Neue EU-Verbraucherrechterichtlinie Teil2: Das ändert sich bei Informationspflichten

06.06.2014

Shopbetreiber aufgepasst - am 13. Juni 2014 tritt die neue Verbraucherrechterichtlinie in Deutschland in Kraft. Dabei ändern sich nicht nur, wie bereits bekannt, das Widerrufsrecht, sondern auch die Informationspflichten. Im Teil 1 erläutern wir Fragen zum Thema Verbraucherinformation.

Die Verbraucherrechterichtlinie 2011/83/EU der Europäischen Union harmonisiert EU-weit die Rechte und Pflichten von Shopbetreibern und Onlinekäufern. Das geht weit über das Thema Widerruf und Retouren hinaus. Neue Informationspflichten sollen sicherstellen, dass Kunden von unangenehmen Überraschungen verschont bleiben.

Was ändert sich in Bezug auf die Informationspflicht?

Insgesamt 16 Punkte müssen Online-Händler gemäß Art. 246a § 1 EGBGB bei der Information von Verbrauchern zukünftig beachten. Das betrifft unter anderem Kontaktdaten und Adressen des Händlers für den Widerruf, die Gesamtkosten inkl. Versandkosten und eventuell anfallender Zusatzkosten, Zahlungs- und Lieferbedingungen sowie Termine, Mindestdauer bei Abos oder Einschränkungen der Nutzung zum Beispiel bei digitalen Gütern. Eine ausführliche Zusammenfassung liefert das Magazin eStrategy.

Dürfen dem Kunden Zusatzkosten für bestimmte Zahlungsoptionen berechnet werden?

Grundsätzlich ja – allerdings dürfen dem Kunden nur die tatsächlich anfallenden Kosten des Online-Händlers berechnet werden. Neu ist, dass dem Kunden mit Inkrafttreten der Verbraucherrechterichtlinie wenigstens eine gängige und zumutbare Zahlungsoption kostenfrei, sprich ohne Zusatzkosten, zur Verfügung stehen muss.

Informationspflichten: Das ändert sich durch die neue Verbraucherrechterichtlinie

Abb. Mehr Informationspflichten durch die neue Verbraucherrechterichtlinie

Wie müssen optionale Zusatzleistungen angeboten werden?

Optionale Zusatzleistungen, wie Rücktrittsversicherungen oder Garantieverlängerungen, müssen vom Kunden aktiv bestellt werden. Bereits angekreuzte Checkboxen, die der Kunde aktiv abwählen musste, sind nicht mehr unzulässig.

Dürfen weiterhin gebührenpflichtige Hotlines verwendet werden?

Für Service-Hotlines, an die sich der Kunde mit Fragen zum Vertrag an den Händler wenden kann, dürfen keine zusätzlichen Gebühren (z.B. über 0180-er Nummern) erhoben werden. Die Kosten für derartige Anrufe dürfen den Grundtarif nicht übersteigen. Sonstige telefonische Services etwa zu Produktinformationen können allerdings gebührenpflichtig bleiben.

Bis wann muss ich die Neuregelungen zum Thema Verbraucherinformation umsetzen?

Ab 13. Juni Punkt 0.00 Uhr hat die neue Verbraucherrechterichtlinie Gesetzeskraft. Bis dahin sollten alle Änderungen vorgenommen sein. Ansonsten besteht die Gefahr, abgemahnt zu werden.

Weitere Lesetipp:

Golem.de

haendlerbund.de

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