Keyword Stuffing

Als Webseiten in der Anfangszeit der Suchmaschinen noch lediglich nach einer starken Linkstruktur und der Frequenz und Häufigkeit des relevanten Keywords gerankt wurden, stellte das Keyword Stuffing eine sehr praktikable und wirksame Lösung für die Verbesserung und Stärkung der Platzierung der Webseite in der organischen Suche dar. Heutzutage fällt das Keyword Stuffing in den Bereich des Black Hat SEO und führt in jedem Fall zu einer Abstrafung der entsprechenden Webseite.

Definition

Der Begriff Keyword Stuffing (deutsch: vollstopfen, füllen) beschreibt die überdurchschnittlich häufige Wiederholung von relevanten Suchbegriffen in den Metadaten einer Webseite, um die Relevanz der Webseite für die jeweiligen Keywords hinsichtlich der Platzierung in der organischen Suche zu erhöhen. Hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) stellt das Keyword Stuffing eine unerlaubte Technik dar und fällt deshalb in den Bereich des Black Hat SEO.

Funktionsweise

Im Rahmen des Keyword Stuffings versuchen Webseitenbetreiber, kurzfristige Rankingverbesserungen durch die häufige Wiederholung von relevanten Keywords und Keywordkombinationen auf der Webseite zu realisieren. Die Technik lässt sich dabei auf unterschiedliche Arten umsetzen: Neben dem häufigen Wiederholen von Suchbegriffen im Meta-Title lassen sich Keywords auch in die Meta Description einbetten. Auch die Erstellung eines Meta-Tags kommt in der Praxis häufig zur Anwendung. Hierbei werden im Quellcode so viele Longtail-Begriffe wie möglich in Kombination mit dem Hauptkeyword hinterlegt.

Neben der Einbettung von Keywords in Metadaten kann auch der Content der Webseite mit zusätzlichen Suchbegriffen angereichert werden. Bei dieser Umsetzung sollten Webseitenbetreiber allerdings berücksichtigen, dass der eigentliche Inhalt durch die überdurchschnittliche Häufigkeit von Suchbegriffen oftmals nicht mehr organisch wirkt und auch der Mehrwert für den Webseitenbesucher in Frage gestellt wird. Durch die Einbettung von Suchbegriffen in den Quelltext können für Webseitenbesucher nicht sichtbare Webseitenelemente genutzt werden, um die Keyword Density zu erhöhen. Auch wenn diese Inhalte von Webseitenbesuchern nicht wahrgenommen werden können, werden sie dennoch von Crawlern und Bots ausgelesen und beeinflussen somit das Ranking.

Auch über ALT-Attribute visueller Inhalte lassen sich zusätzliche Keywords in die Webseite einfügen. Aus Gründen der Barrierefreiheit von Webseiten sollten Webseitenbetreiber allerdings auch visuell eingeschränkten Webseitenbesuchern, die maßgeblich auf die ALT-Attribute zur Erfassung von Webseiteninhalten angewiesen sind, die uneingeschränkte Nutzung der Inhalte einräumen und auf ein Keyword-Stuffing in diesem Bereich verzichten. Eine letzte Möglichkeit zum Einbinden zusätzlicher Keywords stellen Title-Tags dar.

Vor- und Nachteile von Keyword Stuffing

Als Webseiten in der Anfangszeit der Suchmaschinen noch lediglich nach einer starken Linkstruktur und der Frequenz und Häufigkeit des relevanten Keywords gerankt wurden, stellte das Keyword Stuffing eine sehr praktikable und wirksame Lösung für die Verbesserung und Stärkung der Platzierung der Webseite in der organischen Suche dar. Keywords wurden sowohl in die Metadaten als auch in den Quellcode eingebettet, um die Platzierung der Webseite positiv zu beeinflussen. In diesem Zusammenhang griffen Webseitenbetreiber auch häufig auf Hidden Content zurück: Inhalte werden mit besonders vielen relevanten Keywords angereichert und dann durch eine entsprechende Farbgebung auf der Webseite versteckt, sodass Nutzer dieses weder wahrnehmen, noch durch die zusätzlichen Inhalte bei der Nutzung der Webseite gestört werden.

Heutzutage fällt das Keyword Stuffing und auch die Verwendung von Hidden Content in den Bereich des Black Hat SEO. Durch die maßgebliche Weiterentwicklung und Verfeinerung der Algorithmen und Webcrawler kann Keyword Stuffing sehr schnell identifiziert werden und führt in jedem Fall zu einer Abstrafung der Webseite. Je nach Härte des Vergehens erleidet die Webseite einen (vorübergehenden) Rankingverlust oder wird sogar Vollständig aus dem Index der Suchmaschine entfernt, sodass die betreffende Webseite nicht mehr auf den Search Engine Result Pages (SERP) platziert wird und somit keinen Traffic mehr über Suchmaschinen wie Google generieren kann. Besonders für kommerzielle Webseiten aus dem Bereich des E-Commerce gehen mit diesen Abstrafungen auch erhebliche Umsatzverluste einher. Aufgrund der Abstufung der Keyword Densitiy als Rankingfaktor verliert auch das Keyword Stuffing zunehmend an Bedeutung und gilt heutzutage vielmehr als Spam-Maßnahme, welche in der Regel auch nicht mehr zu kurzfristigen Rankingerfolgen führt.

Um Abstrafungen und Rankingverluste abzuwenden, empfiehlt die Suchmaschine Google, gänzlich auf Keyword Stuffing zu verzichten. Zudem kann sich das Anhäufen von Keywords beispielsweise im Content oder ALT-Attributen negativ auf die User Experience (UX) und die Usability der Webseite auswirken. Orientieren sich Webseitenbetreiber an den Google Webmaster Richtlinien können durch die Erstellung und Veröffentlichung hochwertiger einzigartiger Inhalte, die dem Leser einen eindeutigen Mehrwert bieten, positive Effekte für die Platzierung der Webseite in der organischen Suche generiert werden.

Nutzen für SEO

Heutzutage hat Keyword Stuffing keinen positiven Effekt mehr auf die Platzierung der Webseite in der organischen Suche. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung fokussieren sich Webseitenbetreiber und Webmaster heute vielmehr auf die Beschaffenheit des Contents und semantische Zusammenhänge als auf die Anhäufung von relevanten Keywords. Durch die Weiterentwicklung und Verfeinerung der Suchalgorithmen kann unerlaubtes Keyword Stuffing heutzutage leicht identifiziert werden und ist mit einer Penalty belegt.

Dass die Technik aufgrund der Weiterentwicklung des Rankingalgorithmus zudem auch keine kurzfristigen Rankingverbesserungen mehr verspricht, wirkt sich positiv auf die Suchmaschinenoptimierung im Allgemeinen aus. Da unerlaubte Spam-Maßnahmen zunehmend leichter und schneller erkannt und zudem hart abgestraft werden, wird auch der Wettbewerb um die Top-Platzierungen in der organischen Suche fairer. Davon profitieren neben Webseitenbetreibern auch die Suchmaschinennutzer, da ihnen zunehmend bessere Inhalte zur Verbesserung des PageRanks zur Verfügung gestellt werden.

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