Paginierung

Webseiten mit einer Vielzahl an Inhalten und Informationen, wie beispielsweise Produktseiten in einem Online-Shop, werden oftmals in sogenannte Komponentenseiten aufgeteilt. Aus dieser Paginierung ergeben sich ernstzunehmenden Herausforderungen in Hinblick auf die korrekte Indexierung der Webseiteninhalte. Für diese Problematik hat die Suchmaschine Google zwei optimale Lösungswege entwickelt.

Definition

Der Begriff Paginierung, auch Pagination genannt, bezeichnet im Bereich des Online Marketing die Verknüpfung von Content über mehrere Seiten hinweg. Diese Aufteilung des Contents in sogenannte Komponentenseiten stellt ein ernstzunehmendes Problem im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) dar. In der Praxis kommt Paginierung bei der Aufteilung von langen Texten, bei Bilderstrecken und im E-Commerce bei der Aufteilung von Produkten auf mehreren Seiten vor.

Problem und Einfluss auf SEO

Die Paginierung von Webseiten stellt ein klassisches Problem in der Suchmaschinenoptimierung dar. Bei der Paginierung von Seiten kommt es dazu, dass der Crawler zunächst jede Komponentenseite einzeln und ohne Zusammenhang zu anderen Seiten indexiert. Durch dieses Verfahren kann nicht gewährleistet werden, dass der Suchmaschinennutzer tatsächlich die für seine Suchanfrage relevanteste Seite in den organischen Suchtreffern angezeigt bekommt. Bei Bildstrecken oder Produktkategorien wäre die relevanteste Seite in der Regel die erste Seite. Darüber hinaus wird jede Komponentenseite einzeln anhand der unterschiedlichen Rankingfaktoren bewertet. Dementsprechend rankt auch jede dieser Seiten einzeln und ohne Zusammenhang zu anderen Seiten der Domain. Durch eine Bündelung der Seiten könnte eine Komponentenseite (z.B. die erste Seite) gestärkt werden und somit eine bessere Platzierung erreichen.

Lösungsansätze

Für diese Problematik hat Google im September 2011 zwei optimale Lösungsansätze ausgearbeitet: Durch die Erstellung einer indexierbaren „View All“-Seite, auf der alle paginierten Komponentenseiten zusammengefasst werden, ist die Bewertung der Inhalte in Zusammenhang mit anderem Content möglich. In diesem Fall verweisen alle Komponentenseiten über einen Canonical-Tag auf die entsprechende „View All“-Seite. Dabei gilt, dass eine zusammenfassende Seite nur dann implementiert werden sollte, wenn dadurch die Usability seitens der Nutzer nicht eingeschränkt wird. Beispielsweise kann sich durch eine „View All“-Seite die Ladezeit erheblich erhöhen. Auch die Darstellung der Produkte und Informationen kann bei zusammenfassenden Seiten ein Problem darstellen. Im E-Commerce lassen sich „View All“-Seiten realisieren, indem Nutzer die Anzahl der angezeigten Artikel pro Seite selbstständig anpassen können. Eine andere Möglichkeit zur Lösung des Indexierungsproblems stellt die Verwendung von Linkattributen dar. Durch die Attribute rel=“next“ und rel=“prev“ können Verlinkungen zwischen den einzelnen Komponentenseiten hergestellt werden. Crawler können diesen Links folgen und stellen so einen Zusammenhang zwischen den vor- und nachgelagerten Seiten her. Beiden Lösungsansätzen ist gemein, dass sie einen indexierbaren Zusammenhang zwischen den paginierten Seiten herstellen. Die Inhalte können so leichter gecrawlt und miteinander verknüpft werden. In Hinblick auf die Problematik lassen sich so die für die Suchanfrage des Suchmaschinennutzers relevantesten Inhalte ermitteln und entsprechend auf der Search Engine Result Page (SERP) platzieren. In Fall einer zusammenfassenden Seite würde in den Suchergebnissen die „View All“-Seite platziert werden; bei der Verwendung von Linkattributen würde die erste Seite ausgespielt werden. In Hinblick auf die Usability der einzelnen Komponentenseiten ist es empfehlenswert, den Nutzer selbstständig zwischen den Seiten navigieren zu lassen. Dies wird vor allem durch sogenannte sprechende URLs (z.B. www.meinedomain.de/page/1/) und durch eine Seitennavigation in Form von „Seite 1, 2, 3 … 99“ erreichen. Kann der Webseitenbesucher nur vor und zurück navigieren, könnte das die Usability erheblich einschränken.

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