Audios und Videos in HTML

Gleich vorneweg: Dies ist ein schwieriger Themenbereich. Nicht so sehr, weil die HTML-Befehle selbst so überaus kompliziert wären. Sondern vielmehr, weil man es gleich mit mehreren Problemen auf einmal zu tun hat.

Zunächst einmal gibt es keinen Standard für Audio- und Videodateien im Web, wie er etwa für Grafikdateien vorhanden ist. Wir haben es also mit zahlreichen unterschiedlichen Dateiformaten zu tun: WAV, AU, AIF, MIDI, AVI, MOV, MPEG und noch ein paar andere. WAV und AVI sind die gebräuchlichen Formate für Windows, AIF und MOV für Apple-Plattformen.

Bei der Bearbeitung von Audiodateien sind einige Parameter zu beachten, als da wären die Sampling-Rate, die Bit-Auflösung und die Kanalwahl für Mono/Stereo. Alle genannten Merkmale beeinflussen nicht nur die Qualität, sondern vor allem auch die Dateigröße. Und diese kann in diesem Bereich wirklich groß sein. Nehmen Sie also die Sounds in bester Qualität auf und speichern diese sozusagen als Masterdateien ab. Die Originale öffnen Sie dann mit einem Soundeditor und verändern die Sampling-Rate vielleicht auf 22 oder 11 kHz, die Bit-Größe auf 8 in Mono-Qualität.

Für Videodateien sieht es ähnlich aus. Zu beachten ist die Größe des Videobildes, die Frame-Rate, also die Anzahl der Frames pro Sekunde (noch akzeptabel wären 10 Frames) und die Farbtiefe (je weniger Farben, desto kleiner die Datei). Es liegt auf der Hand, daß auch hier ein Kompromiß gefunden werden muß zwischen Qualität und Dateigröße.

Sicher kann sowohl für Audios als auch für Videos auf Komprimierungsverfahren zurückgegriffen werden. Aber auch das scheint mir eine Wissenschaft für sich zu sein.

Die Dateien sind also erstellt. Nun müssen diese mittels Browser nur noch zum Klingen gebracht werden. Und da ist das Ergebnis schlecht vorherzusagen. Oder wissen Sie, welche Abspielprogramme auf der Festplatte Ihres Besuchers installiert sind? Allerdings darf davon ausgegangen werden, daß die höheren Versionen der modernen Browser mit den gängigen Dateiformaten wohl klarkommen sollten.

Als wenn das nicht schon alles kompliziert genug wäre, kommt es dann nochmal ganz dick bei den HTML-Anweisungen. Da kocht nämlich jeder Browser sein eigenes Süppchen. Während man mit dem Internet Explorer eigentlich wenig Probleme haben sollte, ist für Netscape ein gutes Nervenkostüm des Programmierers von Vorteil. Besonders beim Testen mit verschiedenen Versionen dieses Browsers wird man oft den eigenen Augen und Ohren nicht mehr trauen. Viel Glück!

 

 

Manueller Dateiaufruf

 

 

Wenn Sie die nachfolgenden Beispiele nicht nachvollziehen können, weil Sie weder Töne hören noch Videos sehen, dann sind in Ihrem Browser vermutlich die entsprechenden Funktionen deaktiviert. Dies können Sie aber leicht in den „Eigenschaften“ oder „Optionen“ Ihres Browsers ändern. Eine Soundkarte sollte auf Ihrem PC aber natürlich eingebaut sein. Ansonsten wird alle Liebesmüh vergeblich sein.

Ein kleiner Ausweg, vor allem aus dem oben erwähnten Browser-Dilemma, ist das Abspielen von Audio- und Videodateien mittels Verweis, also als manueller Aufruf per Mausklick. Nach dem Anklicken des Links öffnet sich ein mit dem Dateiformat verknüpftes Soundprogramm (wenn vorhanden) und spielt die Tondatei ab. Es kann auch sein, daß eine zusätzliche Browserseite erscheint. Der Befehl dazu lautet:

<A HREF=“datei.erw“>Hinweistext</A>

Für „datei.erw“ muß eine entsprechende Datei mit zugehöriger Erweiterung, also z.B. WAV oder AU, benannt werden. Diese sollte im gleichen Verzeichnis bzw. Ordner liegen. Ansonsten muß der entsprechende Pfad angegeben werden. Der Hinweistext sollte nicht nur ein Stichwort zum Dateiinhalt enthalten, sondern auch die Dateigröße und das Format. So kann der Benutzer selbst entscheiden, ob er sich die Datei anhören oder ansehen will.

Ex-Bundespräsident Heinrich Lübke als WAV-Datei (39 KB)

Ex-Bundespräsident Heinrich Lübke als AIF-Datei (39 KB)

Ex-Bundespräsident Heinrich Lübke als AU-Datei (39 KB)

Ex-Bundespräsident Heinrich Lübke als MPG-Datei (9 KB)

Und jetzt das Ganze noch einmal mit einer kleineren Videodatei. Diese wird auf einer eigenen Seite des Browsers angezeigt – wie es auch bei Links auf Grafikdateien üblich ist. Um auf diese Seite hier zurückzugelangen, müssen Sie die entsprechende Schaltfläche des Browsers anklicken:

AVI-Video ohne Ton (68 KB)

Beim Internet Explorer, bei Netscape und bei Opera gibt es zusätzlich zur manuellen Dateiaktivierung die Möglichkeit, die Audiowiedergabe beim Seitenaufruf automatisch im Hintergrund ablaufen zu lassen. Damit das funktioniert, muß der Browser mit entsprechenden Plug-Ins ausgerüstet sein. Häufig werden diese gleich bei der Erstinstallation des Browsers miteingebaut. Andernfalls können sie später nachinstalliert werden.

Leider arbeiten die Browser im Zusammenhang mit der automatischen Audio- und Video-Wiedergabe mit unterschiedlichen Befehlen, was mich veranlaßt hat, hier auf zwei Seiten zu verzweigen, die Sie direkt ansteuern können. Sie können aber auch Ihre Tour durch den HTML-Kurs über die Fortsetzungspfeile fortsetzen.

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