempfänger individuell vergebene Mandatsreferenz bezeichnet in Verbindung mit der Gläubiger-Identifikationsnummer das jeweilige Mandat eineindeutig, ist bis zu 35 alphanumerische Stellen lang und kann im Mandat enthalten sein oder dem Zahler nachträglich bekannt gegeben werden.
  • Angabe, ob das Mandat für wiederkehrende Zahlungen oder eine einmalige Zahlung gegeben wird.
  • Name, Adresse, Kontoverbindung und Unterschrift des Kontoinhabers sowie Datum der Unterschrift

SEPA

Abbildung: So könnte ein SEPA-Mandat aussehen. Quelle: die-deutsche-kreditwirtschaft.de

Rechtzeitig bei der Hausbank informieren

Für Fragen und detailliertere Informationen empfiehlt sich in jedem Fall ein Gespräch mit der Hausbank. Dort erhalten Unternehmer auch Informationsmaterial für alle anderen Fragen rund ums Thema SEPA-Einführung.

Weitere Informationen:

die-deutsche-kreditwirtschaft.de

wikipedia.org

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