Software für die HTML Programmierung

Browser

  Eine kleine, aber wichtige Vorbemerkung: Da bei mir das Betriebssystem Windows installiert ist, werden in diesem Projekt naturgemäß Programme und Dateiorganisation der Windows-Plattform beschrieben. Dies soll keine Mißachtung anderer und eventuell auch besserer Systeme bedeuten, aber ich beschreibe ungern Dinge, von denen ich keine Ahnung habe. Da ich hier auch keine wissenschaftliche Abhandlung anbiete, verzeihen Sie mir wohl dieses Manko.

Was brauchen Sie zur HTML-Programmierung? Natürlich einen Browser: Aber den haben Sie ja schon, sonst könnten Sie diese Zeilen gar nicht lesen. Im Prinzip reicht natürlich ein Browser. Ich selbst habe bei mir allerdings zu Testzwecken gleich mehrere installiert: Internet Explorer von Microsoft, verschiedene Versionen von Netscape und von Opera.

HinweisEs ist durchaus möglich, eine HTML-Datei gleichzeitig mit verschiedenen Browsern zu öffnen und zu betrachten. Bei Netscape funktioniert das sogar mit verschiedenen Versionen.

Sie können die Datei über die Browser selbst mit Strg und O öffnen oder den entgegengesetzten Weg beschreiten: Zunächst den Explorer von Windows aufrufen. Dort in den Verzeichnispfad der entsprechenden HTML-Datei wechseln, die Datei markieren und dann die Umschalttaste (Shifttaste) drücken. Bei weiterhin gedrückter Taste wird nun mit der rechten Maustaste das Kontextmenü geöffnet. Und siehe da: Es erscheint ein neuer Menüpunkt, der ansonsten sein Dasein im Verborgenen fristet, nämlich „Öffnen mit…“. Nach dem Anklicken öffnet sich ein weiteres Fenster, in welchem Sie die Browser-Software auswählen können.

Wenn der Browser eine Online-Verbindung herstellen möchte, unterbinden Sie dieses und öffnen die Dateien nur offline. Da funktioniert es schneller und kostet keine Verbindungsgebühren.

 

Wer mit Windows arbeitet, hat normalerweise den Internet Explorer schon auf der Festplatte. Ich empfehle allerdings dringend die Installation eines weiteren Browsers, da der Internet Explorer sicher diverse Vorteile hat, z.B. eine sehr große Fehlertoleranz und die einfache Handhabung bei der Programmierung des Quelltextes.

Aber gerade das Tolerieren von fehlerhaftem Code kann später zu unliebsamen Überraschungen führen, wenn Ihre Homepage im WWW veröffentlicht ist. Lief alles noch ganz wunderbar am heimischen PC im Zusammenspiel mit dem Internet Explorer, so könnten User mit anderen Browsern (und davon gibt es ja immer noch reichlich) von Ihren Programmierkünsten eventuell nicht ganz so überzeugt sein. Das reicht von kleinen Unterschieden in der Darstellungsweise einiger Befehle über ein komplett anderes Layout bis zur Nichtaufrufbarkeit ganzer Seiten. Und das Schlimme ist: Sie werden das nie erfahren, da der genervte Surfer sich kaum die Mühe machen wird, Ihnen zu schreiben.

Also: Internet Explorer (von dem kann man leider immer nur eine Version installieren) und wenigstens eine Netscape- oder Opera-Version sollten Pflicht sein. Wenn Sie den Download scheuen, kaufen Sie sich am besten eine Computerzeitschrift mit beigelegter CDROM. Häufig sind da auch noch andere brauchbare Programme drauf. Auf Inhaltsangaben achten. Und Lesestoff bietet die Zeitschrift sicher auch noch genug. Die Investition lohnt sich also auf jeden Fall.

Auf die unterschiedliche Interpretation von einzelnen Befehlen in den verschiedenen Browser-Versionen gehe ich zwar öfter ein. Aber auch diese Hinweise sind nicht vollständig. Sie sollten daher zur Sicherheit einzelne Seiten oder am besten gleich das ganze Projekt mit unterschiedlichen Browsern testen. Gerade die so nützliche Programmierung von Tabellen kann im Ergebnis so manche unangenehme Überraschung verbergen.

 

 

Editoren

  Weiterhin unabdingbar zum Programmieren ist ein Textverarbeitungsprogramm, das Ihnen die Möglichkeit bietet, das bearbeitete Textdokument mit den HTML-Anweisungen als HTM- oder HTML-Datei abzuspeichern. Das kann auch ein ganz kleiner Texteditor sein.

Notepad

Als Alternative bieten sich das wesentlich komfortablere WORDPAD (ebenfalls im Zubehör von Windows) und diverse kleine Textverarbeitungsprogramme aus dem Freeware-Bereich an. Zumal NOTEPAD nur über ein begrenztes Speichervolumen verfügt. Übersteigt die Datei diese Größe, wird man mit der folgenden Meldung konfrontiert:

Editor-Meldung

Die Handhabung von NOTEPAD und WORDPAD beschreibe ich ziemlich ausführlich im Themenbereich Tools. Auch den Tools-Bereich biete ich als Download an.

Es gibt mittlerweile auch ganz brauchbare HTML-Editoren: grafikorientiert oder textbasiert oder gemischt. Diese können einem jede Menge Schreibarbeit ersparen und regen sicherlich die Experimentierfreude an. Auch ist der Programmiertext viel besser einzugeben und noch besser zu lesen, weil die HTML-Anweisungen meistens farblich vom normalen Text unterschieden werden. Trotzdem: HTML-Grundkenntnisse schaden nicht und erleichtern gleichzeitig enorm den Umgang mit den Editoren. Ich selbst benutze HTML-Editoren nicht so gern, weil mir bei Tests mehrmals einzelne Seiten ziemlich verhunzt wurden. Außerdem mag ich es überhaupt nicht, wenn der Code durch irgendwelche Programme einfach umgeschrieben oder unnötig aufgebläht wird. Daher sollten Sie vorher unbedingt Sicherheitskopien angefertigen.

Einen HTML-Editor möchte ich hier aber doch ausdrücklich empfehlen. Mit Ulli Meybohms HTML-Editor Phase 5 für Windows 95/98/NT könnte ich mich nämlich schon anfreunden. Was für eine Fülle von Funktionen. Und die vielen nützlichen Helferlein. Und dann noch Freeware, also wirklich kostenlos. Und in Deutsch. Es ist fast nicht zu glauben. Allerdings wohl eher was für den fortgeschrittenen User, der sich schon mit HTML-Quelltext auskennt.

Ein HTML-Editor wird meistens beim Internet Explorer gleich kostenlos mitgeliefert (eventuell nachinstallieren) und das ist FRONTPAGE EXPRESS. Damit kann man vielleicht schon mal ein bißchen üben. Ab der 4er-Version ist in Netscape ein Programm zum Editieren von HTML-Dokumenten eingebaut, das sich COMPOSER nennt.

Auch WORD und sogar EXCEL und ACCESS bieten die Möglickeit, vorhandene Dokumente als HTML-Dateien abzuspeichern. Das funktioniert manchmal sogar erstaunlich gut. Aber den Quellcode sollte man sich lieber nicht ansehen. Dieser ist unnötig aufgebläht, mit Fehlern durchsetzt und für einen HTML-Puristen ein Objekt, daß er zutiefst verachtet. Aber es geht damit u.U. zigmal schneller und einfacher. Auch ich greife manchmal bei der Programmierung von umfangreicheren Tabellen darauf zurück. Und um hier nicht nur Microsoft-Produkte anzupreisen, weise ich ausdrücklich darauf hin, daß auch mit STARWRITER relativ einfach Textdokumente in HTML-Dateien konvertiert werden können.

Praktisch alle HTML-Editoren verewigen sich in META-Angaben einer HTML-Datei. Natürlich dürfen diese nachträglich entfernt werden. Die Akzeptanz systemfremder Befehle übrigens dürfte sich in Grenzen halten, während die eigenen forciert benutzt werden, ohne Rücksicht auf die übrigen Browser.

 

 

Multimedia

  Sollen Grafiken entworfen oder verarbeitet werden, ist natürlich ein entsprechendes Programm vonnöten. Zu beachten ist dabei, daß die Grafiken im GIF- und JPG-Format abgespeichert werden können. Das GIF-Format eignet sich auch hervorragend für Animationen. Spezielle Programme erleichtern die Herstellung von rotierenden Logos, wandernden Texten, fliegenden Enten und explodierenden Sonnen.

Für die Bearbeitung von Tönen aller Art ist ein Soundprogramm von Nutzen, das vor allem mit WAV-, MIDI-, AIFF- und AU-Dateien umgehen kann. Das AU-Format wird von den wichtigsten Betriebssystemen „verstanden“. WAV ist allerdings bekannter und ein Microsoft-Produkt. AIFF läuft vor allem auf Apple-Plattformen.

 

 

Hilfsprogramme

  Um die erstellten Dateien auch ins WWW hochladen zu können, bedarf es eines FTP-Programms. Meistens wird das entsprechende Programm von dem Webspace-Anbieter zum kostenlosen Download angeboten. Damit verwaltet man -durch ein Paßwort geschützt- seine Dateien auf dem fremden Server. Das geht übrigens unerwartet einfach, wie Sie später noch sehen werden.

Daneben gibt es noch eine ganze Reihe von kleinen Hilfsprogrammen, die oft nur für spezielle Aufgaben eingesetzt werden: Sonderzeichen-Umwandler, Linkprüfer, Seitenoptimierer, Quellcode-Checker, RGB-Tools, Text- oder Dateinamenersetzer usw. Bevor Sie jetzt wilde Download-Orgien starten, durchforsten Sie doch erst einmal aktuelle Computerzeitschriften mit beigelegten CD-ROMs. Dann können Sie in Ruhe aussuchen und testen.

Und schauen Sie zusätzlich in meine Themenbereiche Tools und Links. Da werden Sie vielleicht auch fündig. Beide Bereiche können ebenfalls heruntergeladen werden.

Zur Software gehören in gewisser Weise auch gedruckte Informationen. Bei Büchern sollten unbedingt Werke bevorzugt werden, die zusätzlich zum Text mit den Anweisungen gleich noch das entsprechende Ergebnis in Form eines Bildschirmfotos abdrucken. Das erleichtert das Lernen doch ganz erheblich.

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