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Steffen Pfeiffer

Steffen Pfeiffer

Senior SEO Manager, SEO Scientist

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    Crawler

    Stand: 13.10.2022

    Das Internet ist im Prinzip eine große Ansammlung an Daten. Ganz gleich, ob Texteinträge, Videos oder Produktbilder, alle Elemente hinterlegen Informationen im Quellcode. Viele Unternehmen nutzen sie, indem sie sie sammeln und analysieren. Jede Zeile per Hand auszulesen, würde allerdings enorm lang dauern. Mithilfe spezieller Programme erleichtern Sie sich die Arbeit. Für solche Zwecke eignen sich unter anderem Crawler.

     

    Was ist ein Crawler?

    Ein Crawler ist ein automatisch arbeitendes Programm, das Daten aus dem Websiteangebot im Internet sammelt. Er wird auch als Searchbot, Webcrawler oder Spider bezeichnet. Während des Vorgangs gruppiert er die Informationen zusätzlich, um sie geordnet wiederzugeben.

    Ursprünglich sollten Crawler das Wachstum des Internets ermitteln. Aus dieser Idee heraus entwickelten Programmierer in den 90ern eine Suchmaschine, aus der sich die heutigen Crawler herausgebildet haben, die vielfältige Einsatzbereiche bedienen. Sie sind äußerst aktiv: Über ein Drittel der Webseitenzugriffe entstehen durch die Programme von Suchmaschinen.

     

    Funktionsweise eines Crawlers

    Bevor der Crawler die erste Website durchsucht, muss ein Mitarbeiter ihn zunächst konfigurieren. Dadurch legt er fest, welche URLs das Programm durchgehen soll und welche Daten wichtig sind. Von dort aus folgt es jeder Weiterleitung. Es berücksichtigt dabei den dazugehörigen HTML-Code sowie Hyperlinks. Die Suchaufträge wiederholt der Crawler, sofern gewünscht, fortlaufend in einem festgelegten Intervall.

    Das Programm agiert eingeschränkt, da es für jede Seite ein Zeitkontingent zur Verfügung hat. Daher ist es möglich, dass es Aktualisierungen erst beim erneuten Crawlvorgang erfasst. Darüber hinaus können Crawler das Internet aufgrund der Datenmenge noch nicht vollständig erschließen.

     

    Verschiedene Crawler-Arten

    Nicht jeder Crawler befasst sich mit den gleichen Seiten. Die bekanntesten Programme nutzen Suchmaschinen, wenn sie ihren Index aufstellen. Dabei trägt der Crawler alle nötigen Daten zusammen, die die Suchmaschine für die Speicherung sowie Weiterleitung auf die jeweilige Website benötigt.

    Für kleinere Aufgabenbereiche reichen Personal-Website-Crawler aus, die Websitebetreiber beispielsweise nutzen, um die Aufrufbarkeit von Links zu überprüfen.

    Andere Crawler-Arten nehmen einen Teil der Daten in den Blick. Sie erstellen beispielsweise eine E-Mail-Liste, um einen Verteiler aufzubauen. Soll ein Crawler nur bestimmte Themen beim Sammeln von Daten beachten, kommen sogenannte Focused Crawler zum Einsatz.

     

    Crawler vs. Scraper

    Sowohl ein Crawler als auch ein Scraper nehmen eine Datenzusammenstellung vor. Während ein Crawler die Daten bei sich aufbewahrt, um sie bei Bedarf abzurufen, verfolgt ein eingesetzter Scraper eine andere Strategie.

    Scraper nehmen die Daten nicht nur auf, sie kopieren sie darüber hinaus auf eine separate Website. Dadurch eignen sie sich fremde Inhalte an. Teilweise erstellen Vergleichsportale so ihre Listen. Manche Akteure verwenden die Methode jedoch für schädliche Zwecke. Im Unterschied zu Crawlern steuern Scraper meist einzelne Websites bewusst an, ohne sich durch Links weiterleiten zu lassen.

     

    Einsatzgebiete eines Crawlers

    Ziel eines jeden Crawlers ist es, eine Datensammlung aufzubauen. Sie unterscheiden sich darin, mit welcher Absicht sie die Informationen schließlich festhalten. Für Suchmaschinen erstellen sie einen Index, den Nutzer durch bestimmte Suchbegriffe aufbereitet ansehen können.

    Im Bereich des Warenverkaufes tragen sie Produkteigenschaften oder Preise zusammen, sodass ein Portal sie beispielsweise analysieren und miteinander vergleichen kann. Daneben gibt es weitere Gebiete, in denen Unternehmen Crawler einsetzen, wie bei Linkstrukturen in der Webanalyse.

    Suchmaschinen überprüfen mithilfe neuer Daten die Beschaffenheit ihres Indexes. So stellen sie sicher, dass der Algorithmus neuen Content übernimmt und gelöschte Seiten entfernt, sodass User stets aktuelle Inhalte vorfinden.

     

    Steuerung eines Crawlers und Bedeutung für die SEO

    Wenn Sie nichts anderes bei Ihrer Website einstellen, können theoretisch alle Crawler auf die alle Seiten zugreifen. Um das zu verhindern, müssen Sie einen spezifischen Crawler in Ihrer robots.txt-Datei sperren. Suchmaschinen können die Informationen weiterhin einsehen und verwenden, wenn Sie sie nicht mittels „noindex“ davon abhalten. Jeder Crawler hat eine unveränderliche Bezeichnung, den User Agent. Bei Suchmaschinen ist meist deren Name darin enthalten, wie beim Googlebot von Google oder dem Bingbot von Bing.

    Um einen Bot nicht gänzlich von einer Website auszuschließen, können Sie ihn in der robots.txt-Datei einschränken, sodass er beispielsweise keine Bilder indexieren oder Werbung folgen soll.

    Die Crawler, die die großen Suchmaschinen einsetzen, sind allerdings förderlich für die Sichtbarkeit einer Website, da sie sie in ihre Suchergebnisse aufnehmen. Daher sollten Sie sich überlegen, ob Sie sie einschränken möchten. Für den Crawlingvorgang der gesamten Website, auch Deep Crawl genannt, benötigen die Programme eine gewisse Weile. Gleichzeitig können sie eine Website in Abhängigkeit ihrer Größe nur innerhalb einer bestimmten Zeitspanne crawlen. Vereinfachen Sie ihre Webseitenhierarchie, um das volle Crawl Budget auszuschöpfen.

    Das verfügbare Budget steigt, je wichtiger die Suchmaschine die Website einstuft. Der Status hängt unter anderem von Backlinks ab, also davon, wie viele fremde Seiten auf die URL hinweisen. Es ist daher ein enormer Vorteil, wenn eine Seite viele Backlinks aufweist. Verknüpfen Sie andere Seiten mit Ihrer eigenen, kann der Crawler von dort aus dem nächsten Link folgen. Sorgen Sie darüber hinaus dafür, dass der Server online ist und nicht zu lange lädt, damit das Programm problemlos darauf zugreifen kann.

    Neben der robots.txt-Datei ist ebenfalls die Google Search Console für die Steuerung wesentlich. Dort befindet sich die XML-Sitemap Ihrer Website und Sie sehen, welche Bereiche der Crawler erfasst. Für einen gewinnbringenden Webauftritt sollten möglichst viele Ihrer Unterseiten in den Suchergebnissen auftauchen. Dadurch sprechen Sie viele User an, die auf der Suche nach einem bestimmten Produkt oder Ähnlichem sind. Zudem klammern Sie durch eine gezielte Steuerung für Crawler und Suchmaschinennutzer irrelevante Seiten aus.

    Steffen Pfeiffer
    Über den Autor
    Steffen Pfeiffer
    Steffen ist leidenschaftlicher SEO-Experte und begeistert sich für Automatisierungen, die SEO Maßnahmen effizienter gestalten.

     

    Was ist ein Crawler einfah erklärt?

    Ein Web-Crawler (manchmal auch Spider oder Robot genannt) ist eine Software, die Websites besucht, deren Inhalte liest und dann indexiert, um sie für die Benutzer einer bestimmten Suchmaschine leichter durchsuchbar zu machen.
    Im Wesentlichen sind Web-Crawler dafür verantwortlich, dass Suchmaschinen wie Google oder Bing genau und aktuell bleiben.

    Was macht ein Crawler?

    Ein Crawler ist ein Programm, das Daten aus dem Web sammelt. Er beginnt mit einer Startliste von URLs, ruft dann nacheinander jede URL ab und extrahiert alle Links daraus. Anschließend wiederholt es den Vorgang für jeden dieser Links und so weiter. Der Hauptzweck eines Crawlers besteht darin, Informationen über Websites zu sammeln, damit sie von Suchmaschinen indiziert werden können.
    Crawler können auch für andere Zwecke eingesetzt werden, beispielsweise zur Überwachung von Website-Änderungen oder zur Überprüfung auf defekte Links. Sie arbeiten im Allgemeinen, indem sie so viele Seiten wie möglich abrufen und jedem Link folgen, den sie finden. Dies kann die Serverressourcen stark beanspruchen, weshalb die meisten Website-Besitzer die Zugriffsrate für Crawler begrenzen oder ganz blockieren.

    Welche Technologie wird in Suchmaschinen eingesetzt um Websites zu crawlen?

    Crawler sind auch als Bots, Spiders und Ameisen bekannt. Es handelt sich um automatisierte Programme, die Webseiten besuchen und Daten über sie sammeln. Die gesammelten Informationen können verwendet werden, um die Suchergebnisse zu verbessern oder gezielte Werbung anzubieten. Dieser Vorgang wird Web-Crawling oder Web-Spidering genannt. Je nach Zweck des Crawlers kann er auch als Link-Checker, Ästhetik-Checker oder auch Broken-Link-Finder bezeichnet werden.
    Der häufigste Crawler-Typ ist der Web-Crawler, der von Suchmaschinen zur Indizierung von Websites verwendet wird. Webcrawler besuchen Websites und folgen den Links zwischen ihnen. Sie indizieren den Inhalt jeder Seite, die sie besuchen, und helfen so den Suchmaschinen, relevante Seiten zu finden, wenn Besucher Schlüsselwörter in die Suchleiste eingeben.
    Web-Crawler fordern in der Regel Seiten von Servern an und analysieren dann die Antworten, die sie erhalten. Die Größe der Antwort, die Zeit, die sie für den Empfang benötigen, und andere Faktoren können analysiert werden, um zu bestimmen, wie relevant der Content für die Suchanfrage ist.

    Wie oft läuft der Google Crawler?

    Obwohl wir die genaue Antwort auf diese Frage nicht kennen, gibt es einige Vermutungen. Ausgehend von dem, was wir über die Arbeitsweise von Google wissen, ist es wahrscheinlich, dass der Crawling-Prozess recht häufig durchgeführt wird – wahrscheinlich mehrmals pro Tag.
    Hier ist, was wir wissen: Google verwendet den so genannten „Googlebot“, um Websites zu crawlen und deren Inhalte zu indizieren. Der Googlebot durchsucht das Internet ständig nach neuen und aktualisierten Inhalten, die er dann dem Google-Index hinzufügt. Dieser Index ermöglicht es Ihnen überhaupt erst, bei Google nach Dingen zu suchen.

    Sind Crawler erlaubt?

    Crawler sind erlaubt, solange sie die Crawler-Richtlinie einhalten. Crawler sind Programme, die automatisch Informationen aus Webseiten extrahieren und sie in eine Datenbank oder eine andere durchsuchbare Ressource einfügen. Die Crawler-Richtlinie dient dem Schutz der Nutzer.

     

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