URL-Verzeichnis

Jede Domain umfasst auch ein vollständiges URL-Verzeichnis, welches einen Überblick über die Struktur der Webseite gibt. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung können unterschiedliche Optimierungsansätze für das Verzeichnis angewendet werden, um die Indexierung der Webseite zu unterstützen und eine möglichst umfangreiche Crawlability zu gewährleisten.

Definition

In einem URL-Verzeichnis werden die einzelnen Seiten einer Domain hierarchisch strukturiert ausgewiesen. Jede Webseite hat ein individuelles URL-Verzeichnis. In den Verzeichnissen werden darüber hinaus auch die in die Webseite eingebetteten Dateien wie beispielsweise HTML-Dateien, Bilder, Videos und PDF-Dokumente ausgezeichnet. Das URL-Verzeichnis bietet Webseitenbetreibern einen nützlichen Überblick über die gesamte Struktur der Webseite und kann bei strategischer Planung entscheidende Zeit- und Kosteneinsparungen bedeuten. Eine Webseite sollte dabei eine möglichst flache Ordnerstruktur haben, um die Indexierung durch Webcrawler zu erleichtern und die Crawlability optimal auszuschöpfen.

Aufbau und Optimierungsansätze

Webseitenbetreiber haben die Möglichkeit, die einzelnen Verzeichnisse selbstständig zu verwalten und zu optimieren. Vor allem hinsichtlich der Benennung der Ordner und Dateien lassen sich durch die Verwendung relevanter Keywords Vorteile hinsichtlich des Rankings in der organischen Suche erzielen. Bei der Verwaltung der Ordnerstruktur sollten Webseitenbetreiber möglichst auf die Verwendung komplizierter IDs und Parameter in den Verzeichnisnamen verzichten, um eine optimale Crawlability des Verzeichnisses zu unterstützen.

Auch auf dynamische URLs, die erst beim Aufrufen der Seite durch einen Internetnutzer generiert werden, sollten Webseitenbetreiber nach Möglichkeit verzichten, um die Indexierung der gesamten Webseite nicht zu erschweren und um das Risiko eines Rankingverlustes durch unzureichende Indexierungen zu vermeiden. Darüber hinaus führt die Verwendung von dynamischen URLs in vielen Fällen zu Dublicate Content, welcher von Suchmaschinen als Spam bewertet und entsprechend abgestraft wird.

Auch die Verzeichnistiefe ist für die optimale Indexierung der Domain entscheidend: Inhalte, die tief in der Struktur abgelegt werden, werden von Crawlern als weniger relevant bewertet und dementsprechend unvollständig ausgelesen. Darüber hinaus indexieren die Crawler die Webseite auch nur bis zu einer bestimmten Verzeichnistiefe. Vor allem umfangreiche Webseiten sind in diesem Zusammenhang dem Problem ausgesetzt, dass nicht alle Inhalte gecrawlt werden können. Es gilt: Je flacher die Verzeichnisstruktur, desto besser und vollständiger kann die Webseite indexiert werden.

Bedeutung für das Online Marketing

Die Benennung der hierarchisch strukturierten Verzeichnisse spielt im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) eine entscheidende Rolle, da relevante Keywords und Keywordkombinationen bereits in die Verzeichnisnamen eingefügt werden können. Bei der Indexierung der Webseite durch die Webcrawler der Suchmaschinen lesen diese auch das URL-Verzeichnis aus, sodass sich die Einbettung von Suchbegriffen in das URL-Verzeichnis positiv auf das Ranking der gesamten Webseite innerhalb der organischen Suche auswirken kann. Laut der Google Webmaster Richtlinien sollte sich die Auswahl und Einbettung der relevanten Keywords dabei an den Interessen und Bedürfnissen der fokussierten Zielgruppe orientieren. Allerdings sollten Webseitenbetreiber Keyword-Stuffing vermeiden, da diese Spam-Methode von Crawlern identifiziert werden kann. Die Konsequenzen für die Verwendung von Spam-Praktiken reichen von einer vorübergehenden Abwertung der Webseite in der organischen Suche bis zur vollständigen Entfernung der Webseite vom Index einer Suchmaschine.

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