Vernetzen Sie sich <br> <span>Werden Sie mit Social Media erfolgreich</span>
// Kapitel 07

Vernetzen Sie sich
Werden Sie mit Social Media erfolgreich

Gefühlt die halbe Welt nutzt Social Media. Facebook, Instagram, Twitter – aber auch Job Plattformen wie Xing oder LinkedIn sind schon längst in unserem Alltag integriert.

Für den Laien ist es eine gute Möglichkeit, Neuigkeiten über Freunde, Familie und Bekannte zu erfahren, mit ihnen in Kontakt zu bleiben und Fotos zu teilen. Doch wie sieht das Ganze auf der professionellen Ebene aus und welches Potenzial verbirgt sich hinter den neuen Medien für Ihr Unternehmen?

Social Media Marketing ist nicht einfach
einen Facebook Post erstellen.

Geht man in den Social Media-Kanälen mit Bedacht zu Werke, können sie sehr effiziente Tools sein, um gewünschte Zielgruppen anzusprechen und Traffic zu generieren.

Die einzelnen Social Media-Kanäle waren in den letzten Jahren in ständigem Wandel und haben sich insbesondere als Werbeplattform immer weiterentwickelt. Wenn Sie jetzt erst auf den Zug aufspringen, sind Ihnen zwar bereits jede Menge Reichweite und möglicherweise auch Umsatz durch die Lappen gegangen, doch es macht definitiv Sinn, noch einzusteigen.

Wie bei jeder Marketing-Strategie, sollten Sie zu Anfang folgende Punkte beachten:

  • Auf welchen Social Media Plattformen verbringt Ihre Zielgruppe am meisten Zeit?
  • Überlegen Sie sich noch einmal Ihre Message – Worauf springen die Leute bei Social Media am besten an?
  • Welche Social-Media-Kanäle könnten Ihnen am besten dabei helfen, Conversions zu generieren?

Wie, wer, wo, was? Twitter, Facebook und Co. im Überblick

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Um Ihnen eine Vorlage zu geben, stellen wir Ihnen die beliebtesten Social-Media-Kanäle einmal vor:

Facebook

Was ist Facebook?

  • Eine extrem dynamische Plattform, die mehr als 31 Millionen User in Deutschland vorweisen kann und damit den Klassenprimus gibt.
  • Nachdem Facebook viele Jahre primär von Privatpersonen genutzt wurde, erkennen seit 2015 immer mehr Firmen die Möglichkeiten dieser sozialen Plattform.
  • Inzwischen gehören auch Instagram sowie WhatsApp zu Facebook.

Vorteile:

  • Sehr viele Nutzer.
  • Viele Werbeformate (Karussell, Bild, Slideshow, Sammlung etc.)
  • Ausspielung der Anzeigen auf verschiedene Zielsetzungen (Verkäufe, erreichte Personen, Markenbekanntheit, Traffic auf die Homepage, etc.)
  • Klar definierte Zielgruppen (Alter, Geschlecht, Interessen, Wohnsituation, Branche, etc.)
  • Gute Analyse der Kunden und Webseitenbesucher über das Facebook-Tracking-Pixel.
  • Gute Möglichkeiten, Brandbuildung zu betreiben.
  • Leichte Kommunikation mit dem Kunden.

Kritik:

  • Für eine gewisse Zeit wurde unverhältnismäßig viel Werbung in die Timeline der User gespielt, was zum Unmut selbiger führt. Inzwischen wurde der Facebook-Algorithmus angepasst, organische Reichweite wird aktuell wieder stärker präferiert.
  • Da nicht jedermann die Funktionsweise des Algorithmus versteht und nicht weiß, wie man ihn an seine eigenen Bedürfnisse anpassen kann, kommen manchen Usern die eingeblendeten Inhalte monothematisch vor.
  • Nach dem letzten Datenleck wird die bis dato möglicherweise zu lasche Sicherung der persönlichen Daten kritisiert.

YouTube

Was ist YouTube?

  • Die größte Video-Plattform, auf der jeder seine eigenen Videos veröffentlichen kann.
  • Seit einigen Jahren gehört YouTube zu Google.

Vorteile:

  • YouTube ist ein guter Kanal, um Reichweite zu erzeugen.
  • Die Videos lassen sich leicht teilen und durch die Embed-Funktion leicht auf anderen Seiten einbauen.

Kritik:

  • Die Zielgruppen-Aussteuerung ist nicht so kleinteilig und genau wie bei Facebook
  • Kein direkter Traffic aus Videos möglich (nur aus der Beschreibung des Videos)

Instagram

Was ist Instagram?

  • Instagram ist ein soziales Netzwerk, in dem Bilder und Videos verbreitet werden.
  • Zielgruppen werden über „#“ angesprochen.
  • Instagram gehört zu Facebook.
  • Inzwischen gibt es deutschlandweit mehr als 15 Millionen Nutzer monatlich.
  • Aktuell kann Instagram nur auf mobilen Endgeräten genutzt werden.

Vorteile:

  • Nutzung ist selbsterklärend.
  • Kombination von Foto-Funktion und Hochladen über mobile Endgeräte sehr gut gelöst.
  • Bewerben der Postings über das Facebook-Werbekonto möglich.
  • International ausgerichtet.
  • Teilen von Postings auf Facebook automatisch möglich (technisch ein Vorteil, in der Praxis jedoch nur bedingt empfehlenswert).

Kritik:

  • Nur bedingt geeignet, um Traffic auf eine Homepage zu lenken.
  • Nur nutzbar, wenn viel Bild- und Video-Content zur Verfügung steht.
  • Nicht auf dem Desktop nutzbar (nur mit externen Tools).

LinkedIn

Was ist LinkedIn?

  • Größtes soziales Netzwerk im B2B-Bereich.
  • Entwickelt, um neue (berufliche) Kontakte zu knüpfen.
  • International ausgelegt.

Vorteile:

  • Interessensbasierte Gruppen.
  • Für B2B optimierte Zielgruppenansprache (Berufe, Positionen innerhalb eines Unternehmens, etc.)
  • Wenig Streuverluste bei Anzeigenaussteuerung.

Kritik:

  • Werbung auf LinkedIn ist relativ teuer.
  • Wenige Werbeformate.
  • Für B2C nur sehr eingeschränkt nutzbar.
  • Spracheinstellungen der Posts nicht nach Ländereinstellung ausspielbar

Twitter

Was ist Twitter?

  • Die „Kurznachrichtenversion“ der Social-Media-Kanäle.
  • Zunächst auf 160 Zeichen beschränkt, inzwischen dürfen inzwischen 260 Zeichen gepostet werden.
  • Genutzt wird Twitter vor allem von einer eher intellektuelleren Zielgruppe.
  • Die Postings heißen hier „Tweets“.

Vorteile:

  • In diesem Umfeld tummeln sich auch viele Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien.
  • Die Beschränkung auf 260 Zeichen zwingt zur Reduzierung auf das Wesentliche.
  • Tweets können mittels Media Budget gepusht werden, um mehr Reichweite zu erzeugen.
  • Eine Direkt Verlinkung aus dem Tweet ist möglich.
  • Über die „#“ Hashtag-Funktion wird eine höhere Reichweite gewonnen.

Kritik:

  • Beschränkung auf 260 Zeichen kann zu Problemen führen, alles Wesentliche mitzuteilen.
  • Es wird vermutet, dass nur rund 1,8 Millionen Nutzer Twitter pro Woche nutzen.

Finden Sie den richtigen Weg

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1. Das richtige Netzwerk

Nicht jeder Social Media-Kanal ist für jede Firma, für jedes Produkt bzw. für jede Dienstleistung gleichermaßen sinnvoll. Gleiches gilt für die Zielsetzung (Abverkauf, Markenaufbau, etc.).

2. Halten Sie dem Druck Stand

Auch wenn Sie der Meinung sind, unbedingt auf den Social Media-Zug aufspringen zu müssen, oder diese Marschrichtung sogar mit Nachdruck in der Firma vorgegeben wird, sollten Sie das Für und Wider von Kanälen und Inhalten abwägen.

3. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kunden

Je mehr Sie über das Social Media-Verhalten Ihrer Zielgruppe wissen, umso eher können Sie den richtigen Kanal, die richtigen Inhalte und die richtige Ansprache wählen.

4. Bauen Sie sich eine Community auf

Online-Communitys bieten einen hohen, nicht zu unterschätzenden Mehrwert. Denn ein Teil Ihrer Fans und Follower wird sich garantiert in kaufende Kunden umwandeln.

Um weitere Fans oder Mitglieder für Ihre Social Media Community zu gewinnen, können Sie beispielsweise Anzeigen schalten, durch die Sie auf Ihre Fan-Page aufmerksam machen und zum Folgen animieren.

Genau wie beim E-Mail-Marketing ist es wichtig, Ihre Follower organisch aufzubauen. Wenn sich Ihre Besucher aktiv dafür entscheiden, Fan zu werden, werden sie sich auch weiterhin mit Ihrer Marke beschäftigen.

5. Verwenden Sie ansprechende Inhalte

Social Media und Content Marketing
gehen Hand in Hand.

Bedenken Sie stets: Nutzer gehen nicht auf Facebook, Instagram und Co., weil sie ein gezieltes Kaufinteresse haben. Sie wollen vielmehr Kontakte knüpfen, sich mit Freunden treffen, mit der Familie in Kontakt treten, Bilder durchstöbern und sich informieren sowie entspannen.

Auch wenn Sie in diesem Moment gern etwas verkaufen würden – lassen Sie besser Ihren Content für sich sprechen. In der Hauptsache geht es darum, Beziehungen zum Publikum aufbauen und Interesse an Ihrem Unternehmen zu wecken. Teilen Sie Content und keine Produkte. Behalten Sie im Kopf, dass Menschen stark auf Emotionen in Ihren Beiträgen eingehen und vor dem Kauf durch Unterhaltung von Ihrer Marke überzeugt werden wollen.

6. Wecken Sie Neugierde und Interesse

Verbinden Sie sich mit Ihren Besuchern, sobald sie auf Ihre Seite gelangt sind und sich Ihre Inhalte anschauen. Stellen Sie genügend Input bereit, um die Besucher länger auf Ihrer Seite zu behalten oder wiederkehren zu lassen. Diese Strategie ist besonders wichtig für YouTube-Videos.

Lassen Sie Ihre YouTube-Videos nahtlos in ein nachfolgendes Video übergehen. So erhalten Sie mehr Views.

7. Zeigen Sie sich

Zeigen Sie Ihrer Zielgruppe, dass Sie für sie da sind und hinter Ihrem Unternehmen reale Ansprechpartner stehen. Geben Sie Antworten, wenn jemand Fragen zu Ihren Produkten oder Leistungen hat. Zeigen Sie Ihre Kompetenz und überzeugen Sie so Ihre Zielgruppe.

8. Fragen Sie Ihre Besucher

Zu einem Gespräch gehören immer mindestens zwei.

Wie wäre es also, wenn Sie Ihrem Publikum im Netz eine Frage stellen? Das kann Ihnen dabei helfen, Ihre Kunden besser zu verstehen und Ihnen zu zeigen, dass ihre Meinung wichtig ist. So bekommen Sie dabei mit, wie Ihre Kunden über Ihre Produkte oder Leistungen denken und können sogar bei Problemen oder Fragen seitens Ihrer Kunden einschreiten. Der Ansatz kann Ihnen ebenso dabei helfen, Themen für Ihre Content-Marketing-, Blogging- oder Infografik-Strategie zu entwickeln.

9. Lassen Sie Ihre Bilder sprechen

Wer hat schon Lust, sich allein durch eine Flut von Wörtern und ohne visuelle Unterstützung durch die enorme Fülle an Produktinformationen zu hangeln?

Ihre Kunden brauchen schnell zu ergreifende Informationen.

Gerade beim Scrollen auf Facebook oder Instagram werden Texte zu schlecht wahrgenommen. Nutzen Sie daher Bilder, um schnell und umfassend visuell zu kommunizieren. Werden Sie dabei kreativ und scheuen Sie nicht vor humorvollem Inhalten zurück. Die Hauptdevise ist, nicht langweilig zu sein!

https://www.facebook.com/sixt.autovermietung/, 13.04.2018, 15:00

https://www.facebook.com/sixt.autovermietung/, 13.04.2018, 15:00

https://www.instagram.com/p/BhgSnq-AYJx/, 13.04.2018, 10:50

https://www.instagram.com/p/BhgSnq-AYJx/, 13.04.2018, 10:50

10. Messen Sie Ihre Ergebnisse

Wie bei jedem Marketing-Kanal sollte der ROI auch in den sozialen Medien gemessen und verfolgt werden. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Daten nach Post-Typ segmentieren (Inhalt vs. Deals vs. Produkte) und behalten Sie den langfristigen Benutzerwert im Auge. Bei Social Media erlangen Sie die Conversions oft eher indirekt.

Viralität ist ein weiterer Faktor, den Sie beachten sollten. Wenn Nutzer Ihre Inhalte mit ihren Bekannten und Freunden teilen, ist das ein absolutes Plus für Ihr Marketing – dazu war die Werbung auch noch gratis!

Ihre Ausbeute Zusammengefasst

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  • Wählen Sie die Social-Media-Kanäle aus, die zu Ihrer Zielgruppe passen.
  • Fühlen Sie sich nicht verpflichtet, Social-Media-Profile zu erstellen, die nicht zu Ihrer Marke passen.
  • Verfolgen Sie die Ergebnisse, damit Sie Optimierungen vornehmen und die Leistung kontinuierlich verbessern können.
  • Überwachen Sie Messwerte in Bezug auf Viralität, Interaktion, Leads und Conversions sowie Kosten.
  • Geteilte Inhalte und Re-Tweets sind äußerst wertvoll, da sie für Ihr Unternehmen eine neue Präsenz schaffen.
  • Verwenden Sie so viele visuelle Elemente wie möglich. Vermeiden Sie zu viel Text.
  • Denken Sie daran, dass Menschen in sozialen Medien nicht zum Einkaufen unterwegs sind. Sie suchen eher den Kontakt zu Freunden, schreiben ihrer Familie, schauen sich Fotos und unterhaltsame Medien an.
  • Integrieren Sie Ihre Social-Media-Strategie in Ihr Branded Content-Programm. Content ist besonders effizient, wenn es um das Teilen von Informationen geht.
  • Machen Sie Ihr Social Media zu Ihrem Kommunikationskanal. Bauen Sie Kontakt zu Ihrem Publikum so eng wie möglich auf und kommunizieren Sie direkt mit ihm. Das kann Ihnen dabei helfen, mehr über Ihre Kunden zu erfahren.