Forscher glauben: User können nicht mit Google umgehen

28.08.2013

Wer hätte das gedacht: Die Deutschen wissen nicht, wie sie richtig mit Google als Suchmaschine umgehen sollen. Das haben Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Forschungsprojekt "Die Googleisierung der Informationssuche" herausgefunden.

Google ist die mit Abstand wichtigste und beliebteste Suchmaschine in Deutschland. Dennoch weiß kaum ein Nutzer, wie die Suchmaschine funktioniert und wie Trefferlisten zustande kommen, stellten die Forscher fest. Auch bemängeln die Wissenschaftler, dass wenig bekannt sei, dass über den Google-Account gespeicherte persönliche Daten und das bisherige Suchverhalten das Suchergebnis beeinflussen würden. Besonders Menschen unter 30 Jahren hätten ein mangelndes Problembewusstsein und einen unkritisches Umgang mit Google.

Der Staat soll es richten

Da die Nutzer zu unkritisch gegenüber Google seien, fordert die Mainzer Studie, „Suchmaschinen stärker medienrechtlich zu regulieren“. Drei Maßnahmenpakete unter den Stichworten „Neutralität, Transparenz und Kompetenz“ sollen es richten. Der Staat soll entsprechende Handlungsoptionen erarbeiten, die gleichzeitig die Meinungsvielfalt schützten und nicht allzu unverhältnismäßig in den Wettbewerb und die Medienvielfalt eingreifen.

SEO’s frohlocket!

Was die Wissenschaftler fordern, könnte der Weihnachtswunschliste der meisten Suchmaschinen-Optimierer entsprungen sein. Google soll transparenter werden und die Funktionsweise der Suchmaschine offenlegen. Google solle außerdem keinen Einfluss mehr auf das Ranking von Suchergebnissen nehmen. Darüber würden sich vermutlich alle freuen, die an den Folgen des Pinguin 2.0 Updates zu knabbern hatten.

Bald Schulungen zur Google-Suche?

Eine weitere Forderung der Experten zielt auf die Nutzer ab. Ihre Medienkompetenz soll gestärkt werden. Dazu sollen die Nutzer "auf ihre eigenen Gestaltungsmöglichkeiten und ihre Eigenverantwortung" hingewiesen werden. Wie das konkret umgesetzt werden soll, teilten die Forscher nicht mit.

Studie ein Gemeinschaftsprojekt

Das Forschungsprojekt "Die Googleisierung der Informationssuche" wird vom Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gefördert. In dem Forschungsschwerpunkt kooperieren die geistes- und die sozialwissenschaftlich orientierten Medienfächer der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Buchwissenschaft, Journalistik, Publizistik, Film- und Theaterwissenschaft, Neurolinguistik) mit Medienrecht, Medienpädagogik, Medienkunst sowie Medienökonomie, Informatik und Suchtprävention.

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