Inbound Marketing

Das Inbound Marketing bezeichnet eine Vorgehensweise des Content Marketings, in der Unternehmen nicht aktiv an den Kunden herantreten, sondern sich von ihnen finden lassen. Das bedeutet, dass sich ein Unternehmen in der Kundengewinnung nicht auf eine gezielte Ansprache konzentriert, sondern auf die speziellen Bedürfnisse der Zielgruppe. Die Fokussierung liegt dann nicht mehr darauf, die Vorteile und Alleinstellungsmale der eigenen Produkte und Dienstleistungen in den Vordergrund zu stellen, sondern die Anliegen der Kunden zu erfüllen.

Inbound Marketing: Leads entwickeln und Kunden binden

Immer mehr Kunden suchen im Internet nach Antworten auf persönliche Fragen und werden so auf die Lösungen von Unternehmen aufmerksam. Für Unternehmen, die sich auf Inbound Marketing konzentrieren, heißt das, dass sie nicht aktiv an potenzielle Neukunden herantreten, sondern diese selbstständig zu den Unternehmen kommen. Suchen Nutzer im Internet nach Lösungen, können sich Unternehmen durch hochwertigen Content von der Konkurrenz abheben und so auf sich aufmerksam machen. Diesen Content können Nutzer nach einmaliger Registrierung mit Name und E-Mail-Adresse im Anschluss abrufen. Der Nutzer tauscht also seine Daten gegen für ihn wertvollen Inhalt. Im Gegensatz zum Outbound Marketing, bei dem mithilfe von klassischen Anzeigen und den Kauf von E-Mail-Adressen Leads generiert werden, nutzt das Inbound Marketing hochwertige Inhalte. So heben sich Unternehmen von ihrer Konkurrenz ab, generieren Aufmerksamkeit und führen Kunden zu genau den Produkten, die sie wirklich suchen. Dank der, auf die Interessen der Kunden abgestimmten Inhalte werden auf natürlicher Weise Inbound Traffic und Interessenten geschaffen, aus denen Unternehmen im Laufe der Zeit zufriedene Stammkunden generieren. Dabei gestalten Unternehmen Inhalte so gezielt, dass sie die passenden Kunden ansprechen, diese auf Angebote Aufmerksamkeit machen und dafür Sorge tragen, dass sie wiederkommen. Das zentrale Thema ist dabei die professionelle Content-Erstellung – es werden gezielt Inhalte generiert, die auf grundlegende Fragen der Kunden eingehen und ihre persönlichen Bedürfnisse befriedigen.

Phasen des Inbound Marketings

Die Vorgehensweise des Inbound Marketings kennzeichnet sich durch vier Phasen. Sie dienen dem Unternehmen dabei, Besucher und Leads zu generieren, um anschließend Kunden zu gewinnen. Wenn Content zur richtigen Zeit am richtigen Ort platziert wird, sind die Informationen für die Kunden nützlich und hilfreich.

Erste Phase: Aufmerksamkeit generieren

In der ersten Phase werden Internetnutzer von Unternehmen angezogen, um diese auf die Unternehmenswebseite zu locken. Hierfür sollen potenzielle Kunden in ihrem Rechercheprozess nach Produkten und Lösungen mit effektiven Lösungsvorschlägen erreicht werden. Es geht jedoch nicht nur darum, Traffic für die eigene Webseite zu generieren. Unternehmen wollen in dieser Phase die richtige Zielgruppe erreichen, bei denen es am wahrscheinlichsten ist, dass diese zu Leads und anschließend zu zufriedenen Kunden werden.

Ein ideales Medium, um Kunden an das Unternehmen heranzuziehen, ist ein Corporate Blog. Auf diesem stellt das Unternehmen wertvollen Content mit Mehrwert zur Verfügung. Damit die richtigen Interessengruppen auf den Blog aufmerksam werden und diesen interessiert verfolgen, müssen Unternehmen informativen Content erstellen, der die Zielgruppe exakt anspricht und ihre Fragen beantwortet. Um sicherzustellen, dass der Content auch wirklich Aufmerksamkeit generiert, setzen viele Unternehmen auf die Vorteile von Social Media. Auf diesen Plattformen streuen Unternehmen ihren Content und teilen diesen mit potenziellen Kunden. Zudem ist die erste Phase des Inbound Marketings ist eine typische SEO-Aufgabe und umfasst die klassische Suchmaschinenoptimierung wie auch ein effizientes Content Management.

Zweite Phase: Kontakte werde zu Leads

Sobald Besucher auf die Unternehmenswebsite geleitet wurden, ist das nächste Ziel, diese Besucher in Leads zu verwandeln. Um Website- oder Corporate Blog-Besucher in wertvolle Leads zu verwandeln, versuchen Unternehmen Zugang zu ihren Kontaktdaten zu erhalten. Dies geschieht, indem Unternehmen attraktive Zusatzinhalte, wie zum Beispiel Whitepaper, E-Books oder ein Video, anbieten und im Gegenzug ein Formular mit den Kontaktdaten der Kunden ausgefüllt werden muss. Ziel dieser Phase ist es, für jede einzelne Zielperson den richtigen Content zu erstellen, um diesen langfristig an das Unternehmen zu binden. Dabei erreichen Unternehmen dieses Ziel nicht nur durch den Einsatz von Kontaktformularen, die Besucher der Website ausfüllen und absenden, um weitere Informationen zu erhalten, sondern auch mithilfe von Calls to Action. Calls to Action sind Buttons oder Links, die die Besucher dazu anregen, eine bestimmte Handlung auszuführen. Wenn es zu wenige oder nicht ausreichend ansprechende Handlungsaufforderungen gibt, generieren Unternehmen nur wenige Leads.

Dritte Phase: Leads werden zu Kunden

Nachdem die Aufmerksamkeit der richtigen Zielgruppe geweckt und die richtigen Leads gewonnen sind, müssen diese in Kunden verwandelt werden. Daher versuchen Unternehmen die Interessengruppe mit besonders interessanten Inhalten zu versorgen. Dies geschieht am erfolgreichsten mit automatisierten Prozessen, mit deren Hilfe die Kunden Inhalte erhalten, die für sie einen persönlichen Mehrwert darstellen. Dadurch wird garantiert, dass jeder Lead individuell abgestimmte Inhalte zur richtigen Zeit erhält. In diesem Stadium setzen Unternehmen verschiedene Marketing Tools ein, die ihnen helfen, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Leads zu erreichen. Die zielgruppengerechte Ansprache ist eine der Hauptherausforderungen, denen sich Unternehmen in dieser Phase stellen müssen. Nur so kann ein Unternehmen kurz- oder langfristig wertvolle Kundenbeziehungen aufbauen.

Vierte Phase: Am Ball bleiben

In der letzten Phase geht es darum, die neu gewonnenen Kunden weiterhin mit interessanten Inhalten und herausragendem Service an sich zu binden und sie so dazu zu bringen, das Unternehmen und die Produkte weiterzuempfehlen. Empfiehlt ein zufriedener Kunde das Unternehmen an seinen Bekanntenkreis weiter, können diese zu neuen Leads werden. Daher beschreibt die letzte Phase das A und O des Inbound Marketings. Denn nur weil jemand bereits einmal etwas gekauft hat, sollte das Unternehmen auf keinen Fall aufhören, sich um diesen Kunden zu bemühen. Inbound Marketing Maßnahmen stärken die Kundenbindung, begeistern den Kunden und sorgen dafür, dass diese gerne und bereitwillig ihre Lieblingsunternehmen und -produkte weiterempfehlen. Durch die Einbindung von E-Mail- und Marketing-Automatisierungen können bestehenden Kunden außergewöhnlichen Content zur Verfügung gestellt werden. Das unterstützt dabei, die unternehmenseigenen Ziele zu erreichen und den Kunden über neue Produkte und Funktionen zu informieren, die für sie interessant sein könnten. Da heutzutage ein Großteil der Konsumenten auf Social Media Plattformen agieren, nutzen Marketers diese Kanäle, um nah am Geschehen zu sein und Kundendienst in Echtzeit zu bieten. Je zufriedener der Kunde sich fühlt, desto erfolgreicher ist das Inbound Marketing.

Vorteile des Inbound Marketings

Die Fokussierung auf die Erfüllung von Kundenwünschen und -fragen stellt im Rahmen des Inbound Marketings für Unternehmen einige Vorteile dar. Eine der entscheidendsten Vorteile ergibt sich aus dem Prozess des Inbound Marketings selbst. Denn dieses deckt jede Phase im Kundenkontakt ab. So erreichen Unternehmen Kunden vom Erstkontakt bis zur Kaufentscheidung und binden sie nachhaltig. Da die Kunden eigenständig an die Lösungen des Unternehmens herantreten, sind diese gewollt im Austausch ihrer Kontaktdaten hochwertige Inhalte zu erhalten. So bereichern Unternehmen ihre Kunden mit wertvollem Content und generieren gleichzeitig äußerst relevante Leads. Diese Leads können in den weiteren Phasen des Inbound Marketings zu Stammkunden entwickelt werden. Durch qualifizierte Marketing-Maßnahmen stärken Unternehmen dann ihre Kundenbindungen und sorgen dafür, dass die Kunden das Unternehmen und die Produkte weiterempfehlen. Langfristig zeigt sich zudem, dass Inbound Marketing kostengünstiger ist als isolierte Einzelmaßnahmen mit Content Marketing, Social Media Marketing und SEO-Marketing.

Zusammenfassung

Das Inbound Marketing bezeichnet eine besondere Form des Content Marketings. Im Fokus steht nicht die aktive, nach außen gerichtete Zielgruppenansprache, sondern die Konzentration auf der Befriedigung von Kundenwünschen und -Interessen. Denn immer mehr Kunden suchen im Internet nach Antworten auf ihre Fragen – liefert ein Unternehmen an genau dieser Stelle die herausragende Lösung, generiert diese eine Menge Aufmerksamkeit und zieht den Kunden automatisch auf die Internetpräsenz des Unternehmens. Dies generiert nicht nur wertvollen Traffic, sondern bietet zudem die Gelegenheit Erstkontakte zu Leads zu verwandeln, um anschließend langfristige Kundenbeziehungen zu entwickeln. Das Inbound Marketing stellt also nicht die Vorzüge der eigenen Produkte und Dienstleistungen in den Vordergrund, sondern zielt darauf, die Anliegen der Kunden zu erfüllen.

Um dieses Ziel zu erreichen, durchlaufen Unternehmen sowie potenzielle Kunden innerhalb des Inbound Marketings vier Phasen: Interesse wecken, Interaktion, Abschließen und Pflegen. Innerhalb der einzelnen Phasen stehen unterschiedliche Aspekte im Vordergrund, um anschließend langfristige Kundenbeziehungen zu generieren. Dies geschieht durch die reibungslose Versorgung der Zielgruppe mit hochwertigem Content, der den Kunden zudem einen hohen Mehrwert bietet. So werden die Interessen der Kunden angesprochen, Fragen beantwortet und Begeisterung entfacht, damit diese im Anschluss das Unternehmen und die Produkte in ihrem Umfeld weiterempfehlen.

Durch weitere Marketing Maßnahmen stärken Unternehmen ihre Kundenbindungen und sorgen für eine langfristige Kundenbeziehung. Langfristig zeigt sich, dass Inbound Marketing kostengünstiger als einzelne Maßnahmen sind – so vereint das Inbound Marketing die Vorteile des Content Marketings, Social Media Marketings und SEO-Marketings.