13 Suchmaschinen [Nicht GOOGLE] - was können sie besser?

Und am Anfang war – nicht Google. Man mag es kaum glauben, doch die allererste Suchmaschine überhaupt war nicht Google, sondern „Archie“. Diese Suchmaschine, 1990 an der McGill University in Montreal geboren, konnte als FTP-Suchmaschine jedoch lediglich Dateien und Ordner durchsuchen. Deshalb verlor sie schnell an Bedeutung, obwohl sie eine ganze Weile die am meisten verwendete Suchmaschine war.

Im Jahr 1993 wurde das WWW zur kostenlosen Verwendung freigegeben, damit schlug auch die Geburtsstunde der Internet-Suchmaschine. Auch hier nicht Google, sondern ein Suchbot namens „The Wanderer“, entwickelt am MIT. Zwischen 1994 und 1997 begann der Boom unzähliger weiterer Internet-Suchmaschinen, Crawler und Spider. Zu nennen ist hier unter anderem Yahoo!, ein Suchdienst, der bis heute überdauert hat. Google, mittlerweile weltweit der Platzhirsch unter den Suchmaschinen, ging tatsächlich erst 1997 an den Start. Das Jahr 1995 gab den Startschuss für die ersten kommerziellen Suchmaschinen, die erstmals auch nicht von Universitäten, sondern von Firmen entwickelt wurden, wie beispielsweise AltaVista, Architext oder Infoseek.

Mit Google kam dann Geschwindigkeit in die Infosuche im WWW. Dies und die übersichtliche Such- und Ergebnisoberfläche verhalfen Google zu dem bis heute andauernden Erfolg des Unternehmens. Doch tatsächlich gibt es auch aktuell zahlreiche Suchmaschinen neben Google – und einige von ihnen besetzen wichtige Nischenplätze. Erfolgreiche Google-Alternativen mit einer nicht zu unterschätzenden Anzahl an Nutzern finden sich vor allem in Ländern wie Russland oder China. Während Google auf vier Kontinenten ganz klar in Führung liegt, sieht es im asiatischen Raum anders aus, da hier teilweise die landeseigenen Suchdienste bevorzugt werden.

Alternative Suchdienste

Die Liste an Google-Konkurrenten ist lang, manche sind mehr oder weniger erfolgreich und verbreitet. Die folgende Suchmaschinen-Liste stellt nennenswerte Alternativen vor, die einen Blick wert sind. Die Top 5 weltweit sind in folgender Tabelle dargestellt:

SuchmaschineMarktanteil (%) weltweit
Google92,19
Bing2,61
Yahoo!1,85
Baidu1,21
Yandex0,55
DuckDuckGo0,54

Quelle: Stand Juli 2019 – https://gs.statcounter.com/search-engine-market-share

Ein genauerer Blick auf die Alternativen zum Platzhirsch Google

Im Detail unterscheiden sich die Alternativen hinsichtlich der weltweiten beziehungsweise länderspezifischen Marktanteile, der Suchtechnologie, der Nutzung der Personendaten und weiterer Faktoren. Die oben genannten Zahlen zeigen deutlich die Macht von Google mit einem weltweiten Marktanteil von über 92 %. Bei Internetsuchanfragen von mobilen Endgeräten liegt der Anteil ebenfalls bei über 90 %. Klar ist aber auch: Es gibt sie, die Alternativen, die gemeinsam immerhin knapp 8 % ausmachen. Je nach Region und Land unterscheiden sich die prozentualen Marktanteile der alternativen Suchdienste, was teilweise mit politischen und wirtschafts-politischen Gegebenheiten zusammenhängt.

Suchmaschinen

Wir werden das Keyword „Suchmaschine“ in jeder Suchmaschine suchen. Because „SuchmaschineCEPTION“  alles klar?

SuchmaschineCEPTION

SuchmaschineCEPTION

So verschaffen wir uns einen Überblick über die Suchergebnisse und können eine kleine Einschätzung der Qualität vornehmen.

Ask

Ask Suchfeld

Gründungsjahr1996
HerkunftslandUSA
ZweckSuchindex und Webcrawler; Fokus auf Frage-und-Antwort-Service

Dieser Suchdienst wurde bereits 1996 in Berkeley, Kalifornien gegründet. Mittlerweile fungiert Ask als Frage-Antwort-Service mithilfe einer algorithmischen Suchtechnologie.

Besonders in den USA wird Ask.com verwendet, geriet jedoch zunehmend in die Kritik, da sich die Ask-Toolbar im Webbrowser nur mit viel Aufwand entfernen lässt. Der Marktanteil von Ask.com schwindet zunehmend aufgrund der doch recht aggressiven und ungefragten Einnistung der Toolbar in der Toolbarleiste des Browsers. Sowohl global (Stand 2016: nur 0,15 %) als auch in den USA (Stand 2016: 1,4 %) ist der Nutzungsanteil gering und im Vergleich zu den Vorjahren auf einem leichten, aber steten Abwärtstrend.

Mittlerweile bedient sich der Suchdienst teilweise am primären Google-Index. Das Alleinstellungsmerkmal, das Ask zunächst so interessant gemacht hat, hat sich durch die stetige Verbesserung von Google nivelliert. Die Idee war nämlich von Anfang an, dass nicht nur nach einzelnen Stichwörter gesucht werden kann, sondern Antworten auf ganze Fragen gegeben werden. Derartige Suchanfragen sind jedoch mittlerweile Standard bei vielen Suchdiensten.

SERPs:

Ask SERPs

Ask SERPs

Die Suchmaske:

  • sehr schlicht mit Logo der Firma Ask
  • Verlinkung von Big-Playern wie Google, Ebay und Co.
  • keine Login-Links oder eigene Produkt

Die Ergebnisse:

  • zu den organischen Ergebnissen gesellt sich eine Anzeige, die sehr viel Platz einnimmt (mit Sitelinks)
  • bei Google haben wir keine Anzeigen zum Keyword
  • verwandte Suchbegriffe scheinen wichtig zu sein, da Suchmaschine noch zu allgemein ist werde diese direkt als zweites angezeigt (bei Klick auf eine Alternative ist die Box verschwunden)
  • Platz 1: yahoo, Platz 2: metager = Google Ergbenisse
  • 2.890.000 Ergebnisse – weniger als Google findet

Baidu

Baidu Suchfeld

Baidu Suchfeld

Gründungsjahr2000
HerkunftslandChina
ZweckSuchindex und Webcrawler, neu: Baidu Baike, eine Wikipedia-ähnliche Enzyklopädie

Der Suchdienst Baidu wurde 2000 in Peking, China, gegründet und ging nur fünf Jahre später an die Börse. Mittlerweile gehört die Suchmaschine statistisch gesehen zu den fünf meistverwendetenallgemeinen Internetsuchmaschinen weltweit. Baidu existiert lediglich mit chinesischer Nutzeroberfläche, weshalb der Dienst im Augenblick lediglich für alle, die die chinesische Sprache beherrschen, interessant und nutzbar ist.

China gilt mit circa 1,4 Milliarden Einwohnern als bevölkerungsreichstes Land der Erde (zum Vergleich Deutschland: circa 83 Millionen). Deshalb ist der globale Marktanteil vergleichsweise hoch, obwohl Baidu lediglich in einem Land genutzt wird. Es ist nicht unbekannt, dass China das Internet zensiert und die Suchergebnisse kontrolliert, insbesondere wenn diese von außerhalb der Landesgrenzen kommen.

Das ist einer der Hauptgründe, dass Google im Land der Mitte nie wirklich Fuß fassen konnte. Baidu ist mit weitem Abstand mit über 70 % Marktanteil der Suchmaschinen-Marktführer in China.

Google dagegen mischt lediglich mit unter 2 % am chinesischen Suchdienstmarkt mit. Statista vermerkt Baidu mit einem weltweiten Nutzungsanteil von etwa 1,21 % und damit an vierter Stelle nach Google, Bing und Yahoo. Bereits erwähnt wurde die ausschließlich chinesische Nutzeroberfläche, was wohl eines der typischsten Merkmale des Suchdienstes ist.

Baidu bietet neben der reinen Internetsuchmaschine Baidu Browser weitere Dienste wie Baidu Maps, Baidu Tieba (Teilen von Erfahrungen und Wissen), Baidu News und viele andere an. Dadurch ähnelt Baidu im Prinzip Google, da über diesen Anbieter Informationen aller Art gesucht, zugänglich gemacht und geteilt werden können. Ein Abstrich muss allerdings erwähnt werden: Baidu zensiert alle Seiten, die Wörter aus der Blacklist der chinesischen Regierung enthalten. Man könnte sagen, dass Baidu in China das sein möchte, was Google in beinahe der restlichen Welt ist – eine Plattform, die alle Dienste anbietet, die ein Internetnutzer benötigt: Suchen (Bilder, Videos, Dokumente), Informieren, Teilen, Bewerten und Verbinden.

Nicht nur für Individualnutzer ist Baidu in China unverzichtbar, auch Unternehmen finden hier eine nützliche Businessplattform. Nicht umsonst wird Baidu auch als „Google Chinas“ bezeichnet. Baidu richtet sich ausschließlich an Bewohner Chinas und Personen, die die Schriftzeichen lesen können, da die Oberfläche nur auf Chinesisch existiert und es keine Spracheinstellungsmöglichkeiten gibt. Der große Suchdienst ist in China mit Abstand der Platzhirsch, was vor allem daran liegt, dass ausländische Suchmaschinen aufgrund der Zensur kaum Chancen haben, genutzt zu werden.

SERPs:

Baidu SERPs

Baidu SERPs

Die Suchmaske:

  • ähnlicher Aufbau wie Google
  • möglichkeiten zum Einloggen in die eigenen Dienste

Die Ergebnisse:

Dank Google Übersetzer konnte ich „搜索引擎“ eingeben und mir die Ergebnisseite übersetzen lassen. Mein Chinesisch ist leider etwas eingerostet. Wahrscheinlich bekommen wir mit der Suche aus DE keine zensierten Ergebnisse.

  • klare Ähnlichkeit mit Google erkennbar (Title, Meta-Beschreibung, Link)
  • Navigation unter der Suchleiste führt zu Bildern, News, Video (wie bei Google)
  • Rechts sieht man einen Knowledge-Graph
  • Baidu Platz 1 (wer hätte das erwartet) – Google wird aber auch erwähnt

Bing

bing Suchfeld

Gründungsjahr2009
HerkunftslandUSA
ZweckSuchindex und Webcrawler

Bing ist nach Google der zweitgrößte Suchbrowser weltweit. Der Suchdienst wurde 2009 unter dem Dach von Microsoft gegründet, mit dem Versprechen eine echte Konkurrenz zu Google darzustellen. Bing haftet das Image an, sich besonders an User der älteren Generation zu richten, was sich jedoch als übertriebener Mythos herausstellt. Weltweit liegt das Durchschnittsalter der User zwar bei über 35, ist jedoch weit entfernt vom vielbelächelten „Silver Surfer“-Image.

Der weltweite Marktanteil bei Desktop-Suchen von rund 2,61 % ist zwar im Vergleich zu den über 90 % von Google eine Zahl, die noch ein wenig in den Kinderschuhen steckt. Beachtet man jedoch das vergleichsweise junge Alter, mit dem sich der Dienst auf Position 2 hochgehangelt hat, lässt sich Potenzial erkennen, das sich allerdings in Zukunft noch zeigen muss. In Deutschland ist Bing mit einem Marktanteil von 3,91 %im Rennen auf Platz 2 nach, natürlich, Google.

Die Entwickler von Bing legen Wert darauf, ihre Suchmaschine nicht als klassischen Internetsuchdienst zu sehen. Vielmehr bezeichnen sie Bing als eine Entscheidungsmaschine. Hiermit soll betont werden, dass nicht nur einfach alle möglichen Ergebnisse angezeigt werden, sondern zusätzlich auch echte Entscheidungshilfen für den Nutzer. Daher auch das Motto „Bing & decide“ – also: suche und entscheide dich. Bing hat vor allem bei der Suche nach Videos und Bildern die Nase weit vorn und eignet sich hervorragend, um parallel zu Google genutzt zu werden.

SERPs:

Bing SERPs


Bing SERPs

Die Suchmaske:

  • das Hintergrundbild beim Suchfeld ist ein markanter Unterschied zu vielen Suchfeldern auf Weiß
  • unten sind aktuelle Themen aufgelistet
  • Suggested Search bildet keine Umlaute ab und scheint beim Testbegriff sehr allgemein zu sein

Die Ergebnisse:

  • Bing sagt, dass Goolge auf Platz 1 der Suchmaschinen gehört
  • keine Ads gefunden im Test
  • die Suche beinhaltet ein deutsches Wort, dennoch werden englische Meta-Descriptions ausgespielt zu deutschen Seiten (das könnte User verwirren)
  • die Menge an Ergebnissen (22.100.000) ist mit Google vergleichbar
  • neben weiteren Suchbegriffen sind keine weiteren Inhalte zu sehen
  • Videos und Bilder weit vorne (bei Google gar keine)

Fireball

fireball Suchfeld

fireball Suchfeld

Gründungsjahr1996
HerkunftslandDeutschland
ZweckSuchindex und Webcrawler

Fireball ist die erste Suchmaschine Deutschlands und wurde bereits 1996 an der TU Berlin entwickelt. Bis Mitte 2000 konnte dieser Suchdienst einen Marktanteil von 22 %im Fokusland Deutschland erzielen. Nur fünf Jahre später allerdings lag der Anteil nur noch Nullkomma-Bereich. Geschuldet ist dies vor allem dem Überlaufen von zunehmend mehr Nutzern zum Giganten Google. Auch die Übernahme durch Lycos Europetat der Suchmaschine nicht unbedingt gut, da die Weiterentwicklung des Dienstes nun keine Priorität mehr hatte.

Bis heute rangieren die Zahlen von Fireball im sehr niedrigen Bereich, auch wenn der Suchdienst seit 2016 als Fireball Labs GmbH einem neuen Eigentümer gehört. Nach der PRISM-Affäre 2013 und aufgrund der neuen Datenschutzverordnung in Deutschland sprang Fireball auf den Zug der anonymen Suche auf und wirbt sogar mit dem Firmenmotto „Deine anonyme Suche“, in der Hoffnung, vom wachsenden Datenschutzbewusstsein deutscher User zu profitieren. Es werden keinerlei Daten getrackt und gespeichert. Seit einem Relaunch 2009 legt Fireball zudem Wert auf kompromisslose Übersichtlichkeit. Deshalb wurden die Zeilenabstände, Links und Schriften in der Liste der Suchergebnisse vergrößert.

Auch die Seite ist abgesehen von den Suchergebnissen sehr minimalistisch und sauber gehalten. Es wird seit der Kündigung der Kooperation mit Google ein eigener Suchindexverwendet. Für Long-Tail-Suchbegriffe wird auf Yahoo zurückgegriffen.

SERPs:

fireball SERPs

fireball SERPs

Die Suchmaske:

  • Wirbt mit der anonymen Suche
  • Link zum Blog recht präsent, ansonsten wenig Ablenkung vom Suchfeld

Die Ergebnisse:

  • Werbunganzeigen werden geschaltet (laut einem Kommentar vom 03.04.2018 kommen diese von Google und einem anderen Anbieter), bei meiner Anfrage sind die Ads nicht vertrauenerweckend, bei anderen finde ich normale Shops und Angebote
  • Feature: Ein Haken zeigt an, welche Seiten schon besucht wurden
  • Metager und Yahoo! sind hier vorne, typische Listen sorgen für eine Variant der Ergebnisse
  • Das Keyword wird mehr als einmal markiert in der Beschreibung

Lycos

lycos Suchfeld

lycos Suchfeld

Gründungsjahr1995
HerkunftslandUSA
ZweckSuchindex und Webcrawler

Lycos, die Suchmaschine mit dem Hund als Markenzeichen, ist wohl den meisten ein Begriff, denn dieser Suchdienst gehört zum alten Eisen der Suchmaschinen und wurde bereits 1995 und damit vor Google online geschaltet. Bis 2004 hielt der Hype von Lycos an, bis die Dotcom-Blase platzte und der Dienst mit viel Verlust an einen südkoreanischen und 2010 dann an einen indischen Konzern in Hyderabad überging.

Die Lycos Inc. mischt mittlerweile bei anderen Webhosting-Seiten sowie Blogging-Diensten wie Angelfire oder Tripod mit. Neben der reinen Websuche bietet die Lycos Inc. außerdem auch einen eigenen Mail-, Wetter- und Chatdienst an. Auch wenn die Zeit als Suchmaschine für Lycos eher vorbei ist, legt die Firma als Dachunternehmen für viele Tochterfirmen im Bereich Shop und Dienstleister zumindest in den Vereinigten Staaten kräftig zu. In Europa allerdings verschwindet Lycos auf leisen Sohlen.

SERPs:

Lycos SERPs

Lycos SERPs

Die Suchmaske:

  • das Hintergrundbild ist als Slider umgesetzt
  • Dienste werden verlinkt
  • der Text „Geben Sie einen Suchbegriff ein…“ ist vorgefüllt (bei anderen Suchmaschinen meist leer)

Die Ergebnisse:

  • die ersten 5! Ergebnisse sind Ads, wobei 2 sogar ein Favicon integriert haben
  • Platz 1 ist Yahoo! und metager dahinter (Ergebnisse ähnlich zu Google)
  • Bilder, Videos und andere Suchdienste finden wir bei Lycos nicht
  • Link werden in einem neuen Fenster geöffnet

Naver

naver Suchfeld

naver Suchfeld

Gründungsjahr1999
HerkunftslandSüdkorea
ZweckSuchindex und Webcrawler

Wer noch nie von diesem Suchdienst gehört hat, sollte aufmerken, denn immerhin rangiert Naver beziehungsweise die NHN Corporation, in die das Webportal integriert ist, im Ranking der meistverwendeten Suchmaschinen recht weit vorne. In Südkorea, dem Fokusland des Dienstes, hat Naver Google weit überholt. Mit nur 2,06 % Marktanteil unterliegt Google Naver (76,69 %) und Daum (19,89) in Südkorea deutlich und spielt nicht wirklich eine Rolle in dem Land.

Warum aber Naver es auch weltweit unter die Top 10 geschafft hat, liegt vor allem an der hohen Einwohnerzahl Südkoreas sowie an der Internetaffinität von über 70 % der Bevölkerung. Der Durchbruch Navers hing vor allem mit der Einführung von Jishik-iN (Knowledge-iN) zusammen, quasi einer digitalen koreanischsprachigen Auskunft mit dem Novum des freien Austausches, Antwort-Bewertung und der zeitnahen Integration der Antworten in die Suchmaschine Naver. Dadurch hatte Google bislang keine Chance, mehr Anteile auf dem südkoreanischen Markt zu gewinnen.

SERPs:

Naver SERPs

Naver SERPs

Die Suchmaske:

  • sieht aus wie eine „normale“ Startseite einer Homepage, Elemente der Suche ganz oben, aber nicht besonders schlicht insgesamt
  • die Naver-Startseite ist auf „index, nofollow“ gestellt
  • ein virtuelles Keyboard für die Eingabe der koreanischen Zeichen ist vorhanden

Die Ergebnisse: Was heißt Suchmaschine nochmal auf koreanisch? Achso… 검색 엔진 – klar.

  • 10! Anzeigen verdecken im Desktop den gesamten sichtbaren Bereich
  • das Gegenstück zu Wikipedia „Namu Wiki“ steht mit dem Beitrag über Suchmaschinen auf Platz 1 – das Nachschlagewerk halt
  • Bing und Google Korea folgen
  • die weiteren Ergebnisse sind kategorisiert in Wissen, Post, nochmal Anzeigen, Bild, Blog und Video
  • es lassen sich sogar deutsche Begriffe eingeben, aber nur eine Handvoll Seiten finden

Search

search Suchfeld

search Suchfeld

Gründungsjahr1995
HerkunftslandSchweiz
ZweckSuchindex und Webcrawler

Außerhalb der Schweiz ist der Suchdienst eher unbekannt. Die 1995 entwickelte Suchmaschine spuckt vor allem Suchergebnisse und Informationen aus, die die Schweiz betreffen. Betrieben wird die Seite von localsearch und gehört damit zur Swisscom Directories AG. Die Entwickler haben nicht die Absicht, Global Player zu werden und wollen lieber ihr eigenes Süppchen kochen und in der Schweiz mittel- bis langfristig wettbewerbsfähig mit den großen Suchmaschinen wie Google, Yahoo und Bing werden. Darüber hinaus ist die Idee, auch den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram Konkurrenz zu machen.

Die Fusion mit dem erfolgreichen Dienst local.ch im Jahr 2015 soll dies ermöglichen. Zum Angebot von Search.ch zählen neben der klassischen Suche auch ein Telefonbuch, Wettervorhersagen, Landkarten, Fahrpläne des Öffentlichen Personennahverkehrs und eine Programmübersicht für Kino und TV. Der Datenschutz unterliegt den Schweizer Regelungen.

SERPs:

Serarch SERPs

Serarch SERPs

Die Suchmaske:

  • die Dienste wie Telefonbuch und Wetter sind prominenter als die Suchleiste
  • keine Suggested Search

Die Ergebnisse:

  • die Websuche ist nicht im sichtbaren Bereich; Platz 1 ist ein Beitrag von Wikipedia und dann Google.ch
  • das Anzeigefeld ist riesig – 250px hoch (wird aber teilweise nicht ganz ausgefüllt); die Anzeigen lassen sich wegklicken
  • vor der Websuche kommen die Ergebnisse aus dem Telefonbuch

Yandex

yandex Suchfeld

yandex Suchfeld

Gründungsjahr1995
HerkunftslandAmsterdam / Moskau
ZweckSuchindex und Webcrawler

Der Name Yandex ist nichts anderes als das transliterierte russische Wort für Sprach-Index. Das Unternehmen wurde 1995 gegründet. Sitz ist Amsterdam, während die Hauptzentrale von Moskau aus operiert. Mittlerweile hat sich Yandex den fünften Platz der weltweiten Marktanteile für Suchmaschinen erarbeitet (nach Google, Yahoo, Bing und Baidu). Besonders in Russland ist der Suchdienst überaus beliebt und verbannt mit knapp unter 53 % sogar Google auf den zweiten Platz , das dort lediglich 43,82 % Marktanteile hält.

2015 ging Yandex dazu über, Backlinks als Rankingkriterium in die Algorithmen mit aufzunehmen. Yandex hat sich über die Jahre hinweg zu einem Multi-Portal entwickelt, dessen wichtigster Dienst jedoch die russischsprachige Suchmaschine bleibt. Über 30 Dienstleistungen von Nachrichten, über Spiele und Kartendienst, bis zu Wörterbuch, Musik-Streaming, Blogservice und mehr umfasst das Unternehmen. Selbst ein eigenes Analyse-Tool, Yandex.Metrica, das Google Analytics ähnelt, ist Teil von Yandex, um Nutzerverhalten aufzuzeichnen und zu sammeln. Damit ist Yandex eine Datenkralle, ähnlich wie Google. Das Yandex Webmastertool ist ein gutes Tool und bieten teilweise mehr Funktionen als Google: https://webmaster.yandex.com/welcome/

SERPs:

yandex SERPs

yandex SERPs

Die Suchmaske:

  • Suggested Search; es scheint sogar nach TOP Themen zu gehen, „Suchmaschine ohne Zensur“ ist der erste Vorschlag
  • Meldungen aus Russland, Dienste und Werbebanner lenken mehr Aufmerksamkeit auf
  • der aktuelle Standort wird ermittelt
  • Sprachsuche und virtuelles Keyboard zur Eingabe angeboten

Die Ergebnisse:

Ich habe das Keyword in deutsch und kyrillisch („поисковик“) eingegeben.

  • alle Ergebnisse werden mit Favicon dargestellt, was eine schnelle Zuordnung bekannter Domains ermöglicht
  • Ergebnisse werden in einem neuen Fenster geöffnet
  • in Deutsch sind keine Suchmaschinen unter den TOP 5, sondern Wissensbeiträge
  • bei den russischen Ergebnissen sind Bilder sehr präsent, außerdem besser mit echten Suchmaschinen (yahoo! Russland auf Platz 1)
  • es kommt ein Cookie-Hinweis

Metasuchdienste

DuckDuckGo

duckduckgo Suchfeld

duckduckgo Suchfeld

Gründungsjahr2008
HerkunftslandUSA
ZweckMetasuchmaschine / Suchmaskensammlung; Suchindex sowie Webcrawler und Metasuche

DuckDuckGo, 2008 online gegangen, ist keine klassische reine Suchmaschine, sondern eine Kombination aus Metasuchmaschine und eigenem Webcrawler, dem DuckDuckBot. Auch wenn DuckDuckGo Google bei weitem und Bing ebenfalls nicht das Wasser reichen kann: Ein klarer Aufwärtstrend des Dienstes ist erkennbar, Stand 2019 weltweit immerhin 0,54 %. Profitiert hat die Suchmaschine vor allem von der Bekanntmachung des PRISM-Überwachungsprogrammsdurch Edward Snowden, welches zur Folge hatte, dass mehr und mehr Nutzer zu alternativen Suchmaschinen wechselten.

DuckDuckGo hat es sich nämlich auf die Fahnen geschrieben, keinerlei personenbezogenen Daten zu erheben und zu speichern. Der Fokus liegt also auf dem tatsächlich besten Suchergebnis im Gegenteil zum meistgesuchten bei Google. Personalisierte Suchergebnisse gibt es bei DuckDuckGo also nicht. Neben diesem Merkmal sprechen außerdem auch aufgeräumtere SERPs sowie der Verzichtauf aggressive Werbung für diesen Suchdienst. Lediglich über den Suchergebnissen sowie rechtsseitig werden Werbeanzeigen ausgespielt. Die Suchmaschine rangiert in den Statistiken zwar noch weit unten mit lediglich 0,25 % Marktanteil in Mitteleuropa und 0,62 % in den USA. Nach der PRISM-Affäre 2013 verzeichnet DuckDuckGo eine kontinuierliche Steigerung bei der Menge der Suchanfragen.

SERPs:

duckduckgo SERPs

duckduckgo
SERPs

Die Suchmaske:

  • Fokus auf das Suchfeld
  • das USP (Privatsphäre) wird genannt
  • Suggested Search vorhanden

Die Ergebnisse:

  • jedes Ergebnis hat ein Favicon, damit können bekannte Domains schneller erkannt werden
  • Platz 1 ist Yahoo!, gefolgt von metager
  • eine Werbeanzeige wird zur T-Online-Suche geschaltet
  • es gibt eine direkte Antwort (wie Knowledge Graph) aus Wikipedia
  • Bilder, Videos, Nachrichten und Karten sind auch suchbar

Metager

metager Suchfeld

metager Suchfeld

Gründungsjahr1996
HerkunftslandDeutschland
ZweckMetasuche und eigener Index

Metager wurde 1996 in Deutschland als erste Metasuchmaschine Europas und als zweite Metasuchmaschine weltweit gegründet. Betrieben wird Metager vom Verein für freien Wissenszugang (SUMA-EV) in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover. Diese Suchmaschine speichert keinerlei Daten und anonymisiert die IP-Adressen der User. Damit richtet sich der Metasuchdienst an Personen, die Wert auf ihre Privatsphäre im WWW legen. Ähnlich wie DuckDuckGo auch ist Metager eine Hybrid-Suchmaschine, die einen eigenen Index erstellt, aber auch auf die Ergebnisse anderer Suchmaschinen wie Yahoo, Bing, Yandex oder YaCy zurückgreift.

Finanziert wird Metager über nicht-personalisierte Werbeanzeigen, aber auch über Vereinsbeiträge und Spenden – kommerzielle Zwecke werden nicht verfolgt. Die Suche ist im Vergleich zu Google etwas weniger komfortabel und auch das Design ist eher minimalistisch. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten und Sonderfeatures wie Quell-Code-Suche machen den Suchdienst allerdings interessant als Alternative zu den Datenkrallen des Internets.

Wer zudem beispielsweise gezielt nach Nachrichten oder wissenschaftlichen Einträgen suchen möchte, kann dies bei Metager tun. In den Einstellungen können dazu bestimmte Such-Indizes zu- oder weggeschaltet werden. Obwohl Metager schon von Beginn an auf Such-Anonymität setzt und damit voll im aktuellen Trend bezüglich eines strikten Datenschutzes liegt, rangiert der Marktanteil dieser Metasuchmaschine in Deutschland bei weit unter einem Prozent.

SERPs:

metager SERPs

metager
SERPs

Die Suchmaske:

  • das Plugin wird prominent unter dem Suchfeld verlinkt
  • ein Mitglieder-Key kann eingegeben werden, der werbefreies Suchen ermöglicht
  • keine Suggested Search

Die Ergebnisse:

  • etwas unübersichtlich formatiert durch die Abstände und ähnlichen Farben für Links, Title und Beschreibung
  • 2 Anzeigen werden oben gekennzeichnet dargestellt
  • die Menge an Ergebnissen ist mit Google vergleichbar
  • Platz 1 Yahoo! mit metager auf Platz 2 (endlich mal Eigenrankings)
  • es gibt 3 Links: „Öffnen“, „in neuem Tab öffnen“ und „anonym öffnen“ – Klick auf den Titel ist im neuen Tab
  • die Quelle, aus welcher Suchmaschine der Ergebnis kommt, wird jeweils dargestellt
  • teilweise wirken die Ergebnisse nicht relevant
  • mit einem Filter lassen sich die Ergebnisse einschränken

Ecosia

ecosia Suchfeld

ecosia Suchfeld (Stand 06.09.2019, wie viele Bäume sind es jetzt?)

Gründungsjahr2009
HerkunftslandDeutschland
ZweckMetasuchmaschine / Suchmaskensammlung

Die 2009 in Berlin entwickelte Suchmaschine Ecosia ist wie auch DuckDuckGo keine Suchmaschine im klassischen Sinne, sondern ein Metasuchdienst, der die Ergebnisse von anderen Suchdiensten bezieht. Im Fall von Ecosia beruhen die Suchergebnisse auf dem Dienst Bing. Ecosia ist bislang eher ein Nischenplayer im globalen Wettkampf um die Suchanfragen, die meisten User sitzen in Deutschland. Der Trend zeigt wie auch bei DuckDuckGo allerdings nach oben, da zunehmend mehr Nutzer auf den Schutz ihrer Daten und auf anonymisierte Suche Wert legen.

Vorteil dieses Suchdienstes ist der Firmenstandort in Deutschland im Gegensatz zu Google. Dadurch unterliegt das Unternehmen dem deutschen Datenschutzgesetz, welches wesentlich strikter ist als das amerikanische. Das markante Alleinstellungsmerkmal unter allen Suchdiensten ist, dass die Ecosia GmbH 80 % der Einnahmen an ausgewählte Naturschutzprojekte in Afrika, Südostasien und Südamerika spendet. Ein eigens dafür Beauftragter überprüft regelmäßig vor Ort und bei den Projektpartnern, dass die Spenden auch wirklich ankommen. Noch dazu betreibt das Unternehmen die eigenen Server mit Ökostrom der Greenpeace Energy eG. Da allerdings die Server von Bing, von denen die Suchergebnisse bezogen werden, nicht mit grüner Energie betrieben werden, zahlt Ecosia dafür entsprechende Ausgleichszahlungen an myclimate.de, die wiederum die Gelder in Naturschutzprojekte in Madagaskar investiert. Die Biodiversität des Planeten mit Klicks zu schützen, geht also mit Ecosia denkbar einfach.

SERPs:

ecosia SERPs

ecosia SERPs

Die Suchmaske:

  • Suggested Search vorhanden
  • wie viele Bäume gepflanzt wurden wird live aktualisiert
  • Chrome Plugin wird eingeblendet

Die Ergebnisse:

  • Aufbau sehr ähnlich zu Google
  • 2 Anzeigen werden dargestellt
  • metager Platz 1 und Yahoo! Platz 2
  • ein Knowledge-Graph mit Wikipedia-Inhalt wird angezeigt

Startpage

startpage Suchfeld

startpage Suchfeld

 

Gründungsjahr1998 / 2006
HerkunftslandNiederlande
ZweckMetasuche, Kooperation mit Google

Startpage ging aus der Fusion zweier Suchmaschinen des Unternehmens Surfboard Holding B.V., Ixquick und Startpage hervor.

Ixquick wurde 1998 entwickelt und ist damit die ältere Schwester von Startpage, die 2006 online ging. 2016 wurden dann beide Suchdienste zusammengelegt unter dem Namen Startpage.com.

Startpage ist ebenfalls wie DuckDuckGo eine Metasuchmaschine, die die Suchergebnisse von anderen Suchmaschinen abfragt, sammelt und im eigenen Suchindex anzeigt. Im Fall von Startpage läuft im Hintergrund Google.

Was die Verwendung von Startpage so attraktiv macht, ist, dass einerseits die gleiche Menge an Suchergebnissen wie bei Google angezeigt wird, allerdings vollständig anonymisiert. So verhindert Startpage, dass Nutzerinformationen an den amerikanischen Giganten gelangen. Die Treffer werden nach eigenen Such- und Rankingalgorithmen sortiert.

Da der Dienst keinerlei Cookies verwendet, keine IP-abhängige Filterung vornimmt und die Ergebnisse nicht personalisiert, erhielt Startpage als erster Suchdienst das Gütesiegel zum Europäischen Datenschutz – und das bereits 2008, lange vor der PRISM-Affäre, die erst den Stein des Datenschutzes international so richtig ins Rollen brachte. Besonders beliebt ist der Suchdienst natürlich in den Niederlanden, doch auch deutsche Nutzer vertrauen ihre Suchanfragen zunehmend Startpage an, mit klarem Sprung nach oben seit 2014.

SERPs:

startpage SERPs

startpage SERPs

Die Suchmaske:

  • Plugin für Google wird auf der Seite empfohlen
  • Schlicht auf die Suchmaske fokussiert

Die Ergebnisse:

  • von Google gezogen, aber nicht personalsisiert
  • Wikipedia Rich Card vorhanden
  • 3 Anzeigen

Yahoo!

yahoo! Suchfeld

yahoo! Suchfeld

Gründungsjahr1994
HerkunftslandUSA
ZweckMetasuche
Webseitehttps://de.yahoo.com/

Die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Altaba Inc. wurde 2014 im Zuge der Entwicklung des Suchportals Yahoo! von David Filo und Jerry Yang gegründet. Yahoo!, zunächst noch ein reiner Webkatalog, kooperiert seit 2009 mit dem Suchdienst Bing, auf dessen Suchergebnisse Yahoo! zurückgreift. Vorher nutzte Yahoo! als Metasuchdienst die Suchindizes von Altavista, Inktomi und auch Google.

Hintergedanke der bis heute bestehenden Kooperation mit Microsofts Bing war, die Marktmacht Googles zu schmälern, bislang mit mäßigem Erfolg. Der Marktanteil liegt weltweit bei unter 2%. Selbst in den USA, dem Heimatland von Yahoo! und Microsoft, sind es lediglich knapp über 7 % (Stand 2016). Ausgenommen Asien, wo mehr Wert auf landeseigene Suchmaschinen gelegt wird, ist Yahoo! in der restlichen Welt jedoch meist unter den Top 3 angesiedelt.

In welchem Gebiet Yahoo! mit Suchergebnissen punkten kann und die Nase weit vorne hat, ist der Bereich Finanzen. Das Thema Datenschutz wird ähnlich gehandhabt wie bei Google, da auch hier die amerikanische Gesetzgebung greift, die die Erhebung und Weitergabe von Nutzerinformationen wesentlich weniger einschränkt als es die neue Datenschutzverordnung in Europa tut.

Yahoo! bietet über eine reine Metasuche hinaus auch weitere Dienste wie Email und Terminplaner an. Auch eine Jobbörse sowie Flickr und Tumblr gehören zum Yahoo!-Universum, ganz nach der Selbstbeschreibung „Global technology company“. Im Jahr 2017 ging Yahoo! an die Dachmarke Oath (älterer Name: Verizon Media). Passend zu den stetigen Erweiterungen und Änderungen ist Yahoos Brand Identity die kontinuierliche Re-Invention.

SERPs:

yahoo! SERPs

yahoo! SERPs

Die Suchmaske:

  • Suggested Search wird unterstützt
  • die Startseite ist mit Meldungen und Diensten gefüllt
  • die Suchleiste bleibt aber immer sichtbar, wenn gescrollt wird

Die Ergebnisse:

  • 4 sehr große Anzeigen schieben die organischen Ergebnisse fast aus dem Sichtbaren Bereich (rechts nochmal 3 weitere)
  • die Texte unter den Anzeigen lassen sich klicken
  • Yahoo! packt sich selbst auf Platz 1, dann folgt ein Mix aus Listen und weiteren Suchmaschinen
  • Filteroptionen wie bei Google

Spezialsuchmaschinen

Neben den allgemeinen (Meta-)Suchmaschinen gibt es auch noch eine Reihe von Spezialsuchdiensten, die sich an konkrete Interessensgruppen und -gebiete richten. Hier werden die Ergebnisse ganz konkret gefiltert, um nur die entsprechend relevanten Ergebnisse anzuzeigen. Wer Kindern einen geschützten Rahmen für die Internetrecherche geben möchte, ist mit speziellen Kinder-Suchmaschinen gut beraten. Zu nennen sind hier FragFINN, Helles Koepfchen und Blinde Kuh. Die Algorithmen bereiten die Ergebnisse kindgerecht auf, indem alle Inhalte herausgefiltert werden, die nicht für Kinder geeignet sind. Bei den genannten Suchportalen für Kinder werden tatsächlich nur Ergebnisse angezeigt, die konkret für Kinder aufbereitet sind. Zumindest für jüngere Kinder bieten sie eine hervorragende Möglichkeit, um sie an das Thema Internet heranzuführen.

Preissuchmaschinen zeigen, selbstredend, ausschließlich Ergebnisse an von Preise der gesuchten Produkte an. Diese Suchmaschinen arbeiten mit Shops zusammen, um so einen Preisvergleich zu ermöglichen. Von den Portalen wie billigerguenstiger oder idealosollten jedoch stets mehrere gegeneinander verglichen werden. Auch ein Blick in die konkreten Shops lohnt sich. Nur so gelangt man zu den wirklich günstigsten Preisen. Einen interessanten Ansatz fahren Peer-to-Peer-Suchmaschinenwie YaCy. Zwar muss man sich bei diesem Suchdienst zunächst eine Open-Source-Software auf dem Rechner installieren, dann aber kann jeder aktive User mitentscheiden und die Suchergebnisse mit beeinflussen. Die anderen genannten Suchmaschinen sind im Gegensatz zu Peer-to-Peer-Suchportalen klassische Client-Server-Dienste. Bei YaCy ist jeder gleichermaßen Nutzer und Anbieter. Durch diesen dezentralen Ansatzgibt es keine undurchschaubaren Suchalgorithmen, die für den User entscheiden, was für ihn wichtig ist und angezeigt wird. Neben den drei genannten speziellen Suchmaschinengruppen gibt es außerdem noch semantische Suchmaschinen wie Wolfram Alpha, die direkte Antworten liefern und nicht eine Auflistung relevanter passender Websites. Wen auf die Frage „Was ist die Antwort des Lebens“ 42 ermittelt wird, kann es such nur um eine fähige Suchmaschine handeln. 😉

wolfram alpha meaing of life = 42

wolfram alpha meaing of life = 42

Mit Creative Commons, Tineye oder Findsounds lässt sich die Suche ganz konkret auf Mediendateien beschränken. Wissenschaftliche Inhalte werden bei Suchdiensten wie Worldwidescienceausgespuckt. Die Liste spezieller Suchmaschinen ist lang.

Kurz und knapp zum Schluss

Warum sind Suchmaschinen nicht mehr wegzudenken aus dem alltäglichen sowie dem beruflichen Leben?

Sie sind verdammt praktisch. Innerhalb von Sekundenbruchteilen ist das Wissen der Welt auf dem Bildschirm. Mithilfe von Crawlern werden selbstständig sämtliche zugängliche Inhalte des gesamten Word Wide Webs zusammengesammelt und in Indizes vermerkt, damit der Suchende überhaupt Zugriff erhalten kann. Der User gibt nun beispielsweise in die Google-Suchleiste einen oder mehrere Suchbegriffe ein und erhält alle Ergebnisse, die diese Wörter beinhalten und sich im Index befinden. Verschiedene Ranking-Algorithmen sortieren die Suchergebnisse, bevor sie auf dem Monitor dann angezeigt werden – personalisiert geordnet in einer Ergebnisliste wie bei Google durch das Arbeiten mit Nutzerinformationen oder wie bei DuckDuckGo ohne Filter-Blase, wodurch jedem Nutzer die exakt gleichen Ergebnisse ausgespuckt werden.

Die Zukunft der Suchmaschinen

Gerade in der westlichen Welt wird Google wohl auch weiterhin für eine ganze Weile die Suchmaschine Nummer 1 bleiben. Der Dienst ist erfolgreich und gewinnbringend, sowohl für User als auch das Unternehmen selbst. Da gerade jedoch Google als Datenkralle bekannt ist, lohnt sich der Umstieg auf einen anderen Suchdienst wie DuckDuckGo oder Ecosia für alle, denen diekomplette Such-Anonymität wichtig ist. Die Ergebnisse waren in den Stichproben immer recht ähnlich und ein paar Anzeigen (z. B. mit Favicon) besser lesbar. Im Laufe der letzten Jahre wurde das Thema Datenschutz immer wichtiger, weshalb die Datenschutzregelungen insbesondere in Europa immer weiter verfeinert werden, um den Usern größtmöglichen Schutz vor der unrechtmäßigen Verwendung von Nutzerinformationen zu geben.

Über den Autor

Arne Chananewitz
Arne Chananewitz

Arne Chananewitz ist Head of SEO der Löwenstark Online-Marketing GmbH. Als gelernter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung schlägt sein Herz für Blogs, SEO, Games und Hardware.

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