WDF*IDF

Definition

WDF*IDF ist eine Methode, mit der sich die Relation ausgewählter Wörter innerhalb eines Contents im Verhältnis zu allen potentiell möglichen Dokumenten bestimmen lässt, um die Gewichtung von Termen, also von Wörtern oder Wortketten, zu analysieren. WDF steht für „within document frequency“ und gibt Auskunft darüber, wie oft verschiedene Begriffe in einem Text bzw. auf einer Webseite vorkommen. Die Dokumentenhäufigkeit bezüglich der Terme wird mit dem IDF, „inverse document frequency“, beschrieben.

Funktion und Hintergrund

Die WDF*IDF Analyse spielt bei der Suchmaschinenoptimierung eine wesentliche Rolle, da sie bei entsprechender Berücksichtigung beim Schreiben von Texten für Webseiten eine höhere Relevanz erreichen kann. Diese Relevanz ist ein wesentlicher Rankingfaktor, der über die Einarbeitung einer reinen Keyworddichte hinausgeht. Die Relevanz beruht auf den Grundsätzen, dass ein Text oder eine Webseite dem User inhaltlich das gewünschte Ergebnis liefert und ausführliche Information auch durch seine Begrifflichkeit bietet. Außerdem wird die Höhe der Relevanz mit der anderer Dokumente verglichen.

Diese Formel verhindert im Gegensatz zur klassischen Keyword-Dichte, dass man durch die häufige Verwendung primärer Keywords einen besseren Wert erreicht. Stattdessen integriert der WDF zusätzlich das Verhältnis aller im Text verwendeten Wörter.

Die Termgewichtung wird mit Hilfe des IDFs noch intensiviert. Er setzt die Menge aller bekannten Dokumente ins Verhältnis zu der Anzahl der Texte, welche den Term enthalten. Er analysiert somit die Relevanz eines Dokuments in Bezug auf ein spezielles Keyword.

Die Multiplikation der beiden Formeln zeigt die relative Termgewichtung eines Textes oder einer Webseite im Verhältnis zu allen potentiell möglichen Dokumenten, die das gleiche Keyword haben. Mit seinem Artikel “SEO Mythos Keyword Density” brachte der Online-Marketing-Experte Karl Kratz 2012 die WDF*IDF-Formel auf die Schreibtische von SEOs. Webmastern und Redakteuren. Doch war Termgewichtung keine neue Erfindung, sondern erhielt nur neue Aufmerksamkeit bei den Onlinebetreibern. Denn 1957 entwickelt der Computerforscher Hans Peter Luhn von IBM das Prinzip.

Relevanz für Suchmaschinenoptimierung

Mit der Formel WDF*IDF-Formel lassen sich Inhalte für die Suchmaschinen optimieren. Neben der reinen Keywordoptimierung, die früher ausschlaggebend war, werden schon seit einiger Zeit WDF*IDF Tools zur Bestimmung wichtiger Terme genutzt, um Texte nahezu einzigartig zu gestalten. Die WDF*IDF-Analyse lohnt sich nicht nur bei kurzen Texten, auch bei längeren Versionen ist sie sehr effektiv.

Das Zauberwort heißt Einzigartigkeit in der Wortwahl, um sich von anderen Webseiten abzuheben und dadurch eine höherer Platzierung im Ranking zu erhalten. Seit langem ist nicht mehr nur die Keyworddichte entscheidend für die Qualität suchmaschinenoptimierter Texte, sondern der gesamte Inhalt der Website. WDF*IDF bietet deshalb eine exakte Option, den Content einer Seite zu optimieren und auf Einzigartigkeit zu überprüfen. Aus dem SEO-Blickwinkel ist es deshalb auch in Hinblick auf holistische Inhalte lohnenswert. Toolanbieter für WDF*IDF Analysen sind beispielsweise Ryte, Searchmetrics oder auch seobility.

Jedoch ist die Relevanz, die durch das WDF*IDF Modell erhöht werden soll, nur einer von sehr vielen Faktoren im Ranking. Das Verfassen eines entsprechenden Textes allein reicht natürlich nicht für die Onpage-Optimierung aus. Obwohl es absolut sinnvoll ist, WDF*IDF beim Schreiben miteinzubeziehen, sollte man sich nicht darüber hinwegsetzten, dass es sich um eine Formel mit einem Logarithmen handelt. Letztendlich stehen Verständlichkeit, Informativität und eine benutzerfreundliche Textualität im Vordergrund.

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