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Arne Chananewitz

Arne Chananewitz

Head of Search Engine
Optimization (SEO) Braunschweig
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    IP Adresse

    Stand: 16.08.2022

    Eine IP-Adresse ist wie eine postalische Anschrift – sie muss übereinstimmen, damit jegliche Daten von einem zum anderen Computer gesendet werden können und auch ankommen. Jedes Gerät hat eine eigene – individuelle – IP-Adresse, die beim Transfer zugeordnet werden kann. Sie besteht aus kryptischen Zahlen und dient der grundlegenden Kommunikation von Computern untereinander.

    Der Aufbau erfolgt immer auf die gleiche Weise – unabhängig davon, ob es sich um Desktop-Computer, Laptops oder Smartphones handelt.

    Definition

    Die Internet Protocol Address, kurz IP-Adresse, ist eine Adresse in einem Computernetzwerk wie beispielsweise dem Internet. Jedes Gerät in einem Netzwerk hat eine einmalige IP-Adresse, die automatisch vergeben wird und auf dem Internetprotokoll basiert. Diese einzigartige Kennung ermöglicht die richtige und zielgenaue Versendung von Datenpaketen. Die IP-Adresse kann dabei einem einzelnen Empfänger oder einer Gruppe von Empfängern – dem Broadcast – zugeordnet werden. Umgekehrt können aber auch mehrere IP-Adressen auf einen einzelnen Empfänger verweisen.

    Aufbau der IP-Adresse

    Die heutzutage verwendete häufigste Form der IP-Adresse ist die IPv4-Adresse. Dies ist ein 32-Bit-Code, bestehend aus vier Zahlen, die jeweils einen Wert von 0 bis 255 annehmen können und mit einem Punkt voneinander getrennt werden.

    Aufbau einer IP-Adresse

    Aufbau einer IP-Adresse

    Eine IP-Adresse besteht aus zwei Teilen: einer Netzwerkadresse und einer Geräteadresse – der Hostadresse. Die Netzwerkadresse ist bei allen Geräten in einem Subnetzwerk identisch und wird vom Host im Rahmen des Routings abgerufen, um Datenpakete vom Sender an den richtigen Empfänger zu verschicken. Insgesamt gibt es über zwei Millionen Netzwerke und 254 Hosts pro Netzwerk. Die Geräteadresse wird vom Router erfasst, in dessen Netzwerk sich das Gerät befindet. In jedem Netzwerk können IP-Adressen von 192.0.1.1 bis 223.255.254.254 verteilt werden.

    Um noch mehr Geräten den Zugang zum Internet zu ermöglichen, können IP-Adressen auch als IPv6-Adressen vergeben werden. Diese bezeichnen eine 128-Bit-Adresse. Durch die Erweiterung stehen dann praktisch unbegrenzt viele IP-Adressen zur Verfügung.

    Arten von IP-Adressen

    In der Regel werden zwei Arten von IP-Adressen unterschieden: statische und dynamische IP-Adressen. Anders als die statische IP ist die dynamische IP nicht fest vergeben, sondern zeichnet sich dadurch aus, dass einem Gerät während der Verbindung zum Internet unterschiedliche IP-Adressen zugeteilt werden. Anbieter wie T-Mobile, Alice und 1und1 arbeiten mit dynamischen IP-Adressen. Verbindet sich ein Gerät mit dem Internet, wird ihm eine freie IP zugewiesen. Löst es die Verbindung auf, wird die Kennung wieder gelöscht.

    Statische IP-Adressen werden in der Regel von Servern oder Anlagen verwendet, dynamische IP-Adressen sind im Alltag üblich.

    Vorteile statische IP

    • höhere Sicherheit im Netz
    • automatische Konfiguration nach Verfügbarkeit
    • unbegrenzte Anzahl zur Nutzung

    Vorteile dynamische IP

    • zuverlässigere Dienste wie Kommunikation oder Geolokalisierung
    • geeignet zum Serverhosting
    • schnellere Einrichtung

    Darüber hinaus werden die IP-Adressen auch hinsichtlich der Protokolle unterschieden. Mit der Nutzung von Breitbandinternet und der damit verbundenen Möglichkeit, viele Geräte in einem Netzwerk zu verbinden, entstanden die IPv6-Adressen mit 128 Bit. Sie bieten eine bessere Funktionsweise. Je mehr Geräte in einem Netzwerk arbeiten, desto stärker kann sich die Gesamtbandbreite allerdings verringern.

    Merkmale

    IPv4

    IPv6

     

     

     

    verfügbare Adressen

    4,3 Milliarden

    7,9×1028

    Konfiguration

    manuell

    automatisch

    Schreibweise

    numerische Dezimalschreibweise mit Trennung durch Punkt

    alphanumerische Hexadezimalschreibweise mit Trennung durch Doppelpunkt

    Sicherheit

    Anbieter müssen eigenständig das IPSec umsetzen

    integrierte IP-Security mit End-to-End-Verschlüsselung

    Geschwindigkeit

    genauso schnell wie IPv6

    genauso schnell wie IPv4

    Besonderheiten

    für große Server geeignet

    mit Eigentumsnachweis

     

    Ermittlung der IP-Adresse

    Mithilfe der IP-Adresse kann der Standort eines Gerätes und dementsprechend eines Internetnutzers ermittelt werden. Diese Ortung orientiert sich an den Internet-Einwahlknoten. Die eigene IP-Adresse kann dabei über die Systemeinstellungen oder mithilfe unterschiedlicher Tools abgerufen werden.

    In Hinblick auf den Datenschutz und auf das anonyme Surfen im Internet spielt die IP-Adresse eine wichtige Rolle. Nutzer, die im Internet anonym bleiben wollen, können auf entsprechende Tools zurückgreifen. Darüber hinaus sind Internet-Provider gesetzlich dazu verpflichtet, alle gesammelten Daten nach Beendigung der Sitzung zu vernichten. Auch im Rahmen einer Kundenbeziehung muss die IP-Adresse spätestens nach sieben Tagen gelöscht werden.

    Tools zur Ermittlung der IP-Adresse

    Neben der Möglichkeit, die IP-Adresse in den Einstellungen des eigenen Computers oder Smartphones zu ermitteln, besteht auch die Option, von einem Drittrechner aus eine fremde IP-Adresse zu recherchieren. Dazu stehen Tools zur Auswahl.

    • IP-Adress-Manager: umfangreiches Hilfsmittel für Minimallösungen bis hin zur DNS-Suchfunktion
    • IP-Adress-Tracker: Ermitteln der IP-Adressen der eigenen Geräte
    • IP-Adress-Scanner: Recherchieren von IP-Adressen in einem Subnetzwerk
    • SolarWinds IP: komplexes Tool für große Unternehmen zur Verwaltung
    • Angry IP Scanner: plattformübergreifendes Werkzeug für individuellen Scan
    • Advanced IP Scanner: speziell für Windows konzipierte Suche in einem festgelegten Bereich
    • de: Online-Tool für die eigene IP-Adresse
    • NordVPN: Informations-Abfrage zu einer bereits bekannten IP-Adresse
    • de: Anzeige der eigenen IP-Adresse

    Kurzanleitung: IP-Adresse ermitteln

    Um eine eigene oder fremde IP-Adresse herauszufinden, gibt es unterschiedliche Wege. Die eigene Zahlenkombination kann über die Systemherstellungen ermittelt werden, für eine fremde IP wird oftmals ein Tool notwendig. Für die unterschiedlichen Betriebssysteme auf den Smartphones gelten verschiedene Schritte, um die zugewiesene IP-Adresse zu erkennen.

    Android

    • Kontakt zum Netzwerk herstellen
    • Einstellungen öffnen
    • Menüpunkt „Über das Telefon“ anwählen
    • auf „Status“ klicken
    • Anzeige der IP-Adresse erfolgt

    iOS

    • Sicherstellung der Netzwerkkonnektivität
    • Einstellungen öffnen
    • Im WLAN-Menü das i-Symbol anklicken
    • IP-Adresse wird angezeigt

    Bedeutung für die SEO

    Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung spielen IP-Adressen im Rahmen des Linkbuilding eine Rolle. Eine natürlich gewachsene Backlinkstruktur mit einer Vielzahl an Verlinkungen auf unterschiedliche Websites gilt als Zielstellung. Die verlinkenden Websites werden von verschiedenen Personen und Unternehmen betrieben, denen auch jeweils unterschiedliche IP-Adressen aus einer Vielzahl an Subnetzwerken zugeordnet werden. In der Regel ist es problemlos, wenn sich mehrere Seiten eine IP-Adresse teilen. Allerdings wird es schwierig, wenn die Inhalte dabei identisch sind. Häufig bewertet Google die Webauftritte dann als Doorway Pages, die ausschließlich der Usergenerierung dienlich sind und keinen Content produzieren.

    Im Rahmen der Black Hat SEO greifen Webseitenbetreiber auf unlautere Praktiken wie unnatürliches Linkbuilding zurück, um ihre Platzierung innerhalb der organischen Suchtreffer kurzfristig zu verbessern. Die Backlinks werden hier oftmals im selben IP-Bereich generiert, indem eine Person mehrere Websites bei einem Host anmeldet.

    Um in der Suchmaschinenoptimierung auf Nummer sicher zu gehen, sind dedizierte IP-Adressen die bessere Wahl. Eine Adresse wird ausschließlich von einer Domain verwendet. Bei geteilten IP-Adressen ist seitens der Webseitenbetreiber auf die Einzigartigkeit der Inhalte zu achten.

    Über den Autor
    Arne Chananewitz
    Arne Chananewitz ist Head of SEO der Löwenstark Online-Marketing GmbH. Als gelernter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung schlägt sein Herz für Blogs, SEO, Games und Hardware.

     

    Kann man die IP Adresse zurückverfolgen?

    Es ist möglich, die IP-Adresse eines Computers zurückzuverfolgen, aber je nach verwendeter Anonymisierungssoftware kann dies schwierig sein. Wenn Sie versuchen, eine IP-Adresse aus persönlichen Gründen zu ermitteln (z. B. bei belästigenden E-Mails), kann Ihnen die Polizei weiterhelfen. Wenn Sie jedoch versuchen, eine IP-Adresse aus rechtlichen Gründen (z. B. Diebstahl von geistigem Eigentum) aufzuspüren, wird es schwieriger, da Sie einen Durchsuchungsbefehl benötigen.

    Was macht die IP Adresse?

    Die IP-Adresse ist die eindeutige Kennung für ein Gerät in einem Netzwerk. Sie teilt anderen Geräten mit, wo dieses Gerät zu finden ist und wie sie mit ihm kommunizieren können. Jedes Gerät in einem Netzwerk hat eine eindeutige IP-Adresse.

    IP-Adressen werden in der Regel von einem Netzwerkadministrator oder von Ihrem ISP (Internet Service Provider) zugewiesen. Ihre IP-Adresse kann sich ändern, je nachdem, mit welchem Netzwerk Sie verbunden sind. Wenn Sie eine Verbindung zu einem neuen WiFi-Netzwerk herstellen, wird Ihnen normalerweise eine neue IP-Adresse zugewiesen.

    Welche Arten von IP Adressen gibt es?

    Es gibt verschiedene Arten von IP-Adressen, die gängigsten sind IPv4 und IPv6. IPv4-Adressen bestehen aus vier Oktetten oder acht binären Ziffern. Das bedeutet, dass es im IPv4-Adressraum insgesamt 2^32 oder 4.294.967.296 eindeutige IP-Adressen gibt. Das mag viel erscheinen, aber mit dem explosiven Wachstum des Internets und der steigenden Anzahl von Geräten, die daran angeschlossen werden müssen, gehen uns langsam die verfügbaren IPv4-Adressen aus.
    Um dieses Problem zu bekämpfen, wurde eine neue Version des IP-Adressstandards entwickelt – IPv6. Eine Internet-Protokoll-Adresse (IP-Adresse) ist eine numerische Kennzeichnung, die jedem Gerät zugewiesen wird, das an ein Computernetz angeschlossen ist, das das Internet-Protokoll zur Kommunikation verwendet.
    Eine IP-Adresse hat zwei Hauptfunktionen: Identifizierung des Hosts oder der Netzwerkschnittstelle und Adressierung des Standorts. IP-Adressen werden in menschenlesbaren Bezeichnungen geschrieben und angezeigt, z. B. 172.16.254.1 in IPv4 und 2001:db8:0:1234:0:567:8:1 in IPv6.

    Welche IP Adressen dürfen nicht verwendet werden?

    Es gibt ein paar IP-Adressen, die nicht verwendet werden dürfen. Diese sind in der Regel für besondere Zwecke reserviert, z. B. für Multicast- oder Broadcast-Verkehr. Zu den am häufigsten gesperrten IP-Adressen gehören:
    • 224.0.0.0 – 239.255.255.255 (Klasse D)
    • 10.0.0.0 – 10.255.255.255 (Klasse A)
    • 172.16.0.0 – 172.31.255.* (Klasse B)
    • 192.*.*.* (Reserviert für private Nutzung)

    Wie kommt man an die IP Adresse?

    Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine IP-Adresse zu erhalten. Am einfachsten ist es, sich an Ihren Internetdienstanbieter (ISP) zu wenden. Er wird Ihnen eine eindeutige IP-Adresse zuweisen. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung eines webbasierten IP-Prüfprogramms. Geben Sie einfach Ihren Namen und den gewünschten Standort ein, und das Tool zeigt Ihnen Ihre öffentliche IP-Adresse an. Schließlich können Sie auch die Windows-Eingabeaufforderung oder das Mac-Terminal verwenden, um die IP-Adresse Ihres Computers zu ermitteln: Geben Sie einfach „ipconfig“ ein und drücken Sie die Eingabetaste. Die IP-Adresse Ihres Computers wird unter dem Abschnitt „IPv4-Adresse“ aufgeführt.

     

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