Online Marketing Strategien

Markenbildung und Konkurrenzanalyse

Beinahe jedes Unternehmen ist heutzutage mit einer Website im Internet vertreten. Die bloße Präsenz im World Wide Web reicht jedoch nicht aus, um sich gegen die starke Konkurrenz zu behaupten, denn auch die Qualität muss stimmen. Außerdem müssen potenzielle Kunden das Produkt des Unternehmens erst einmal finden, wenn das relevante Keyword bei Suchmaschinen wie Google eingegeben wird. Um die eigenen Dienstleistungen oder Produkte im Internet bekannt zu machen, bedarf es bestimmter Online Marketing Strategien. Diese sollen die langfristige Wettbewerbsposition in einem bestimmten Bereich sicherstellen. Die Qualität einer Website wird mithilfe von effizientem Suchmaschinenmarketing gesteigert. Dazu gehören SEO (Search Engine Optimization), also die Suchmaschinenoptimierung und SEA (Search Engine Advertising), wo bezahlte Werbeanzeigen prominent in den Ergebnislisten positioniert werden. Aber auch Social Media Marketing, Affiliate Marketing, Mobile Marketing und E-Mail-Marketing spielen eine große Rolle.

Bevor man sich aber den ersten Projekten widmet, sollten bestimmte Fragen beantwortet werden.

  • Was ist meine Zielgruppe?
  • Welchen Plan verfolge ich mit anspruchsvollem Online Marketing?
  • Welche Instrumente werden für ausgereifte Online Marketing Strategien benötigt?

Eingrenzung der Zielgruppe für eine erfolgreiche Online Marketing Strategie

Zu den Grundlagen gelungener Online Marketing Strategien gehört die Definition der eigenen Zielgruppe. Effektiv ist eine Herangehensweise, bei der der Adressatenkreis eingegrenzt und direkt angesprochen wird. Wer soll mit dem Produkt erreicht werden? Haben die potenziellen Kunden einen speziellen Interessensbereich oder sollen vielleicht Geschäftsführer anderer Unternehmen angesprochen werden? Zumeist ergibt sich die Klientel schon aus den zu verkaufenden Produkten oder Dienstleistungen. Außerdem ist zu unterscheiden, ob eher Neukunden, Stammkunden oder ehemalige Kunden erreicht werden sollen. Je nach Interesse, Wissensstand, Bedürfnis und vielen anderen Faktoren kann der Kundenkreis bis ins kleinste Detail eingegrenzt werden, sodass ein erfolgreiches Targeting möglich ist.

Zieldefinition für geplantes Online Marketing

Alle Online Marketing Strategien sind nutzlos, solange die Ziele nicht klar definiert sind. Diese lassen sich in vier Kategorien mit den dazugehörigen Indikatoren aufteilen:

Verkäufe:

Bestellungen über Online-Shop und Bestellungen über E-Mail oder Telefon.

Engagement:

Besuche auf einer Webseite, Interaktionen auf Social Media Kanälen, Kommentare und Bounce Rate (Absprungrate und Verweildauer auf der Website).

Markenaufbau/Branding:

Besucherzahlen, organischer Traffic über Brand und Reichweite über das Social Media Marketing.

Leads:

E-Mail-Kontakte, Telefonanrufe und ausgefüllte sowie abgeschickte Kontaktformulare Die Kennzahlen der benannten Indikatoren müssen für das Erreichen der Ziele ständig überwacht und vor allem analysiert werden. Für diese Webanalyse benutzen Marketer verschiedene Tools wie etwa Google Analytics. Wichtig ist, dass die Analyse und die Bewertung der Performance gewissenhaft und sorgfältig erfolgen, um den tatsächlichen Erfolg zu messen.

Markenbildung und Konkurrenzanalyse

Durch die Markenbildung wird ein charakteristisches Erscheinungsbild des Unternehmens erschaffen, das sich von den Mitbewerbern am Markt abhebt und dem der Endkunde vertraut. Ein positives Image lässt sich dank der vielfältigen multimedialen Möglichkeiten im Internet leicht realisieren und festigen. Dafür bedarf es aber auch eines Produktes oder einer Dienstleistung, die dem Kunden einen Mehrwert bietet und die konkurrenzfähig gegenüber anderen Anbietern ist. Eine genaue Wettbewerbsanalyse, bei der neben den Google Suchergebnissen auch die Backlinks der Konkurrenz geprüft werden, ist deshalb schon vor der Entwicklung von entsprechenden Strategien ratsam.

Regionalität schafft Vertrauen – die Online Strategie für lokale Unternehmen

Gerade kleinere Unternehmen vernachlässigen den Aspekt der Online-Strategie. Ein etabliertes Geschäft in der Region bedeutet nicht zwangsläufig auch Erfolg im Internet. Es darf nicht davon ausgegangen werden, dass selbst treue Kunden selbstverständlich an den Laden vor Ort denken, wenn sie online sind. Doch Regionalität schafft Vertrauen. Wird die Firma durch eine optimierte Website oder einen professionellen Social-Media-Auftritt leicht im Internet gefunden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie auch im Netz den Vorzug gegenüber anonymen Großunternehmen bekommt. Dafür kann die regionale Anbindung konsequent hervorgehoben werden. Mit einem gezielten Local SEO und einem Eintrag in „Google My Business“ kann das lokale Geschäft einen Vorteil haben, da viele spontane Kaufentscheidungen unterwegs getroffen werden und mit dem Smartphone nach einem passenden Geschäft in der Nähe gesucht wird. Alle Läden, die dann nicht angezeigt werden, haben ihr Chance auf Laufkundschaft vertan.

Maßnahmen und Instrumente für erfolgreiches Online Marketing

Mit dem richtigen Einsatz von effektiven Online Marketing Strategien kann ein Unternehmen seine Stellung auf dem Markt festigen oder auch komplett neue Gebiete erschließen. Je nach den Zielen und der Ausrichtung der Strategie bieten sich den Kunden von Online Marketing Profis eine Vielzahl von Möglichkeiten, um die eigene Botschaft an potenzielle, aber auch bestehende Kunden zu senden. Ausgeklügelte Optimierungsverfahren bieten dabei die Chance, sich stetig weiterzuentwickeln und die eigene Reichweite zu erhöhen, während der Streuverlust minimiert wird. Verschiedenste Maßnahmen helfen bei der Verbesserung der Markenbekanntheit, der Kundenbindung oder der Gewinnung neuer Kunden und neuer Absatzwege. Folgende Maßnahmen sollten dabei in Betracht gezogen werden:

Suchmaschinenmarketing

Um eine Website im Netz sichtbar zu machen, muss sie über die großen Suchmaschinen gefunden werden. Mithilfe von SEO und SEA wird sie nach suchmaschinenrelevanten Punkten optimiert und auf die Anforderungen von Google abgestimmt. Werden jetzt bestimmte Keywords eingegeben, die für das Unternehmen wichtig sind, steigt die Seite im Ranking. Das langfristige Ziel sollte sein, sich dauerhaft auf der ersten Seite zu etablieren, da die wenigsten Nutzer sich darüber hinaus informieren. Da besonders große Unternehmen bei häufig eingegebenen Schlüsselbegriffen nur schwer übertroffen werden können, gilt es bei den gewählten Keywords ein gesundes Mittelmaß zwischen hohem Suchvolumen und überschaubarer Konkurrenz zu finden. Während die SEO so die organische Reichweite erhöht, werden in der SEA Advertising-Maßnahmen eingesetzt, um eine bezahlte Reichweite zu erzeugen und Streuverluste zu vermeiden.

Social Media Marketing

Die sozialen Medien sind heutzutage fester Bestandteile unserer täglichen Kommunikation und dienen vor allem der Informationsgewinnung. Durch Facebook, Twitter, Instagram oder YouTube kann direkt mit der eigenen Zielgruppe in Kontakt getreten werden. Je nach potenzieller Kundschaft und eigenem Angebot sind dabei bestimmte Plattformen mehr und andere weniger geeignet. Deshalb ist es wichtig herauszufinden, über welche Kanäle die eigene Zielgruppe am besten erreicht werden kann und darauf das Hauptaugenmerk zu legen, ohne die anderen Accounts zu vernachlässigen. Um Follower zu gewinnen sollte allerdings überall einzigartiger Content gepostet werden, da es für den Nutzer ansonsten keinen Grund gäbe, mehrere Seiten zu abonnieren. Kreative und zur Interaktion anregende Inhalte in regelmäßiger Form erreichen eine höhere Reichweite als ein verwaistes Profil, das kaum bespielt wird und keinen echten Grund gibt, ihm zu folgen.

E-Mail-Marketing

Im Bereich des E-Commerce ist der E-Mail-Newsletter weiterhin ein gern genutztes Tool zur Informationsbeschaffung über die neuesten Angebote und zur Kommunikation. E-Mail-Marketing hilft dabei, den Traffic zu steigern und die Kunden über aktuelle Produkte zu informieren. Dabei kommt es vor allem auf die visuell ansprechende Gestaltung an. Die Mail muss Lust auf mehr machen, damit der User dem darin enthaltenen Links folgt. Wichtig ist aber auch hier die Häufigkeit der Newsletter. Ist die Frequenz zu hoch, kann das nervig werden und es wird schnell das Gegenteil des eigentlichen Ziels erreicht.

Affiliate Marketing

Der Begriff Affiliate Marketing bezeichnet ein Partnerprogramm zwischen einem Affiliate (Unternehmen) und einem Merchant (Händler). In diesem Fall möchte der Händler die Plattform des Affiliate nutzen, um seine Produkte zu verkaufen. Er profitiert dabei von dem bereits etablierten Namen, dem Vertriebsnetzwerk und den meist vorhandenen Lagerräumen. Das Unternehmen fungiert zudem als Werbeträger. Im Gegenzug kümmert sich der Merchant um die Pflege des Shops und das Marketing. Für jedes verkaufte Produkt wird eine Provision ausgehandelt, sodass beide Parteien ihren Anteil bekommen. Die Arbeitsteilung hat den Vorteil, dass sowohl Händler als auch vertreibendes Unternehmen sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können, kein erhöhtes Risiko eingehen und dabei im Idealfall einen besseren Umsatz machen. Als Abrechnungsmodelle sind folgende Varianten etabliert:

  • Cost per Click
  • Die Abrechnung erfolgt nach Anzahl der Klicks.
  • Cost per Lead
  • Der Werbepartner wird auf Basis von gewonnenen Kontaktadressen vergütet.
  • Cost per Sale
  • Der Merchant bekommt eine anteilige Provision bei jedem verkauften Produkt.

Als Grundsatz gilt deshalb: Je besser die Werbung gestaltet ist, desto mehr Klicks werden generiert und desto besser sind die Einnahmen.

Mobile Marketing

Die Tatsache, dass im Jahr 2017 bereits nahezu genauso viele Personen ein Smartphone benutzten, um ins Internet zu kommen wie einen herkömmlichen PC oder Laptop, beweist die Notwendigkeit von gekonntem Mobile Marketing. Deshalb müssen Unternehmen, die im Netz ihre Produkte verkaufen, sich an diesen Trend anpassen, um nicht von der Konkurrenz abgehängt zu werden. Da mobile Endgeräte aufgrund ihrer Form und Größe allerdings andere Anforderungen an den Webauftritt stellen, was die Gestaltung und die Darstellung betrifft, müssen Webseiten speziell nach diesen Richtlinien optimiert werden. Mit dem gestalterischen und technischen Paradigma des Responsive Webdesign wird die Umsetzung auf die Smartphones und Tablets abgestimmt. An SEO und SEA müssen hier unabhängig von der Desktop-Gestaltung neue Parameter angesetzt werden, die separat als Online Marketing Maßnahmen aufgeführt werden. Geschieht dies nicht, leidet die Usability bei der Nutzung über das Handy. Das hat eine negative Auswirkung auf das Ranking und führt im schlimmsten Fall zum Verlust von Kunden, die ab sofort auf einer benutzerfreundlicheren Seite der Konkurrenz zu finden sind. Mit einem gut durchdachten Mobile Marketing können jedoch die Aufmerksamkeit, die Klickzahlen und die Umsätze gesteigert werden.

Unabhängig von der Wahl der passenden Maßnahme für ein Unternehmen ist es wichtig, dass die aufgestellte Strategie stets kontrolliert und ergebnisoffen betrachtet wird. Denn besonders im Online Marketing ist eine adäquate Anpassung an spontane Veränderungen des Umfelds überlebenswichtig für eine erfolgreiche Ausrichtung der Strategie.

Online ist nicht alles – das traditionelle Offline-Marketing

Online ist nicht alles. Viele Unternehmen vernachlässigen das traditionelle Offline Marketing und vergessen damit das Potenzial, das auch außerhalb des Internets vorhanden ist. Sponsoring, außergewöhnliche Werbegeschenke, Rabattaktionen vor Ort, einen besonderen Service – das Offline Marketing kann das Online Marketing wirkungsvoll unterstützen. Eine gelungene Offline-Maßnahme verbreitet sich im Netz wie von selbst, wenn Kunden und Besucher Fotos davon posten oder darüber schreiben. Aktionen im Internet können auch außerhalb der digitalen Welt beworben werden und umgekehrt. So können sich beide Strategien gegenseitig befruchten.

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