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Steffen Pfeiffer

Steffen Pfeiffer

Senior SEO Manager, SEO Scientist

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    Canonical Tag

    Stand: 04.07.2022

    Eine einfache Faustregel bei der Content- und Websiteerstellung ist, dass Inhalte nur über eine URL aufrufbar sein sollten. So stellen Webmaster sicher, dass die Crawler der Suchmaschinen alle Seiten einer Internetpräsenz vollständig indexieren und sie in den SERPs dargestellt werden. Gleichzeitig vermeiden Administratoren so Duplicate Content. Kommt es in manchen Fällen doch dazu, dass dieselben Inhalte verwendet werden, hilft das Canonical Tag dabei, mögliche Probleme zu umgehen.

     

    Definition

    Das Canonical Tag rel=“canonical“ ist ein Meta-Tag, das Webmaster in den Head-Bereich im Quellcode einsetzen können, um auf die Originalwebsite zu verweisen. In manchen Fällen kann es vorkommen, dass der gleiche Inhalt über mehrere Domains des gleichen Unternehmens aufrufbar ist. Damit der Suchmaschinenalgorithmus erkennt, welche davon die kanonische Seite ist, sollten Webmaster das Canonical Tag auf den anderen Seiten implementieren. Durch die Angabe erkennt der Crawler, welche Website referenziert wird.

     

    Problem des Duplicate Contents

    Duplicate Content führt in den Fällen, in denen er nicht gekennzeichnet wird, zu Problemen für die Websitebetreiber. Das unerlaubte Übernehmen von Textpassagen ohne Kennzeichnung der Quelle zählt als Urheberrechtsverletzung. Hieraus ergeben sich nicht nur Konsequenzen für das Ranking in den SERPs, auch die ursprünglichen Verfasser können sich zu Wort melden.

    Bei der doppelten Nutzung von eigenständig entworfenem Inhalt kann es zu Indexierungsproblemen kommen. Da die Algorithmen nicht wissen, welche Domain die Hauptdomain ist, beziehungsweise welche in den SERPs dargestellt werden soll, spielen sie möglicherweise abwechselnd alle URLs aus, die den Inhalt nutzen. Dadurch schwankt deren Sichtbarkeit. Möglich ist es ebenso, dass Google selbst eine Seite als kanonisch markiert, wenn der Administrator kein Canonical Tag nutzt.

     

    Gründe für Duplicate Content

    Duplicate Content kann auf verschiedene Weisen entstehen, die auf den ersten Blick für Webseitenbetreiber nicht immer unbedingt ersichtlich sind. Zu den möglichen Gründen zählen:

    • Artikel in einem Onlineshop, die in verschiedenen Größen und Farben vorhanden sind, haben alle die gleiche Produktbeschreibung.
    • Neben der Desktop-Version hat eine Domain auch eine mobile Website.
    • Als Serviceleistung stellt eine Website einen Beitrag zusätzlich als PDF oder Druckversion zur Verfügung.
    • Produkte oder Textbeiträge sind in mehreren Kategorien zu finden und werden daher über unterschiedliche URLs angezeigt.
    • Die Website kann sowohl mit als auch ohne den Zusatz „www“ aufrufbar sein oder hat neben der „https“- eine „http“-Version.

     

    Vorteile des Canonical Tags

    Durch das Auszeichnen der URL, die den größten Mehrwert hat und in den Suchergebnissen angezeigt werden soll, erkennen die Crawler der Suchmaschinen genau, bei welchen Seiten es sich um duplizierte Inhalte handelt. Durch die Markierung ergeben sich einige Vorteile:

    • Die Crawler konzentrieren sich beim wiederkehrenden Crawlvorgang lediglich auf die kanonischen Seiten, was Crawl-Budget einspart. Dadurch bleibt mehr Zeit, um aktualisierte Informationen zu erfassen.
    • Größtenteils wird die ausgewählte Seite in den SERPs angezeigt. Webmaster haben im Zuge dessen mehr Kontrolle darüber, welche Seite den Nutzern vorgeschlagen wird.

     

    Was ist bei der Verwendung des Canonical Tags zu beachten?

    Webmaster bauen das Canonical Tag schnell und einfach auf den betreffenden Seiten ein. Damit Crawler den Hinweis lesen und erfassen können, sollten die Administratoren ein paar Aspekte berücksichtigen:

    • Das Tag sollte nur bei absoluten URLs verwendet werden, also der kompletten Adresse samt Protokoll, Domain und Pfad. Der Pfad allein (relative URL) reicht als Verweis nicht aus.
    • Administratoren sollten Canonical Tags nur einmal pro Seite einsetzen, damit der Crawler sie eindeutig zuordnen kann.
    • Bezieht sich das Canonical Tag auf eine Quelle, die nicht existiert, kommt es zu einer 404-Fehlermeldung. Sie führt zu einem schlechten Ranking, daher sollten Webmaster regelmäßig kontrollieren, ob die Links auch richtig gesetzt und die Zielseiten aufrufbar
    • Webseitenbetreiber sollten das Canonical Tag nicht in der txt-Datei setzen.
    • Beim Eintragen der kanonischen URL dürfen keine Tippfehler passieren. Das betrifft besonders die Angabe des Protokolls. Andernfalls kann die Weiterleitung nicht erfolgen.
    • Verwenden Administratoren ein Canonical Tag für eine URL, dürfen im Quelltext der Seite keine ausschließenden Tags wie „noindex“ oder „nofollow“ vorkommen.

     

    Paginierung

    Einen besonderen Fall stellen paginierte Seiten dar. Sie kommen meist in Shops vor, die eine große Produktauswahl unter einer bestimmten Kategorie aufweisen und sie mithilfe von durchnummerierten – also paginierten – Seiten präsentieren. Der Algorithmus der Suchmaschine interpretiert jede der Seiten von vorneherein als eigenständig. So müsste theoretisch jede einzelne Seite SEO-technisch optimiert werden. Des Weiteren wird mit einer hohen Paginierung zugleich eine besonders tiefe Unterseiten-Struktur offenbart, die nach Googles Ermessen schlecht für die Usability und folglich für die Wertung im Ranking ist.

    Damit nicht jede einzelne Seite erfasst wird, schließen Webmaster die nachfolgenden Seiten nach Seite 1 mit dem noindex-Tag vom Indexierungsvorgang aus. Dadurch vermeiden Webseitenbetreiber Duplicate Content. Denkbar wäre ebenfalls eine „View all“-Seite, auf der User die Anzahl an dargestellten Artikeln selbst einstellen.

     

    Einfluss auf die SEO

    Um die eigene Website technisch bestens für die Onpage-Optimierung vorzubereiten, müssen einige Einstellungen im HTML-Head vorgenommen werden. Es ist wichtig, dass alle URLs auf den richtigen Ort verweisen und dass die Algorithmen der Suchmaschinen keinen doppelten Content auslesen.

    Neben einer Sitemap ist es auch erforderlich, das Canonical Tag korrekt einzusetzen, da ansonsten Indexierungsprobleme auftreten können. Nur mit einer vollständig optimierten und gut programmierten Website schaffen es Websitebetreiber auf die ersten Plätze der Suchmaschinen.

    Über den Autor
    Steffen Pfeiffer
    Steffen ist leidenschaftlicher SEO-Experte und begeistert sich für Automatisierungen, die SEO Maßnahmen effizienter gestalten.

     

     

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