Flash

Adobe Flash stellte lange den Standard für multimediale und interaktive Webseiteninhalte dar. Doch durch erhebliche Sicherheitslücken innerhalb des Flash-Players steigen bereits viele große Browser auf die Unterstützung von HTML5 um. Adobe gab bekannt, dass die Weiterentwicklung von Flash Ende des Jahres 2020 beendet wird.

Definition

Adobe Flash ist eine Software zur Erstellung multimedialer und interaktiver Inhalte. Die Plattform bietet eine nützliche Plattform, um die unterschiedlichen Komponenten aus technischer Programmierung mit grafischen Inhalten und Darstellungen zu verknüpfen. Auch das Hinzufügen von Audio-Content und die Animation von Inhalten ist möglich. Aufgrund der umfangreichen Funktionalitäten wird Adobe Flash in unzähligen unterschiedlichen Bereichen von der Entwicklung von Spielen bis zur Erstellung von Werbebannern eingesetzt.

Einsatzgebiete und Funktionsweise

Die umfassenden Funktionalitäten der Software machen Flash für unterschiedliche Anwendungsfelder einsetzbar. Vor allem die Möglichkeit zur Erstellung von Animationen erweitert den Facettenreichtum der Anwendung. Dabei ist eine Animation ganz ohne den Einsatz von Programmierungen möglich. Durch die objektorientierten Skriptsprache ActionScript lassen sich dennoch zusätzliche Programmierungen einpflegen. Auch die Erstellung interaktiver Inhalte, die auf Maus- und Tastatureingaben reagieren, ist mit der Skriptsprache möglich.

Die erstellten und exportierten Inhalte können unkompliziert auf Webseiten eingebettet werden und sind dann unabhängig von der Software abspielbar. Darüber hinaus lassen sich die Dateien auch offline innerhalb eines Media Players abspielen. Dementsprechend vielfältig lassen sich Flash-Dateien einsetzen: Sowohl Werbebanner und Spiele als auch E-Learning-Anwendungen und interaktive Präsentationen lassen sich mithilfe von Flash entwickeln. Das Abspielen der Inhalte wird seitens der Konsumenten durch einen Adobe Flash-Plugin gewährleistet. Adobe Flash wird grundsätzlich von allen Betriebssystemen und Browsern unterstützt.

Bedeutung für SEO

Flash-Anwendungen sind statisch und lassen sich nicht flexibel an unterschiedliche Bildschirmgrößen und Endgeräte anpassen. Webseiten, die mit Flash-Dateien ausgeschlossen werden, können also in ihrer Nutzung eingeschränkt sein und so eine schlechte Usability aufweisen. Darüber hinaus müssen Webseitenbetreiber berücksichtigen, dass nicht alle Internetnutzer ein entsprechendes Plugin für Flash installiert haben oder dieses deaktiviert wurde.

In Hinblick auf die Indexierung von Webseiten bringen Flash-Anwendungen allerdings Vorteile für Webseitenbetreiber: Anders als JavaScript-Anwendungen können Flash-Daten von Webcrawler ausgelesen und somit für das Ranking der Webseite auf der Search Engine Result Page (SERP) berücksichtigt werden. Für die Gestaltung einer Webseite ist es trotz der Vielfältigkeit von Adobe Flash empfehlenswert, relevante Inhalte in Textform anzulegen oder auf eine andere Software wie beispielsweise HTML5 zurückzugreifen, um allen Nutzern den uneingeschränkten Zugriff auf die Webseite zu ermöglichen.

Ausblick

In letzter Zeit stellt der Flash-Player ein zunehmendes Sicherheitsrisiko dar. Kriminelle waren schon mehrmals in der Lage, die Sicherheitslücken innerhalb der Anwendung zu missbrauchen. Die Entwickler versuchen stetig, die Sicherheit durch Updates und Erweiterungen zu erhöhen. Durch die Sicherheitslücken könnten Kriminelle Daten innerhalb der Player platzieren, die bei einem Klick durch einen Nutzer einen Virus auf dem Endgerät des Nutzers installieren, welcher dem Angreifer die volle Kontrolle über das Gerät verschafft. Aufgrund der verhängnisvollen Sicherheitslücken arbeiten viele große Browser bereits an der Ablösung von Flash durch HTML5. Auch mobile Endgeräte der Marke Apple unterstützen keine Flash-Inhalte mehr. Adobe gab bekannt, dass Flash ab Ende des Jahres 2020 nicht mehr weiterentwickelt und vollkommen durch HTML5 abgelöst werden soll.

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