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Carsten Schurig

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    SEO Jahresrückblick 2021 – das war los in der Welt von Google und Co.

    15. Dezember 2021
    13 min
    Arne Chananewitz
    Head of Search Engine
    Optimization (SEO) Braunschweig

    Das beherrschende Thema im Jahr 2021 war immer noch die anhaltende Pandemie. Lockdowns und Einschränkungen machten sich nicht nur im Privaten bemerkbar, auch in der Wirtschaft haben sich die Grenzen verschoben. Onlineshopping blieb weiterhin ein Trend, was die Suchmaschinenoptimierung bedeutsamer werden ließ. Im SEO Jahresrückblick 2021 lassen wir die vergangenen Monate noch einmal Revue passieren und schauen, was Google und Co. zu einem veränderten Onlineverhalten beigetragen haben.

    Wir haben für unseren SEO Jahresrückblick die Themen gewählt, die am wichtigsten waren und die die Onlinewelt fast auf den Kopf gestellt hätten. Los geht’s!

    SEO Jahresrückblick 2021: die Core Web Vitals kamen

    Schon Monate im Voraus angekündigt, hat Google es im August 2021 tatsächlich umgesetzt. Die Core Web Vitals wurden zu einem entscheidenden Rankingfaktor. Die lange Ankündigungsphase wurde von vielen Webseitenbetreibern für die Umsetzung genutzt und gestaltete sich am Ende als zu kurz. Das Page Experience Update musste mehrmals verschoben werden, denn je nach Komplexität der Website blieb nicht ausreichend Zeit für die Vorbereitung auf den neuen Rankingfaktor.

    SEO Jahresrückblick 2021Inhalte:

    • Ladegeschwindigkeit
    • Nutzerfreundlichkeit

    Was war zu tun:

    • Anpassung der LCP (Largest Contentful Paint)
      • Antwortzeiten der Server
      • Ladezeiten verbessern
      • Client Slide Rendering optimieren
      • Rendering-Blocking
    • Anpassung der FID (First Input Delay)
      • Beschleunigung der JavaScript-Ladezeiten
      • Reduzierung von Dateigrößen und des Main-Threads
      • Entlastungen der Requests
      • Code von Dritten minimieren
    • Anpassung der CLS (Cumulative Layout Shift)
      • keine Größenänderungen der Animationen zulassen
      • Größenangaben von Elementen einbinden

    Largest Contentful Paint

    Dabei wird gemessen, wie groß die Zeitspanne ist, bis der wesentliche Content der Webseite vollständig geladen ist. Die Messung startet bei der ersten Anfrage und endet mit dem Erscheinen des Hauptcontents.

    • Gut: geringer als 2,5 Sekunden
    • Optimierungsbedarf: bis zu vier Sekunden
    • Schlecht: mehr als vier Sekunden

    First Input Delay

    Der Schwerpunkt ist hier die Interaktion zwischen dem User und der Webseite. Die Ergebnisse der Messung zeigen, wie schnell Elemente verfügbar sind – angefangen bei der Interaktion des Users bis zur tatsächlichen Reaktion des Browsers.

    • Gut: geringer als 0,1 Sekunden
    • Optimierungsbedarf: bis zu 0,3 Sekunden
    • Schlecht: mehr als 0,3 Sekunden

    Cumulative Layout Shift

    Die Stabilität einer Webseite und aufeinander abgestimmte Ladevorgänge sorgen für eine leichte Zugänglichkeit. Die Messung erfolgt hier anhand der Elemente, die während eines Ladevorgangs verschoben werden müssen.

    • Gut: geringer als 0,1
    • Optimierungsbedarf: bis zu 0,25
    • Schlecht: mehr als 0,25

    Mit den Core Web Vitals als Rankingfaktor erhöht Google die Anforderungen für eine nutzerfreundliche Seite. Das ist vor allem für die mobile Nutzung relevant, denn schon längst werden die meisten Inhalte über Smartphones oder Tablets gesucht. Die gesamte Performance lässt sich mithilfe von Labordaten ermitteln und anpassen.

    SEO Jahresrückblick 2021: Usability und UX-Design gewinnen an Bedeutung

    Mit den Core Web Vitals wurde eine erste Grundlage geschaffen, die User Experience weiter zu verbessern. Besonders im Hinblick auf die steigende mobile Nutzung war (und ist) es wichtig, die Webseiten einfach zu gestalten, ohne dass es inhaltliche Einbußen gibt. Für Onlineshops bedeutet das, eine einfache Customer Journey zu kreieren, die nahezu intuitiv stattfindet. Dabei soll aber auch die Einzigartigkeit der Inhalte nicht leiden. Produktbeschreibungen sowie visuelle Elemente müssen etwas Besonderes darstellen.

    Generell galt es im SEO Jahresrückblick, 2021 das Design so zu verändern, dass die Aufmerksamkeit des Nutzers erregt wurde. Natürlich so, dass es nicht sofort wahrnehmbar ist. Einige Merkmale haben wir im Folgenden aufgeführt:

    • Darkmode
    • schwebende Elemente
    • 3D-Animationen
    • Virtual Reality integrieren
    • Mix aus Fotos, Grafiken und Text
    • Voice Search
    • futuristisches Design
    • Texte, die den Nutzer abholen
    • Fettungen in Textpassagen

    SEO Jahresrückblick 2021: Aus Mobile First wird Mobile Only

    2016 hat die Suchmaschine ihren Algorithmus angepasst und einen stärkeren Fokus auf die mobile Verwendung gelegt. Im SEO Jahresrückblick für 2021 stellen wir fest, dass Mobile Only der neue Standard ist.

    Webseiten mit einer reinen Desktop-Version werden nun nicht mehr indexiert und büßen Sichtbarkeit und Traffic ein. Es drohen sogar harte Penalties.

    Die Gründe für dieses Update sind natürlich in den Umständen der letzten Jahre zu sehen. Nicht nur die Pandemie hat den Fokus auf die flexible Internetnutzung gelegt, auch vorher schon waren die Menschen mehr unterwegs und suchten sich ihre Informationen von jedem Ort der Welt aus. Ob Home-Office, Selbstfindungs-Trip oder Familienurlaub – der Informationsbedarf ist jederzeit gegeben. Hinzu kommt, dass die gesamte Verfügbarkeit des WWW nahezu überall garantiert werden kann.

    Wie bei jedem Update hat Google auch hier den Webseitenbetreibern ausreichend Zeit gelassen, um die Optimierungen durchzuführen, sodass keine unerwarteten Einbrüche kamen.

    Zu den wichtigsten Anpassungen gehörten:

    • responsives Design
    • identische Inhalte der Mobile- und Desktop-Version
    • einheitliche Meta-Robots-Anweisungen

    SEO Jahresrückblick 2021: Stellenwert der strukturierten Daten wächst

    Strukturierte Daten sind Informationssammlungen in einer bestimmten Form, um schneller gefunden zu werden. Dienlich dabei ist die Datenbanksprache SQL. Für den SEO Jahresrückblick 2021 haben wir den strukturierten Daten eine besondere Bedeutung beigemessen, weil sie dazu beitragen, sich von der Konkurrenz abzuheben und dabei einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Die erweiterten Informationen werden sofort in der Suchmaschine ersichtlich.

    Als Beispiel nehmen wir nun die Suche nach Konzerttickets. Einige Ticketanbieter stellen Informationen zur Verfügung, mit denen der User gleich mehrere Konzerte angeboten bekommt und sich der Einfachheit halber seinen Wunschtermin oder seine Stadt heraussuchen kann. Vorwiegend werden die strukturierten Daten mobil ausgespielt. Auch in der Bildersuche lassen sich Fotos gesondert markieren, damit gleich ersichtlich wird, dass weiterführender Inhalt dahintersteckt. Bei einem Klick auf ein Bild gelangen User beispielsweise auf ein Rezept. Auch Local SEO lässt sich dabei hervorragend implementieren.

    SEO Jahresrückblick 2021   Beispiel strukturierte Daten Konzertkarten   Beispiel strukturierte Daten Maps

    Für die SEO von Onlineshops besteht mit strukturierten Daten ein Vorteil, sich von anderen Mitbewerbern abzuheben. Wer es schwer hat, über Keywords ein gutes Ranking zu erzielen, kann sich so in den Blickpunkt des Verbrauchers spielen. User erkennen bereits in der Suche, wo ein Ladengeschäft ist oder wie zuverlässig der Händler scheint. Die Bandbreite der Informationen ist nahezu unbegrenzt. Auch Produktbeschreibungen oder Preise lassen sich damit auf den ersten Blick erfassen.

    Durch die wachsende Mobilnutzung sind die strukturierten Daten im SEO Jahresrückblick 2021 noch bedeutsamer geworden und aus der mobilen Ergebnissuche nicht mehr wegzudenken.

    SEO Jahresrückblick 2021: Diese Google Updates sollten Sie kennen

    Mit insgesamt acht Google Updates hat der Internetriese im SEO Jahresrückblick 2021 ordentlich Gas gegeben. Die Webseitenbetreiber hatten alle Hände voll zu tun, um den Anforderungen gerecht zu werden. Schauen wir uns die Updates einmal kurz genauer an:

    1. Product Review Update:

    Im April wurde das Update ausgerollt, das vor allem die Rezensionen belohnen sollte, die mehrwertiges Wissen für zukünftige Käufer boten. Inhalte, Originalität und Kreativität standen dabei im Mittelpunkt. Relevant war das Update weniger für den E-Commerce, sondern besonders für Webseiten, die sich hauptsächlich mit Produktbewertungen befassen.

    1. Core Update

    Das erste der beiden Core Updates wurde im Juni ausgerollte und sollte vor allem die Webseiten abstrafen, die über keinen Inhalt verfügen. Auch sogenannte „Your Money or Your Life“-Webseiten aus dem Gesundheitsbereich, die mit der Angst der Nutzer spielten, bekamen ihr Fett weg.

    1. Page Experience Update

    Ebenfalls im Juni befasste sich Google mit der User Experience und ließ in das Update die Core Web Vitals einfließen. Dabei stand neben den schnellen Ladezeiten und der Verschlüsselung auch das mobile-freundliche Browsen im Mittelpunkt. Das Core Update war eines der bedeutendsten und für Webseitenbetreiber aufwendigsten Updates.

    1. Spam Update

    Mit dem ersten Spam Update vom Juni kam für einige Webseitenbetreiber die große Überraschung. Nicht nur Phishing, Malware oder Trojaner wurden abgestraft, auch kopierte Inhalte oder Linktausch waren von Penalties betroffen. Dabei ist die komplette Liste der Anforderungen von Google einsehbar und Webmaster können nacharbeiten.

    1. Core Update

    Das Core Update im Juni war nur ein kleiner Teil. Dabei ging es vor allem um die Qualität der Suchergebnisse. Hochwertige Inhalte standen wieder einmal im Mittelpunkt. Sensible Bereiche wie Finanzen oder Gesundheit wurden extrem unter die Lupe genommen. Allerdings scheinen die Suchergebnisse anschließend nicht wirklich besser geworden zu sein, so zählten viele Webseiten mit ausführlichem Content zu den Verlierern.

    1. Link Spam Algorithm Update

    Das Update aus dem Juli zielte vor allem auf Spam-Verlinkungen ab. Manipulative und unnatürliche Weiterleitungen wurden bestraft, Google legte viel Wert auf qualitative Links. Dabei war auch hier das höchste Ziel, die Suchergebnisse für den Nutzer zu verbessern und ihm Content zu liefern, der Trust ausstrahlt sowie einen Mehrwert bietet.

    1. Spam Update

    Wie bereits im Sommer ging es in diesem Update spamigen Webseiten an den Kragen. In den Augen von Google bieten sie keine Qualität und keinen Nutzen für den User, sondern sind nur darauf bedacht, Klicks abzuführen. Mit dem Update sollen Webseitenbetreiber dazu angehalten werden, ihre Informationen gründlich zu recherchieren und für den Leser aufzubereiten.

    1. Core Update

    Kurz vor dem Black Friday kam das große Erwachen oder besser das große Core Update. Mit kleinen Veränderungen in der Suchmaschinenoptimierung ist dem nicht entgegenzuwirken, sondern hier müssen Webmaster größer denken. Die Core Web Vitals spielten eine Rolle, aber auch die Veröffentlichung der besten Inhalte. Das gesamte Core Update aus dem November zielt darauf ab, dass die User Experience noch besser wird.

    SEO Jahresrückblick 2021: die Relevanz von Local SEO

    Lange Zeit unterschätzt, in den letzten zwei Jahren aber enorm auf dem Vormarsch: Local SEO. Die lokale Suchmaschinenoptimierung hat an Bedeutung gewonnen. Kleine Unternehmen, Ein-Mann-Läden oder Nischenprodukte benötigen Local SEO mehr denn je.

    Die allgemeine Mobilität hat abgenommen, hinzu kommt das Bewusstsein vieler Menschen, dem Laden um die Ecke etwas Gutes zu tun oder seine neuen Lieblingsprodukte nicht mehr vom anderen Ende der Welt zu beziehen. Aber woher sollen die Verbraucher denn wissen, dass es zwei Querstraßen weiter einen kleinen Weinladen gibt oder DIY-Unikate in der angrenzenden Stadt erhältlich sind.

    Richtig: Ein optimiertes Google My Business-Profil hilft dabei, gefunden zu werden. Immerhin suchen 76 % der Menschen lokal und gehen auch anschließend in das Geschäft. Gleichzeitig benutzen viele Menschen den Routenplaner und dort erscheinen KMU mit Local SEO ebenfalls auf der Bildfläche.

    Die Kombination aus Onpage- und Offpage-Maßnahmen sowie ein lokaler Linkaufbau ist für unseren SEO Jahresrückblick 2021 nahezu verpflichtend:

    • Kontakte nutzen
    • Sponsoring übernehmen
    • Lokale PR betreiben
    • NAT-Elemente optimieren
    • Title und Description anpassen
    • Business-Profil pflegen
    • Bewertungen integrieren
    Über den Autor

    Arne Chananewitz

    Arne Chananewitz ist Head of SEO der Löwenstark Online-Marketing GmbH. Als gelernter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung schlägt sein Herz für Blogs, SEO, Games und Hardware.

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