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Arne Chananewitz

Arne Chananewitz

Head of Search Engine
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    Hidden Content

    Stand: 15.08.2022

    Der Hidden Content – versteckter Inhalt – ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Beim Betrachten einer Webseite wird er nicht angezeigt, da er sich im Quelltext befindet. Dennoch ist er für die Suchmaschinenoptimierung von großer Bedeutung. Allerdings verbergen sich hinter Hidden Content vor allem große Risiken.

     

    Was ist Hidden Content?

    Als Hidden Content werden Textinhalte und Links innerhalb einer Website bezeichnet, die zwar im Quelltext angelegt sind, aber dem Webseitenbesucher nicht dargestellt werden. Versteckte Inhalte kommen im Rahmen der Black Hat SEO zum Einsatz, indem der Hidden Content mit relevanten Keywords angereichert wird, um das Ranking der Webseite innerhalb der organischen Suche zu manipulieren.

    Durch die Weiterentwicklung der Suchalgorithmen wird Hidden Content heutzutage sehr schnell identifiziert und führt in vielen Fällen zu einer Abwertung der Seite oder sogar zu einer Entfernung der Domain vom Index. Hidden Content wird oftmals durch entsprechende Anpassungen in der CSS-Datei verschleiert, sodass er im Frontend unsichtbar ist.

     

    Hintergrund von Hidden Content

    Seinen Ursprung hat Hidden Content in dem Versuch, das Suchmaschinen-Ranking zu verbessern und relevante Keywords so zu platzieren, dass es nicht zu einer Ansammlung von Schlüsselbegriffen kommt. Dafür wurden Methoden ausgewählt, die mittlerweile als unlauter gelten. Die Keywords wurden so versteckt, dass sie für die Crawler erkennbar waren, aber der Nutzer sie nicht sehen konnte. Damals war keine Unterscheidung zwischen tatsächlichen und versteckten Inhalten möglich. Inzwischen ist die Technik so weit fortgeschritten, dass Hidden Content als solcher identifizierbar ist.

     

    Hidden Content in der praktischen Anwendung

    Allgemein gilt, dass Webseiten vor allem für Nutzer und nicht nur für Suchmaschinen optimiert werden sollten. Rankt die Seite in der organischen Suche hoch und generiert viel Traffic, bringt dies Webseitenbetreibern manchmal nur kurzfristig Vorteile. Wenn die Webseite für Nutzer nicht ansprechend gestaltet ist und keinen individuellen Mehrwert bietet, steigt die Bounce Rate.

    Um langfristig und nachhaltig ein gutes Ranking zu erzielen, sind Inhalte mit Mehrwert wichtig. Dazu muss der Content regelmäßig auf Aktualität geprüft und angepasst werden. Keyword-Stuffing ist dabei ein absolutes No-Go.

    Nicht immer wird Hidden Content als Suchmaschinenmanipulation gewertet, es gibt durchaus Möglichkeiten, ihn auch auf legale Art einzusetzen. Dabei stehen unterschiedliche Ausführungsoptionen zur Auswahl.

    Um die Webseite für Crawler laut der Google-Webmaster-Richtlinien leichter indexierbar zu machen, gilt es, alle wichtigen Informationen in Textformaten anzulegen. Manche Webseiten haben bereits von vornherein die Absicht, lediglich Traffic zu generieren – beispielsweise Plattformen, die Nutzerdaten abgreifen möchten oder kein eigenes Angebot vorweisen können. In diesem Fall lässt sich auch kein informativer Inhalt erstellen, der dem Nutzer Mehrwert bietet. Häufig wird dann Hidden Content als gestalterisches Mittel einsetzt, um die Seite von störenden Textblöcken zu befreien. Dabei sollte das Risiko einer Penalty durch die Suchmaschine berücksichtigt werden.

    Unerlaubter Hidden Content

    Als Manipulation werden vor allem folgende Formen angesehen und von den Suchmaschinen negativ eingestuft. Das hat eine Abstrafung zur Folge.

    • Manipulation von Schrifteigenschaften: Inhalte werden für den Leser unsichtbar gestaltet, indem die Schriftgröße 0 gesetzt wird. Das lässt sich im CSS hinterlegen. Zudem kann die Schriftfarbe so gewählt werden, dass sie dem Hintergrund entspricht.
    • Manipulation von Bildern: Hier werden Bilder in den eigentlichen Content eingefügt und mit den entsprechenden Keywords dahinter eingesetzt. Somit ist der eigentliche Text ebenfalls für den Leser nicht sichtbar.
    • Links verbergen: Über unterschiedliche Sonderzeichen im Quellcode können auch unlautere Links einen Weg auf Webseiten finden, sodass sie der User nicht erkennt. So lassen sich Linkpartnerschaften unterbringen und es wird gegenseitig Traffic generiert.
    • Inhalte verschieben: Hidden Content kann zudem aus dem sichtbaren Bereich beziehungsweise generell aus dem Bildschirm geschoben werden.
    • „noindex“ integrieren: Bestehen kritische Verlinkungen, wird häufig die Seite auf „noindex“ gesetzt, damit die Inhalte nicht gecrawlt werden. Google erkennt diesen Tag, straft ihn aber nur dann ab, wenn es sich dabei um essenzielle Teile einer Webseite handelt.

    Bei all diesen Maßnahmen nehmen die Webseitenbetreiber eine Abstrafung in Kauf. Die Popularität und das gute Ranking sind nur kurzfristige Erfolge.

    Erlaubter Hidden Content

    Statt der eigentlich verbotenen Maßnahme können Webdesigner beispielsweise ALT-Attribute und Title-Tags für entsprechende Bilddateien einsetzen und diese mit den relevanten Keywords füllen. In diesem Fall ist allerdings ein gewisses Maß an Keywords nicht zu überschreiten, da dies von Suchmaschinen als Keyword-Stuffing bewertet werden könnte. Die Inhalte auf Webseiten sollten immer für den Nutzer verfasst werden und nicht ausschließlich für die Suchmaschinen. Somit müssen die Texte auch sichtbar sein.

    Die Meta-Daten bilden dabei eine Ausnahme. Sie sind ebenfalls unsichtbar, aber definitiv empfohlen. Tatsächlich gelten sie sogar als Rankingfaktoren in der SEO. Mit den ALT-Attributen in der Bilder-SEO wird die Barrierefreiheit gewährleistet. Auch Mouseover-Texte und Title-Tags dienen der zusätzlichen Beschreibung.

    Jedoch gibt es auch Möglichkeiten, die zur White Hat SEO zählen:

    • CSS-Befehle setzen: Mithilfe von zwei Befehlen lässt sich Hidden Content ebenfalls auf einer Webseite unterbringen. „visibility: hidden“ oder „display: none“ befinden sich im Quelltext und verbergen die Inhalte vor dem menschlichen Auge.
    • Trackingpixel nutzen: Um das Nutzerverhalten auf der eigenen Website zu analysieren, wird ein Trackingpixel gesetzt, das jegliche Aktionen nachverfolgen kann. Es wird von den Crawlern erkannt, aber nicht als manipulatives Werkzeug eingestuft.
    • Deaktivierung des JavaScriptes: Auch ohne noscript-Tag können Informationen zur Verfügung gestellt werden.
    • Implementierung von Videos: Sie gelten als zusätzliche Inhalte und werden nicht als Hidden Content deklariert.

     

    Strafen für Hidden Content

    Während zu Beginn der professionellen Suchmaschinenoptimierung Hidden Content eine gängige Praxis war, gibt es inzwischen konkrete Richtlinien dazu, was erlaubt und was verboten ist. Das betrifft nicht nur Google als Suchmaschine, sondern auch Bing und Yahoo.

    Verstöße gegen die Regularien mit dem Titel „Verborgender Text und verborgene Links“ werden geahndet. Die Penalty kann ein herabgesetztes Ranking oder einen kompletten Ausschluss aus dem Index zur Folge haben.

     

    Technische Vorgehensweise zum Verstecken von Inhalten

    In der Praxis wird Hidden Content auf unterschiedliche Art und Weise eingebettet. Hierbei stellt die einfachste Methode die Anpassung der Schrifteigenschaften innerhalb der CSS-Datei dar: Durch die Einstellung der Schriftgröße auf den Wert Null oder durch die Anpassung der Schriftfarbe an die Farbe des Hintergrundes können Textinhalte und Links innerhalb einer Webseite für Webseitenbesucher unsichtbar gemacht werden.

    Darüber hinaus können auch komplette CSS-Container durch die Befehle „visibility: hidden“ oder „display: none“ im Frontend ausgeblendet werden. Eine weitere Vorgehensweise stellt das Verstecken von Inhalten hinter Bildern dar. Dabei werden die Bilder so über einem Textinhalt oder einem Link platziert, dass er nicht mehr sichtbar ist. Insbesondere Links können durch die Verlinkung von Sonderzeichen schnell für das Frontend unsichtbar gemacht werden, obwohl sie im Quellcode der Seite angelegt sind.

    Auf diese Weise lässt sich der Quellcode einer Seite mit einer Vielzahl relevanter Keywords anreichern, ohne dass diese in die Webseiten-Inhalte eingebettet werden müssen. Bei der Indexierung der Seite wird diese dann für die versteckten Keywords als relevant bewertet, sodass Webseitenbetreiber mit Hidden Content einen Vorteil in Hinblick auf den PageRank generieren können.

     

    Hidden Content & Einfluss auf die SEO

    Hidden Content wird von Webseitenbetreibern vorwiegend im Rahmen der Black Hat SEO angewendet und stellt somit ein Problem im Rahmen der Indexierung durch Suchmaschinen dar. Durch das Anreichern der Webseite mit einer Vielzahl an relevanten Keywords, die im Frontend allerdings unsichtbar sind, kann eine bessere Platzierung der Webseite innerhalb der organischen Suche erreicht werden. Durch die Weiterentwicklung der Bots ist es heutzutage allerdings möglich, Hidden Content bei der Indexierung einer Webseite sehr genau zu identifizieren und gegebenenfalls negativ zu bewerten.

    Die Einbettung von Hidden Content wird von allen Suchmaschinen als Manipulation der Suchergebnisse beurteilt und entsprechend abgestraft. Eine künstliche Verbesserung des Rankings ist nicht ratsam. Mittlerweile ist es den Crawlern möglich, eine komplette Website zu durchsuchen und auch die ergriffenen Maßnahmen zu differenzieren. Die Konsequenzen bei einem Verstoß gegen die Richtlinien der Suchmaschinen reichen von einer Penalty einzelner Seiten bis hin zur kompletten Entfernung der Domain vom Index.

    Über den Autor
    Arne Chananewitz
    Arne Chananewitz ist Head of SEO der Löwenstark Online-Marketing GmbH. Als gelernter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung schlägt sein Herz für Blogs, SEO, Games und Hardware.

     

    Was ist Hidden Content?

    Hidden Content ist ein Begriff, der im Internet verwendet wird, um Text, Bilder oder andere Elemente zu beschreiben, die für den Benutzer beim ersten Besuch einer Webseite nicht sichtbar sind. Der verborgene Inhalt wird erst sichtbar, wenn der Benutzer die Seite nach unten scrollt oder auf andere Weise mit ihr interagiert.
    Diese Technik kann verwendet werden, um Navigationsmenüs, Werbebanner oder andere Inhalte auszublenden, die den oberen Teil der Seite nicht überladen sollen. Sie kann auch verwendet werden, um zusätzliche Informationen oder Bonusinhalte für Benutzer bereitzustellen, die an einer weiteren Erkundung interessiert sind. Hidden Content ist im Quelltext auslesbar.
    Es gibt einige Gründe, warum Hidden Content auf Websites nicht erlaubt sind. Erstens können versteckte Inhalte dazu verwendet werden, Spam zu versenden oder Menschen dazu zu verleiten, auf Dinge zu klicken, auf die sie sonst nicht klicken würden. Dies kann zu einer schlechten Benutzererfahrung führen und auch dem Ruf der Website schaden. Zweitens können versteckte Inhalte verwendet werden, um die Platzierung einer Website in Suchmaschinen zu verbessern. Dies wird als „Keyword-Stuffing“ bezeichnet und von den meisten Suchmaschinen als Betrug angesehen. Schließlich widerspricht das Verstecken von Inhalten auf einer Website dem Geist der Offenheit und Transparenz, den viele Websites anstreben.

     

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