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    Google KI-MuM: die Veränderung der SEO durch Künstliche Intelligenz

    17. Januar 2022
    6 min
    Wolfgang Reinöhl
    Team Lead SEO Berlin

    Im Mai 2021 stellte Google mit der KI-MuM ein neues Feature vor, das revolutionär für Suchabfragen werden könnte. Die multimodale Künstliche Intelligenz Multitask Unified Model wird sowohl mit Text-, Bild- als auch Videodaten trainiert. Mehr als 75 Sprachen lassen sich damit auslesen. Laut eigener Aussage des Suchmaschinenriesen soll KI-MuM bis zu 1000 × bessere Ergebnisse liefern als die bisher genutzte BERT-Variante.

    Kurzum: Das Machine Learning-Modell findet bei der Suchanfrage eines Users bessere Ergebnisse in Texten, Dokumenten, Bildern, Videos oder Podcasts und kann Nutzerfragen noch granularer beantworten. Google KI-MuM ist in der Lage, mit einem umfassenden Verständnis ALLE Informationen in einen relevanten Kontext zu setzen.

    Das steckt hinter Google KI-MuM

    Google SucheBisher wurde die herkömmliche BERT-Variante zum Auslesen von Suchergebnissen eingesetzt. Das Modell diente als Vorstufe zur Künstlichen Intelligenz. Die Algorithmen von Googles KI-MuM können zwischen Personen und Sachen  unterscheiden, geografische Präferenzen beachten und komplette semantische Zusammenhänge verstehen. Mit KI-MuM von Google wird nun ein neuer Weg eingeschlagen, auf dem die Bedürfnisse des Users noch mehr im Mittelpunkt stehen.

    Beziehungen zu erkennen oder Unterscheidungen zwischen Personen und Orten zu treffen, ist eine Weltneuheit in den Suchanfragen. Das gibt Webseitenbetreibern bei der Suchmaschinenoptimierung ganz neue Möglichkeiten an die Hand.

    • Suchintentionen können besser bedient werden
    • Erweiterung der bidirektionalen Betrachtung von Suchbegriffen zur NLP-Erkennung
    • Suchanfragen werden aus Dokumenten, Gesprächen, Übersetzungen oder Klassifizierungen herausgelesen
    • Interaktion möglich

    Veränderungen für die Google-Suche sind nichts Ungewöhnliches. Hummingbird oder BERT haben es vorgemacht – mit KI-MuM wird ein ganz neuer Weg eingeschlagen, um die Bedürfnisse der User noch genauer zu befriedigen.

    Funktionsweise von Google KI-MuM

    Wissen, was Nutzer wollen – das ist der Wunsch eines jeden Webseitenbetreibers, der hochwertigen Content schaffen möchte. Künstliche Intelligenz ermöglicht die Veränderung von einer Such- zu einer Antwortmaschine. Das Modell ist in der Lage, die richtige Suchintention zu erkennen. Wir versuchen die Funktion des neuen Tools zu visualisieren.

    Ein Nutzer möchte eine Skitour über den Weißen Ring machen. Bei der einfachen Eingabe des Suchbegriffes „Weißer Ring“ erhält er die allgemeinen Informationen über die geografische Lage, die Streckenlänge, die Höhenunterschiede oder die möglichen Einstiegsstellen. Doch die Skitour ist anspruchsvoll und Gelegenheitsfahrer gelangen schnell an ihre konditionellen Grenzen. Mit Google KI-MuM werden nun zusätzliche Informationen extrahiert, die aufzeigen, welche Kleidung dabei nötig ist, wie die sportliche Vorbereitung aussehen soll. Das Modell lässt sich zusätzlich mithilfe von eigenen Bildern befragen, ob ein bestimmter Ski dafür geeignet ist.

    Die Basis für KI-MuM von Google ist der Text-to-Text-Transfer-Transformer, der ein Vielfaches an Text als Wikipedia enthält. Damit kann das Modell selbstständig lernen und die Ergebnisausgabe verbessern. Neben inhaltlichen Übereinstimmungen werden Umgangssprache, Fremdsprachen und Inhalte aus Dokumenten berücksichtigt.

    Bedeutung des Google KI-MuM für den User

    Die bisherigen Suchanfragen gestalten sich immer nach dem gleichen Bild. Auf das gewünschte Keyword folgen passende SERPs, die bereits eine hohe Treffsicherheit haben. Im Anschluss finden sich weitere, zur Anfrage passende Fragen. Diese liefern ebenfalls die korrekten Antworten, ohne dass das Keyword erneut vorkommt, sondern ausschließlich ein semantischer Zusammenhang besteht.

    Mit dem Google KI-MuM entsteht ein Dialog. Wird nach einer Person gesucht, die einen alltäglichen Namen hat, könnte nun ein Dialog zustande kommen. Im Hintergrund stellt das KI-MuM den Zusammenhang zu Entitäten her, um die Person eindeutig zu identifizieren. Zusätzlich hat der User die Möglichkeit, eigene Bilder zu senden, um das korrekte Erkennen zu ermöglichen. Anschließend liefert die Suchmaschine nicht nur reine Informationen, sondern auch Weiterleitungen zu Podcasts oder Videos mit der gesuchten Person.

    Der Leser erhält damit eine umfassende Datensammlung zu seinem Suchbegriff, der viele Facetten aufweist.

    Einfluss des Google KI-MuM auf die SEO

    Für die Suchmaschinenoptimierer, die bereits auf hochwertigen Content setzen, hat das Google KI-MuM keinen großen Einfluss. Sie müssen ihre bisherige Linie weiterverfolgen und dem Nutzer die erwartete User Experience bieten. Durch das erweiterte Angebot von Google KI-MuM vergrößert sich auch die potenzielle Zielgruppe. Auch die Mitbewerber werden zahlenmäßig größer.

    Wer bisher die besten Inhalte für seine Leserschaft produzieren wollte, sollte also diese Strategie weiterverfolgen. Der Wettbewerbsvorteil liegt mit Google KI-MuM jedoch bei komplexen und vor allem informationsorientierten Anfragen, die es zur Zufriedenheit des Lesers zu beantworten gilt. Mit KI-MuM hat Google einen weiteren Meilenstein ausgerollt, der auf die weltbesten Suchergebnisse abzielt.

    Über den Autor

    Wolfgang Reinöhl

    Wolfgang ist SEO-Experte und Team Lead am Standort Berlin. Seine besondere Leidenschaft gilt dem Natural Language Processing und Strukturierten Daten.

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