Paid Content boomt: 2014 rund 7 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland

14.01.2014

Paid Content, bezahlte Inhalte aus dem Web, sind auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Lange Zeit galten sie als nicht durchsetzbar. Laut einer Studie werden in Deutschland 2014 rund 7 Milliarden Euro mit Paid Content umgesetzt werden.

2016 bis zu 9 Milliarden Umsatz mit Paid Content

2013 wurden in Deutschland 5,94 Milliarden Euro mit Paid Content umgesetzt. 2014 werden in Deutschland mit bezahlten Online-Inhalten voraussichtlich 6,8 Milliarden Euro umgesetzt. Im Jahr 2016 sollen es bereits 9,08 Milliarden Euro sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. sowie der Unternehmensberatung Arthur D. Little.

Harald A. Summa, Geschäftsführer von eco, sieht in dieser Entwicklung die Früchte langer Entwicklungsarbeit: „Das Internet ist so vollkommen und so nahtlos in unseren Alltag integriert, dass der Kauf digitaler Inhalte einfacher ist als klassisches Einkaufen im Laden. Damit steht das Modell Paid Content vor dem Durchbruch.“

Entwicklung des Umsatzes bei Paid Content 2009 - 2016

Abb.: Der Umsatz mit Paid Content wird in Deutschland auf 9 Milliarden Euro steigen.

Paid Content vor allem im Bereich Glücksspiel relevant

Das Bild dahinter ist allerdings differenziert zu betrachten. 73 Prozent der Umsätze mit Paid Content werden 2014 aus dem Bereich Gambling - also bezahlter Glücksspiele - resultieren. Der Rest verteilt sich auf die Bereiche Gaming mit Onlinespielen und Spiele-Downloads (11 Prozent), Musik (7 Prozent), Streaming von TV- und Videoangeboten (5 Prozent) sowie e-Publishing (4 Prozent). Grund für die steigende Nachfrage nach Paid Content im Bereich e-Publishing ist nach Meinung der Studien-Autoren die wachsende Verbreitung von e-Readern und Tablets.

Steigende Zahlungsbereitschaft auch für redaktionellen Content

Auch Anbieter von redaktionellem Content profitieren von der steigenden Zahlungsbereitschaft. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom zahlt bereits heute jeder vierte deutsche Internetnutzer für redaktionelle Inhalte aus dem Internet. Besonders zahlungsbereit ist demnach die Gruppe der 30- bis 49-jährigen. Hier liegt der Anteil bei 31 Prozent. Unter den Internetnutzern über 65 Jahre sind dagegen nur 13 Prozent bereit zu zahlen.

Laut Bitkom-Umfrage zahlen 17 Prozent der User für redaktionellen Content mittels eines Abos. Dafür geben sie im Schnitt 13,60 Euro im Monat aus. „Die so genannte Kostenloskultur im Internet ist weniger stark ausgeprägt als immer wieder angenommen wird“, vermutet Achim Berg, Vizepräsident von Bitkom. „Viele Verbraucher sind bereit, auch für interessante redaktionelle Inhalte im Web zu bezahlen, wenn sie einen angemessenen Preis haben und sich bequem abrechnen lassen.“

Markt für kostenpflichten journalistischen Content wächst

Nach Einschätzung von Bitkom haben Bezahlmodelle für redaktionelle Inhalte ihr Potenzial aktuell noch nicht erschöpft. 31 Prozent der Befragten, die bislang nichts bezahlen, können sich offenbar grundsätzlich vorstellen, künftig für Content zu bezahlen. 8 Prozent sind noch unentschlossen.

Der wichtigste Ablehnungsgrund für Paid Content von Zeitungen, Zeitschriften oder anderen News-Dienstleistern sind ausreichend kostenfreie journalistische Inhalte im Intern (65 Prozent). Für 44 Prozent rechtfertigt die Qualität der Beiträge keine Bezahlung. Weitere Gründe für die Ablehnung sind der Preis (34 Prozent) sowie der Aufwand (32 Prozent).

Weitere Informationen:

Die eco-Studie im Original nachlesen

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