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Steffen Pfeiffer

Steffen Pfeiffer

Senior SEO Manager, SEO Scientist

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    Black Hat SEO

    Stand: 29.11.2022

    Regelmäßig nimmt Google Anpassungen an seinen Algorithmen vor. Die mögliche Folge: Webseiten, die am Vortag noch ein gutes Ranking hatten, sind plötzlich weiter unten auf der Suchergebnisseite (SERP) zu finden. Bei dem Versuch, wieder mehr Aufmerksamkeit vom Algorithmus zu erhalten, kann es reizvoll sein, sich mit Black Hat SEO zu befassen. Jedoch ist die Verwendung der dahinter liegenden Methoden nicht ohne Risiko.

     

    Definition von Black Hat SEO

    Black Hat SEO ist eine Form der Suchmaschinenoptimierung. Hierbei wird bewusst versucht, die von Google gesetzten Richtlinien zu umgehen. Dafür werden unter anderem unterschiedliche Spam-Praktiken, das Manipulieren der Linkpopularität mithilfe von Linkfarmen oder Hidden Text verwendet. Ziel ist es, ein besseres Ergebnis innerhalb der organischen Suche zu erreichen. Suchmaschinen sind inzwischen in der Lage, diese Täuschungsversuche zu erkennen und lassen sie in ihr Ranking einfließen. Verstoßen Websitebetreiber häufiger gegen die Richtlinien, folgt eine Strafe. Das kann so weit gehen, dass die Seiten gar nicht mehr in den SERPs auftauchen.

     

    Hintergrund

    Alle Maßnahmen im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung zielen auf eine Verbesserung des Rankings innerhalb der organischen Suche ab. Dies ermöglicht die Generierung höherer Klickraten und führt so zu mehr Traffic auf einer Webseite. Im Fall der Black Hat SEO soll dieses Ziel durch das Heranziehen unlauterer Praktiken und Methoden erreicht werden.

     

    Black Hat SEO vs. White Hat SEO

    In Abgrenzung zu Black Hat SEO taucht immer wieder der Begriff White Hat SEO auf. Dieser bezeichnet SEO-Methoden, die richtlinienkonform sind. Der Grat zwischen den beiden ist oft schmal. Beispielsweise kann sich ein Text mit vielen ähnlichen Keywords durchaus noch im normalen Rahmen bewegen, während sich zu viel davon bereits negativ auswirkt. Daher sollte stets nach den aktuellen Richtlinien gehandelt werden. So wird sichergestellt, dass der investierte Aufwand sich auszahlt.

    Grey Hat SEO, die goldene Mitte?

    Zwischen Schwarz und Weiß befindet sich Grau. Bei der Grey Hat SEO wird versucht, die Graubereiche der Richtlinien auszureizen. Frei nach dem Motto: „Was nicht verboten ist, ist erlaubt“. Das kann kurzfristig Erfolge bringen. Allerdings braucht es nur ein Update, um dies zu ändern. Ohne ständige Pflege und Kontrolle der jeweils gültigen Richtlinien kann es schnell passieren, dass Webangebote in die Black-Hat-Kategorie fallen – mit entsprechenden Konsequenzen.

     

    Methoden in der Black Hat SEO

    Die Methoden der Black Hat SEO sind vielfältig. Im Fokus stehen vor allem die Manipulation von Content und Backlinks. Dafür gibt es eine Reihe von Tricks und Kniffen, die sich wie folgt kategorisieren lassen:

    Manipulation von Webcrawlern

    Mit einigen Black-Hat-SEO-Techniken sollen vor allem die Webcrawler auf eine falsche Fährte geführt werden.

    • Sogenannte Doorway Pages werden zwischen einem Referrer und einer Zielseite eingebunden. Sie generieren Traffic und manipulieren die Relevanz der Webseite. Der Suchmaschine werden auf dieser Zwischenseite relevante Keywords angezeigt, die der User nicht sieht.
    • Ähnlich funktioniert Cloaking: Hier gibt es allerdings keine Zwischenseite. Der Suchmaschine wird eine eigens zur Indexierung erstellte Seite ausgespielt. Auch diese kann der Nutzer nicht sehen. Stattdessen erwartet ihn ein vielfältigeres Angebot, beispielsweise mit Videos, die Webcrawler bisher noch nicht auswerten können.
    • Ein weiteres Konzept, das in diese Kategorie passt, ist Hidden Content – auch Hidden Text genannt. Wie der Name schon sagt, wird dabei Text auf der Seite versteckt, beispielsweise als weißer Text auf weißem Hintergrund. Auf diese Weise werden der Suchmaschine Inhalte geboten, die der User nicht sieht.

    Manipulation mit Inhalten

    Auch am Content selbst wird bei der Black Hat SEO manipuliert.

    • Beim Article Spinning werden mithilfe einer speziellen Software bereits vorhandene Texte automatisiert abgewandelt. Dadurch entsteht der Eindruck, dass regelmäßig Content neu erzeugt oder aktualisiert wird. So können schnell und unkompliziert Unmengen neuer Inhalte für eine Website generiert werden. Diese haben jedoch meist nur eine geringe Qualität.
    • Keyword Stuffing beschreibt das exzessive Verwenden von Schlagwörtern, um einen Text für die Suchmaschine relevant erscheinen zu lassen. Auch dies geht in der Regel zulasten der Textqualität.

    Manipulation durch Verlinkung

    • Im Linkbuilding werden mit verschiedenen Taktiken neue Backlinks erzeugt. Dafür werden beispielsweise Spam-Webseiten generiert, Links eingekauft, verkauft oder vermietet. Durch eine hohe Zahl an Links, die von anderen Seiten zur eigenen führen, soll Relevanz vorgetäuscht werden. Das wiederum soll ein hohes Ranking erzeugen.
    • Auch das Einkaufen sogenannter Expired Domains („abgelaufene Domains“) und das Einrichten entsprechender Links kommt häufig zum Einsatz. Diese haben bereits einen Platz im Suchmaschinenindex und daher oftmals einen besseren Trust als neu registrierte Domains.

    Manipulation an Mitbewerbern

    Einen besonderen Fall stellt die Negative SEO dar. Hier werden bewusst Regelverstöße im Namen anderer Anbieter begangen. Besonders das Setzen von absichtlich falschen Verlinkungen ist hier beliebt. Infolgedessen werden Mitbewerber durch die Suchmaschinenbetreiber abgestraft, was zu einem schlechteren Ranking ihrer Seiten führt.

     

    Konsequenzen

    In der Regel ist Google heute sehr effizient, was das Erkennen und Abstrafen von Black-Hat-SEO-Methoden angeht. Den ersten großen Schritt in diese Richtung ging die Suchmaschine mit dem Panda Update im Jahr 2011. Es folgte das Penguin Update im Jahr 2012. Seitdem wird der Algorithmus fortlaufend angepasst, sodass Webseiten kontinuierlich gecrawlt und mit Blick auf die aktuellen Richtlinien bewertet werden.

    Die Google Penalty, also die Abstrafung, kann je nach Art und Häufigkeit der Verstöße unterschiedlich ausfallen: Neben einem Rankingverlust kann es passieren, dass die Webseite vollständig aus dem Index der Suchmaschine entfernt wird.

     

    Warum wird Black Hat SEO verwendet?

    Black Hat SEO kann einer Webseite durchaus einen Schub geben, zu Traffic-Steigerungen und damit zu besseren Rankings führen. Dieser Effekt stellt sich allerdings nur kurzfristig ein.

    Der Vorteil von Black Hat SEO liegt darin, dass Websitebetreiber durch die Manipulation der Webseiten-Relevanz für kurze Zeit ein besseres Ranking in der organischen Suche erreichen. Dadurch wird die Klickrate erhöht und mehr Traffic für die hinterlegte Webseite generiert. Handelt es sich um eine kommerzielle Seite, kann so zumindest zeitweise mehr Umsatz erwirtschaftet werden.

     

    Nachteile von Black Hat SEO

    Websitebetreiber, die auf die Methoden der Black Hat SEO zurückgreifen und damit gegen die Google-Webmaster-Richtlinien verstoßen, laufen Gefahr, eine Abstrafung durch Google zu erhalten. Diese spiegelt sich in der Regel in fallenden Rankings und Sichtbarkeiten wider. Damit würde genau das Gegenteil des eigentlichen Ziels der Black Hat SEO bewirkt werden.

    Bei schweren oder wiederkehrenden Verstößen ist eine Indexierung von Teilen oder der gesamten Website möglich.

    Die Domain würde in diesem Fall für die Dauer der Strafe nicht mehr in den Suchergebnissen ranken. Da Google die Suchmaschine mit dem größten Marktanteil ist, kann dies für Unternehmen und Shops schlimmstenfalls existenzbedrohend sein. Eine Wiederaufnahme in den Index ist nur über eine Reconsideration Request möglich.

    Die unlauteren Methoden der Black Hat SEO werden von Suchmaschinen in der Regel schon nach kurzer Zeit entdeckt. Zudem wird die Erkennung von Spam und anderen Betrugspraktiken stetig weiterentwickelt.

    Als SEO-Agentur stehen wir Ihnen mit unserer Expertise zur Seite und verhelfen Ihnen mit nachhaltigen Maßnahmen zu Top-Rankings. Kontaktieren Sie uns gerne!

    Über den Autor
    Steffen Pfeiffer
    Steffen ist leidenschaftlicher SEO-Experte und begeistert sich für Automatisierungen, die SEO Maßnahmen effizienter gestalten.

     

    Warum Black Hat SEO?

    Es gibt eine Reihe von Gründen, warum sich Menschen für Black Hat SEO entscheiden. Für einige mag es einfach darum gehen, der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Andere sehen in Black Hat SEO eine Möglichkeit, das System zu „spielen“ und Abkürzungen zu besseren Platzierungen zu finden. Wieder andere werden von Gier getrieben und sehen in der Suchmaschinenoptimierung eine Möglichkeit, schnell und einfach Geld zu verdienen. Was auch immer der Grund ist, es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Black Hat SEO riskant ist und oft zu Strafen von Google führen kann, die das Ranking und die Sichtbarkeit einer Website beeinträchtigen können. Hier sind ein paar der häufigsten Gründe:
    • Sie glauben, dass der Zweck die Mittel heiligt – sie denken, dass jedes Mittel, das notwendig ist, um ihre Website an die Spitze der Suchmaschinen-Ergebnisseiten zu bringen, akzeptabel ist, egal wie unethisch oder riskant diese Taktiken auch sein mögen.
    • Sie sind ungeduldig und wollen sofort Ergebnisse sehen – Black-Hat-SEO-Taktiken können oft schnelle, kurzfristige Ergebnisse bringen, was für viele Geschäftsinhaber eine verlockende Aussicht ist.

    Welche Methoden gibt es im Black Hat SEO?

    Es gibt viele Methoden der Black Hat SEO, aber zu den häufigsten gehören Keyword Stuffing, Cloaking und Link Spamming.
    Beim Keyword-Stuffing wird eine Webseite mit so vielen Schlüsselwörtern gefüllt, dass sie schwer zu lesen ist. Unter Cloaking versteht man das Aufrufen einer Webseite für menschliche Besucher und einer völlig anderen Seite (in der Regel mit Schlüsselwörtern und Links gefüllt) für Suchmaschinen-Crawler. Und Link-Spamming ist der Versuch, eine Website mit Links zu anderen Websites zu füllen, um ihre Platzierung in Suchmaschinen zu verbessern.
    Da sich die Algorithmen der Suchmaschinen ständig ändern, können Black-Hat-SEO-Techniken, die vor ein paar Jahren noch funktionierten, heute als Spam oder sogar als illegal gelten. Es ist also wichtig, sich über die neuesten Suchmaschinenrichtlinien auf dem Laufenden zu halten, wenn Sie sicherstellen wollen, dass Ihre Website nicht von Google oder anderen Suchmaschinen abgestraft wird.

     

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