Kontakt aufnehmen
Carsten Schurig

Carsten Schurig

Geschäftsführer
+49 531 213605500

    Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden.

    E-Commerce: erst rasantes Wachstum – jetzt Stagnation?

    02. August 2022
    8 min
    Carsten Schurig
    Geschäftsführer

    Derzeit dominieren zwei vorherrschende Themen das Weltgeschehen. Auf der einen Seite die immer noch grassierende Corona-Pandemie, die uns seit mehr als zwei Jahren in Schach hält. Auf der anderen Seite stehen wir alle vor einem großen schwarzen Loch namens Ukraine-Krieg, bei dem wir die Ausmaße nicht kennen und nicht wissen, was uns noch erwartet. Die immer noch steigenden Lebenshaltungskosten – und damit verbunden die nahezu gleichbleibenden Löhne – machen die Verbraucher unsicher. Die Inflation hat sich über viele Monate angekündigt, nun hat sie uns mit einem lauten Knall erreicht.

    Das hat natürlich Auswirkungen auf das Shoppingverhalten der Verbraucher. Wo sich noch zu Beginn der Pandemie die Onlineshops nicht vor Aufträgen retten können, scheint es aktuell verhaltener zuzugehen. Oder doch nicht? Wir haben uns die Situation genauer angesehen.

    Wo steht der E-Commerce im Augenblick?

    Der E-Commerce-Branchenverband bevh verzeichnete in den Jahren 2020 und 2021 Wachstumsrekorde von 23 und 19 Prozent. Die Prognose für 2022 belief sich bisher auf einem Wachstum von 12 Prozent und 97,4 Milliarden Euro Umsatz. Doch offenbar ist die Zuwachsrate nicht zu halten. Darüber sind sich sowohl der Branchenverband als auch der Handelsverband Deutschland einig.

    Durch die langen Geschäftsschließungen in der Corona-Pandemie wurden viele Waren online eingekauft. Ganz gleich, ob Sportartikel, Schuhe, Technik oder Möbel. Durchweg hatten die großen Player Umsatzsteigerungen zu vermelden. Neue Onlineshops schossen aus dem Boden und konnten ohne Gewöhnungsphase durchstarten. Es war einfach für jede Nische Bedarf, schließlich konnten nur die Waren des täglichen Bedarfs vor Ort eingekauft werden. Doch selbst der Internet-Handel mit Lebensmitteln, Drogerieartikeln oder Tiernahrung wuchs. Ursächlich dafür waren neben den geschlossenen Geschäften auch krankheitsbedingte Isolationszeiten, in denen sich die Verbraucher versorgen mussten.

    Rückläufige Umsätze im E-Commerce: Das sind die Gründe

    Mittlerweile haben alle Geschäfte nahezu uneingeschränkt geöffnet. Eine Verlagerung des Onlinehandels in den physischen Handel ist allerdings auch nicht 1:1 zu erkennen. E-Commerce – und dort vor allem das Shoppen mit dem Smartphone – bleibt der größte Wachstumstreiber. Jedoch herrschen nun veränderte Bedingungen.

    Schlechte Konsumstimmung herrscht vor allem seit Ausbruch des Ukraine-Krieges. Jeden Tag gibt es neue negative Nachrichten über steigende Benzinpreise, ausbleibende Gaslieferungen oder Getreidemangel – die Liste lässt sich beliebig fortführen. In vielen Branchen fehlen Zuliefererprodukte, sodass immer häufiger leere Regale vorzufinden sind – virtuell und physisch. Schon immer regeln Angebot und Nachfrage den Markt – das schnelle Hochfahren der Wirtschaft hat zu einer Versorgungskrise geführt, Unternehmen konnten bei steigender Nachfrage natürlich die Preise erhöhen.

    Die hohe Inflation von über 7 % ist weiterhin in den steigenden Energiekosten begründet. Verschiedene Umweltfaktoren beeinflussen eine geringere Energieproduktion. Für Unternehmen steigen die Herstellungskosten, das wird auf den Verbraucher umgelegt. Das fällt natürlich auf den Privatsektor zurück, potenzielle Käufer sind verunsichert und versuchen derzeit, ihr Geld zusammenzuhalten.

    Zu erklären ist die hohe Inflation mit den außergewöhnlich niedrigen Preisen des Vorjahres – beispielsweise durch Senkung der Umsatzsteuer. Hier tritt der Basiseffekt ein, dem folgt der Zweitrundeneffekt. Arbeitnehmer fordern höhere Löhne zum Inflationsausgleich, weswegen die Unternehmen diese Ausgaben wieder auf die Kunden umlegen können.

    Prognose für den E-Commerce

    Es wird noch einige Zeit dauern, bis Angebot und Nachfrage wieder gleichziehen und die Inflation auf einem normalen Niveau landet, doch es wird passieren.

    Das Ziel ist eine stabile Inflation bei stabilen Preisen. Möglicherweise müssen wir uns noch einige Zeit gedulden, aber das ist der beste Weg, um Wirtschaft und Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern.

    Bis dahin müssen auch E-Commerce-Unternehmen diese Phase durchleben. Besonders für kleinere ist das schwierig, da die Krisen ohne Vorwarnungen auftraten. Änderungen von Geschäftsprozessen wirken präventiv – und jetzt ist dafür die beste Zeit.

    Trotz Krise: Trends für Wachstum im E-Commerce

    Innovative Ideen und Digitalisierung sind zwei Optionen, den eigenen E-Commerce wieder nach vorn zu bringen. Idealerweise bauen Ladengeschäfte erst ihre eigene Marke aus, um in die Köpfe der Kunden zu gelangen. Mit kreativen Marketing-Ideen und Vertrauen gelingt das am besten. Beim Aufbau eines Onlineshops ist die Customer Experience von großer Bedeutung. Potenzielle Kunden werden zu einer festen Basis, wenn sie sich rundum betreut fühlen. Und das nicht nur während des Einkaufes, sondern auch darüber hinaus. Unternehmen müssen sich regelmäßig mit außergewöhnlichen Angeboten in Erinnerung rufen und proaktiv kommunizieren. Kurze Lieferzeiten und Status-Updates, verschiedene Bezahlmodelle und individuelle Retourenoptionen schaffen ein optimales Einkaufserlebnis.

    Ein Manko im Onlineshopping ist die fehlende Haptik. Viele Kunden bemängeln, dass sie die Ware nicht anfassen können. Das erschwert die Kaufentscheidung. Einer der aktuellen Trends scheint sich langsam durchzusetzen. Mit Augmented Reality können sich Verbraucher Möbel und Gebrauchsgegenstände in der späteren Umgebung ansehen und sich ein erstes Bild verschaffen. Bisher ist es eine Praxis, die häufig für Möbel genutzt und angenommen wird.

    Sicherheit ist für viele ein wichtiges Kriterium. Nicht nur die Datensicherheit, die unbedingt gewährleistet werden muss, auch die Sicherheit, bestimmte Produkte jederzeit zu erhalten. Aus diesem Grund haben sich Abonnements bewährt. 93 % der Deutschen kaufen online ein, 20 % beziehen Nahrung, Genussmittel, Pflegeprodukte und Co. bereits über ein Abo. Das gibt beiden Seiten Sicherheit.

    Warum wir dafür brennen

    Onlineshopping ist und bleibt ein Wachstumstreiber. Mehr als 52 % kaufen verstärkter virtuell ein als vor der Pandemie, Flexibilität und der Wegfall der Öffnungszeiten sind nur zwei Gründe. Unternehmen, die bisher den E-Commerce nicht in den Fokus gesetzt haben, sind gut beraten, das jetzt zu tun. Trotz Inflation wird dieses Geschäftsfeld in den kommenden Jahren immer bedeutungsvoller.

    Auch wenn die Wachstumsprognosen derzeit sinken und sich die Umsätze langsam wieder dem normalen Niveau angleichen, wird der E-Commerce die Zukunft sein. Auch die schlechte Verbraucherstimmung wird in den kommenden Monaten wieder umschlagen. Denn was momentan wie ein Einbruch im E-Commerce wirkt, ist nur der normale Wirtschaftskreislauf.

    Deshalb ist es jetzt an der Zeit, mit innovativen Ideen und kreativem Marketing ein einzigartiges Einkaufserlebnis zu schaffen. Intuitive Bestellvorgänge mit schnellen Abschlussmöglichkeiten sind nur eine Möglichkeit, um den eigenen Onlineshop voranzutreiben. Das Implementieren von neuen Technologien und Verkaufsoptionen schafft einen Wettbewerbsvorsprung, den sich kein Unternehmen entgehen lassen darf. Für individuelle Umsetzungen stehen wir von Löwenstark Ihnen gern zu Verfügung.

    Über den Autor

    Carsten Schurig

    Carsten Schurig ist seit Januar 2020 Geschäftsführer der LOM. Bereits in vorherigen Stationen verantwortete er die Online Marketing-Beratung im KMU-Segment und war im Online-Vertrieb in frühen Stationen direkt dabei.

    Jetzt Kontakt aufnehmen
    Ihr Kontakt zu uns
    Adresse
    Löwenstark Digital Group GmbH
    Petzvalstraße 38,
    38104 Braunschweig

      Jetzt kostenlose Analyse anfordern

      * Pflichtfeld