WYSIWYG

WYSIWYG-Editoren zeichnen sich durch ihre besondere Anwenderfreundlichkeit bei der Erstellung von Webprojekten aus. Anstatt auf komplizierte Programmiersprachen zurückzugreifen, können Benutzer ihre Webseite mit visuellen Bausteinen erstellen, welche eine Echtbilddarstellung der Webseite liefern.

Definition

WYSIWYG ist ein Akronym für den englischen Ausdruck ‚What You See Is What You Get‘ (deutsch: Was Sie sehen, ist das, was Sie bekommen). Im Bereich des Online Marketing wird dieser Begriff vor allem für Systeme zur Erstellung für Webseiten und für andere Anwendungen wie beispielsweise Bildbearbeitungsprogramme verwendet. Der Ausdruck verdeutlicht, dass die Art und Weise, wie die Inhalte innerhalb des Editors auf dem Bildschirm dargestellt werden, auch für die Darstellung auf anderen Endgeräten innerhalb eines Browsers oder von einem Drucker gültig sind. WYSIWYG ist dementsprechend eine Echtbilddarstellung. WYSIWYG-Editoren arbeiten nicht mit Programmiercodes, sondern ermöglichen die Editierung von Inhalten mit Bausteinen, die die Webseite so abbilden, wie sie später im Internet abrufbar ist. Die Übersetzung dieser Bausteine in eine Programmiersprache erfolgt automatisch durch den Editor. Das WYSIWYG-Prinzip findet dabei auch bei Content Management Systemen (CMS) wie WordPress oder TYPO3 Anwendung.

Vorteile und Nachteile

Der größte Vorteil von WYSIWYG-Editoren zeigt sich in ihrer außerordentlichen Benutzerfreundlichkeit und Unkompliziertheit, da für die Erstellung von Webprojekten keine Programmierkenntnisse erforderlich sind. Auch die starke visuelle Orientierung durch die Verwendung von Bausteinen erleichtert die Arbeit mit dem Programm.

Allerdings müssen Anwender bei der Erstellung einer Webseite mithilfe von WYSIWYG-Editoren damit rechnen, dass die Webseite nicht in allen Browsern genau wie im Editor dargestellt werden kann. Bei der Editierung eines HTML-Dokuments kann es dabei schnell zu abweichenden Darstellungen führen, da die Bausteine von unterschiedlichen Browsern anders interpretiert werden. Außerdem ist die Arbeit mit Bausteinen weniger genau, da das Programm die Übersetzung der visuellen Bausteine in einen Quellcode übernimmt. Fehlerhafte Programmierungen lassen sich dabei mithilfe von WYSIWYG-Editoren nur schwerlich identifizieren, da der Anwender den generierten Quellcode in der Regel nicht einsehen kann. Darüber hinaus unterscheiden WYSIWYG-Editoren nicht zwischen Inhalt und gestalterischen Auszeichnungen. Zudem generieren die Editoren oft überflüssige oder nicht valide Codes.

Bedeutung für SEO

Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) spielt der Quellcode einer Webseite eine wichtige Rolle. Die einzelnen Elemente innerhalb der Syntax haben einen entscheidenden Einfluss auf die Crawlability der Webseite. Innerhalb des Quellcodes lassen sich beispielsweise Elemente von der Indexierung ausschließen. Bei der Erstellung einer Webseite mithilfe eines WYSIWYG-Editors hat der Anwender in der Regel keinen Einfluss auf den generieten Quellcode und kann diesen auch nicht willkürlich verändern. Darüber hinaus stellt die Sicherstellung einer einheitlichen Darstellung der Webseite unabhängig vom Browser einen wichtigen Faktor für die Usability und die User Experience (UX) dar.

Auch interessant: