Bildschirmfotos

Ein Bildschirmfoto, auch Screenshot genannt, kann relativ einfach mit der Taste „Druck“ erzeugt werden. Diese Taste befindet sich meistens oben rechts neben den Funktionstasten. Wird die Taste gedrückt, bemerkt man zunächst gar kein Resultat. Das liegt daran, daß das Foto lediglich zwischengespeichert ist.

Sie kennen das wahrscheinlich schon von anderen Anwendungen. Wenn Sie z.B. Text in einem Textverarbeitungsprogramm markieren und diesen zunächst kopieren (z.B. mit der Tastenkombination Strg und C), dann bleibt der Text ebenfalls sichtbar und das Duplikat landet in der Zwischenablage. Erst wenn an anderer Stelle die Tasten Strg und V gedrückt werden, wird dort der gespeicherte Text eingefügt. Im Windows-Explorer können Sie mit der gleichen Methode sogar einzelne Dateien oder ganze Verzeichnisse kopieren und woanders wieder einfügen.

Der Zwischenspeicher ist flüchtig und ändert sich ständig, sofern weitere Kopieraktionen durchgeführt werden. In der Zwischenablage hat immer nur eine Kopie Platz. Dabei ist es in der Regel egal, ob dieses ein einzelnes Zeichen oder ein Riesendokument ist. Man greift also immer auf die zuletzt gemachte Kopie zu, die sich gerade im Speicher befindet.

Zurück zu unserem Bildschirmfoto. Durch das Betätigen der „Druck“-Taste wird also ein Abbild des Bildschirminhalts erstellt. Undwar mit allen Texten, Grafiken, Fenstern und aufgeplappten Menüs, die aktuell sichtbar sind. Nur Mauszeiger und Cursor werden nicht übernommen. Wenn Sie sich schnell mal das Ergebnis ansehen möchten, dann rufen Sie die Textverabeitungsprogramme WORD oder WORDPAD auf und fügen dort in einem leeren Dokument das Foto ein. Ein Screenshot meines Desktops würde z.B. so aussehen (schon mit einem Grafikprogramm verkleinert):

GIF-Bildschirmfoto

Einige notwendige Bemerkungen:

  • Ich habe das Bildschirmfoto (mit einem Grafikprogramm – dazu später mehr) verkleinert, weil ansonsten die Dateigröße von fast 50 KB zu groß wäre.
  • In WORDPAD wird das Foto in Originalgröße angezeigt. In WORD wird das Foto entsprechend der eingestellten Seitenbreite des Dokuments verkleinert.
  • Wenn Sie das Bildschirmfoto als separate Grafikdatei abspeichern wollen, so benutzen Sie dazu WORD und speichern das Dokument als HTML-Datei. WORD erstellt dann automatisch eine zusätzliche GIF-Datei. Der Name der Datei beginnt mit „Image“, dem noch eine (laufende) Nummer hinzugefügt wird. Wenn Sie die GIF-Datei mit einem Grafikprogramm öffnen, werden Sie sehen, daß die Originalgröße nicht verändert wurde.
  • Reine Texteditierprogramme wie NOTEPAD können keine Grafiken darstellen und deshalb können dort auch keine Fotos usw. aus dem Zwischenspeicher eingefügt werden.

Die mit WORD erstellte Grafik-Datei ist nur ein Notbehelf. Man kann die Darstellung in einem Browser zwar über die Größenangaben relativ einfach beeinflussen. Dazu sieht man in der Systemsteuerung unter „Anzeige“ und dann unter „Einstellungen“ im „Bildschirmbereich“ nach. Wenn da z.B. 800×600 Pixel eingestellt ist, hat ein Bildschirmfoto natürlich auch die entsprechende Größe. Dann kann im HTML-Quellcode z.B. mit der Angabe WIDTH=400 HEIGHT=300 die Darstellung in Breite und Höhe halbiert werden.

Diese Vorgehensweise hat allerdings Nachteile. Insbesondere Textbestandteile könnten verzerrt werden. Aber vor allem: Die Dateigröße der Grafik (48 KB) ändert sich überhaupt nicht. Um diese ebenfalls zu verkleinern, muß die Grafik mit einem Grafikprogramm bearbeitet werden.

Sie können dazu die von WORD erstellte GIF-Datei verwenden oder das Bildschirmfoto aus der Zwischenablage direkt in Ihr Grafikprogramm einfügen. Dann ändern Sie die Größe unter Beibehaltung der Proportionen. Das Umrechnen können Sie sich sparen, das erledigt das Programm. Ja, und dann müssen Sie das Bild nur noch als GIF- oder JPG-Datei abspeichern. Zum Vergleich: Die Gif-Datei oben hat nur die 216 Web-Farben und ist 20 KB groß. Die JPG-Datei hier wurde in niedriger Auflösung gespeichert und hat eine Größe von 29 KB. Das ist immer noch ziemlich groß, könnte aber mit einer weiteren Verkleinerung optimiert werden.

JPG-Bildschirmfoto

Der Vorteil von Grafikprogrammen erschließt sich einem spätestens dann, wenn man nur einen Teilbereich des Bildschirms darstellen möchte. Man kann nämlich jeden beliebigen Ausschnitt kopieren und damit eine neue Grafik erstellen, wie im folgenden Beispiel (Originalgröße):

JPG-Bildschirmausschnitt

Aber auch mit herkömmlichen Mitteln können einzelne Bereiche des Bildschirms abfotografiert werden. Das bewerkstelligt nämlich (eingeschränkt) die Tastenkombination „Alt“ und „Druck“. Damit wird nur(!) das gerade aktive Fenster kopiert. Das können auch kleine Dialogfenster sein, wie im folgenden Beispiel:

GIF-Dialogfenster

Natürlich gibt es auch spezielle Software mit zig Funktionen und jedem Komfort, mit der alle erdenklichen Arten von Bildschirmfotos gemacht werden können. Aber das ist schon wieder ein neues Thema.

 

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