Performance

Die Performance einer Webseite wirkt sich direkt auf die durchschnittliche Sitzungsdauer und die Absprungrate aus. Je länger der Datentransfer zwischen dem Server und dem Client dauert, desto mehr Nutzer verlassen die Seite, ohne zu konvertieren. Hieraus ergeben sich vor allem für kommerzielle Webseiten erhebliche Risikofaktoren für den allgemeinen Unternehmenserfolg.

Definition

Im Online Marketing beschreibt der Begriff Performance die Ladegeschwindigkeit (Rechenleistung) eines Servers. Die Ladegeschwindigkeit gibt an, wie schnell die auf dem Server hinterlegten Daten an einen Client übertragen werden können, um sie mithilfe einer Software darzustellen.

Vorteile einer guten Performance

Bei Webseiten mit einer schlechten Performance steigt die Absprungrate erheblich an. Wenn viele Nutzer die Webseite frühzeitig verlassen und nicht konvertieren, sinkt infolge dessen auch die Konversionsrate. So kann besonders der Unternehmenserfolg kommerzieller Webseiten durch eine schlechte Performance beeinträchtigt werden.

Damit der Webseitenbesucher optimal mit der Webseite interagieren kann, ist eine ausreichende Performance für die Gewährleistung der Funktionalitäten der Webseite maßgeblich. Schnelle Ladezeiten sind dabei vor allem für Besucher, die von mobilen Endgeräten aus auf die Webseite zugreifen, entscheidend, damit eine Conversion generiert werden kann. Darüber hinaus ist eine gute Performance erforderlich, um mit konkurrierenden Webseiten mithalten zu können. Durch eine flüssige Performance lassen sich neben einer Steigerung der Konversionsrate auch die Betriebskosten senken. Durch eine Verbesserung der Performance, verbessert sich auch der Page Speed, welcher sich wiederum auf das Ranking der Seite innerhalb der organischen Suche auswirkt.

Optimierungsmöglichkeiten

Die Performance einer Webseite lässt sich mit unterschiedlichen Optimierungsmaßnahmen verbessern. Webseitenbetreiber sollten vor der Anwendung von Maßnahmen in jedem Fall zunächst die Ursache für die Performanceschwankungen oder -verschlechterungen ermitteln, um durch die Optimierung auch wirkliche eine Wirkung zu erzielen.

Besucht ein Nutzer eine Webseite, können geladene Daten wie beispielsweise Bilder oder Videos im Cache des Browsers gespeichert werden. Durch diesen Zwischenspeichern von Inhalten innerhalb des Browsers des Nutzers, lässt sich die Ladezeit maßgeblich verkürzen, da die Daten bei der Wiederkehr auf die Webseite nur aus dem Cache geladen werden müssen. Die Nutzung des Browser Cache ist dabei nur sinnvoll, wenn es sich um Inhalte handelt, die keiner Änderung unterliegen. Um die Nutzung zu aktivieren, muss ein entsprechender Eintrag in der .htaccess-Datei definiert werden.

Eine andere Möglichkeit stellt die Komprimierung von Daten vor der Sendung an den Client dar. Das Komprimieren kann mithilfe von GZip in der .htaccess-Datei aktiviert werden. HTML, CSS und JavaScript lassen sich problemlos komprimieren und können von modernen Browsern auslesen und darstellen. Auch das Entfernen von White Space und Kommentaren vor der Datenübertragung vermindert die Datenmenge und begünstigt eine schnelle Ladegeschwindigkeit. Durch die Komprimierung der Daten kann die Performance maßgeblich verbessert und die Ladezeit halbiert werden.

Jedes Seitenelement, welches vom Browser geladen werden muss, wird über eine HTTP Request angefragt. Je nach Browser können zwischen zwei und acht Anfragen gleichzeitig verarbeitete werden. Dementsprechend wirkt sich die Anzahl der HTTP Request maßgeblich auf die Ladezeiten aus. Die Anzahl der benötigten Anfragen lässt sich unter anderem durch das Zusammenfügen von Seitenelementen vermindern. Das ist oftmals vor allem bei Navigationselementen sinnvoll. Auch das Zusammenlegen von CSS-Dateien und JavaScript Bibliotheken wird sich positiv auf die Performance der Webseite aus. Auch das Bereinigen der Webseite von alten oder unnützen Inhalten verringert die Anzahl der HTTP Requests.

Neben den zu ladenden Daten beeinflussen auch Cookies die Performance einer Webseite. Webseitenbetreiber sollten zugunsten der Webseitenperformance Cookies nur dann einsetzen, wenn der Einsatz auch wirklich sinnvoll ist. Findet keine Analyse und Auswertung der durch den Cookie gesammelten Nutzerdaten statt, sollte auf das Tracking verzichtet werden.

Bedeutung für SEO

Von der Performance einer Webseite leitet sich der Rankingfaktor Page Speed ab, welcher die Platzierung einer Webseite in der organischen Suche maßgeblich beeinflusst. Da die Suchmaschine Google stetig daran arbeitet, das Nutzererlebnis der Suchmaschinennutzer zu verbessern, werden auf der Search Engine Result Page (SERP) vornehmlich Webseiten mit relevantem Unique Content und gutem Page Speed platziert. Mithilfe von Tools wie beispielsweise Google Insights können Webseitenbetreiber ihr Performance präzise ermitteln und Veränderungen beobachten. Webseitenbetreiber sollten beachten, dass eine Optimierung nur auf einen einzigen Rankingfaktor das Ranking der Webseite in der Regel nicht verbessert; vielmehr sollte eine Webseite hinsichtlich aller Rankingfaktoren gute Bewertungen erzielen, um ihre Platzierung auf der SERP nachhaltig zu stärken.

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