Google AdWords-Kampagne

Was ist eine Google AdWords-Kampagne?

Eine Kampagne bei Google AdWords besteht meist aus mehreren Anzeigengruppen, die sich aus Anzeigen, Keywords und Geboten sowie mit gemeinsamem Budget, geografischer Ausrichtung und anderen gemeinsamen Einstellungen, zusammensetzt. Kampagnen eignen sich, um Produkte und Dienstleistungen nach Kategorien im AdWords-Konto zu organisieren. Dabei können in einem AdWords-Konto mehrere Kampagnen gleichzeitig aktiv sein, bei denen folgende Einstellungen vorgenommen werden können: Budget, Sprache, Standort und Ausrichtung auf das Google-Werbenetzwerk. Daher erweist es sich in der Praxis als sinnvoll, mehrere unabhängige Kampagnen zu erstellen, um Anzeigen an unterschiedlichen Standorten zu schalten und unterschiedliche Budgetierung vorzunehmen.

Unterschiedliche Kampagneneinstellungen im Google AdWords-Konto

Mithilfe der unterschiedlichen Einstellungsoptionen kann die Ausrichtung einer Kampagne festgelegt werden. Die Kampagneneinstellungen, die ausgewählt wurden, gelten dann für alle geschalteten Anzeigen innerhalb der zugehörigen Kampagne. Welche Einstellungen verfügbar sind, hängt vom Kampagnentypen ab. In den Kampagneneinstellungen des Google AdWords-Kontos finden Anwender eine Menge an Grundeinstellungen, deren Namen selbsterklärend sind. So lassen sich beispielsweise der Kampagnenname, Kampagnentyp, Budgetierung und Anzeigenerweiterungen verändern. Grundsätzlich stehen folgende Kampagneneinstellungen zur Verfügung:

  • Kampagnenname
  • Kampagnentyp
  • Werbenetzwerke
  • Geräte
  • Standort und Sprache
  • Gebote und Budget
  • Anzeigenerweiterungen
  • weitere Einstellungen, u.A.: Zeitplan, Anzeigenplanung und -auslieferung

Kampagnentypen in Google AdWords

Für welchen Kampagnentypen man sich entscheiden sollte, ist davon abhängig, welche Ziele mit der Anzeige erreicht werden sollen. Bei der Erstellung von Kampagnen fordert Google den Benutzer auf, einen Kampagnentypen sowie einen Kampagnenuntertypen auszuwählen. Über den Kampagnentyp wird festgelegt, wo eine Anzeige ausgeliefert werden soll. Die Kampagnentypen beziehen sich auf die Werbenetzwerke von Google: das Google Suchnetzwerk, das Google Displaynetzwerk und das YouTube-Werbenetzwerk. Innerhalb dieser Werbenetzwerke können Anzeigen ausgeliefert werden. Dazu gehören Google-Websites, Websites, auf denen relevante Google-Anzeigen bereitgestellt werden, sowie andere Placements. Das entsprechende. Werbenetzwerk wird innerhalb der Einstellungen für den Kampagnentypen ausgewählt. Beispiele für Kampagnentypen sind u.A.:

  • Suchnetzwerk mit Displayauswahl
  • Nur Suchnetzwerk
  • Nur Displaynetzwerk
  • Shopping-Kampagnen
  • Video
  • Universelle App

Der Kampagnenuntertyp steuert, welche Einstellungen und Optionen im Weiteren verfügbar sind. Hierzu gehört, welche Art von Anzeigen erstellt werden können. Damit erhalten Nutzer die Möglichkeit, die Kampagnen an individuelle Geschäftsziele anzupassen und sich auf die relevanten Funktionen zu konzentrieren. Beispiel für solche Kampagnenuntertypen sind u.A.:

  • Standard
  • Alle Funktionen
  • Marketingziele

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich nur auf die neue Google AdWords-Oberfläche. Je nachdem, auf welche Oberfläche zurückgegriffen wird, kann es einige Änderungen innerhalb der Funktionen geben.

Suchnetz-Kampagnen mit Displaynetzwerk-Aktivierung

Mit einer Suchnetz-Kampagne mit Displaynetz-Aktivierung können Nutzer erreicht werden, wenn sie die Google-Suche verwendet und auf Websites surfen. Die Anzeigen werden für Nutzer eingeblendet, wenn diese in der Google-Suche und auf Partner-Websites Suchbegriffe eingeben, die mit den zuvor festgelegten Keywords der Kampagne übereinstimmen. Zusätzlich können Anzeigen auch auf relevanten Webseiten des Google Displaynetzwerks zu sehen sein. Dieses Netzwerk ist ein Zusammenschluss aus über zwei Millionen Websites, Videos und Apps, auf bzw. in denen AdWords-Anzeigen ausgeliefert werden können. Anzeigen werden hierbei selektiv im Displaynetzwerk geschaltet – die Gebotseinstellung erfolgt dann automatisch. Dadurch können Nutzer erreicht werden, die am wahrscheinlichsten zu der eingegrenzten Zielgruppe der Anzeige gehören. Normalerweise sind Anzeigen überwiegend im Suchnetzwerk zu sehen. Sie können aber auch im Displaynetzwerk erscheinen, sofern das festgelegte Tagesbudget noch nicht verbraucht ist.

Google verspricht durch die Verwendung der Suchnetz-Kampagnen mit Displaynetzwerk-Aktivierung eine deutliche Maximierung der Anzeigenreichweite, ohne dass dafür eine weitere Kampagne eingerichtet werden muss. So kann die passende Zielgruppe zum passenden Zeitpunkt und am geeigneten Ort erreicht werden. Zudem beschreibt Google drei essentielle Vorteile dieses Kampagnentyps:

  • Vergrößerung der potenziellen Zielgruppe
  • Erreichen potenzieller Kunden im frühen Kaufzyklus
  • Strategisches Vorgehen mit geringem Mehraufwand

Zudem lassen sich mithilfe dieses Kampagnentyps auch responsive Anzeigen erstellen. Größe. Darstellung und Format bereitgestellter Inhalte werden dann automatisch auf nahezu alle verfügbaren Werbeflächen im Displaynetzwerk angepasst. So erreichen Anzeigen auch Nutzer von mobilen Endgeräten.

Suchnetzwerk-Kampagnen

Anzeigen aus einer Suchnetzwerk-Kampagne werden neben Google-Suchergebnissen und auf anderen Google-Websites ausgeliefert, wenn die Keywords der Anzeige für die Suchanfrage eines Nutzers relevant sind. Wählen Werbetreibende Suchnetzwerk-Kampagnen möchte sie potenzielle Kunden dazu bringen, auf die Anzeige zu klicken oder anderweitig mit der Anzeige zu agieren. Die Anzeigen dieser Kampagnen werden Nutzern präsentiert, die aktiv und gezielt nach Informationen suchen. Für solche Nutzer, die durch ihre Suche bereits Interesse für spezielle Produkte oder Dienstleistung bekunden, ist es für Anzeigen wahrscheinlicher, dass Nutzer daraufklicken.

Bei der Erstellung von Suchnetzwerk-Kampagnen können Werbetreibende je nach gewünschten Nutzeraktionen ein Zielvorhaben auswählen. Für solche Kampagnen sind derzeit folgende Zielvorhaben verfügbar:

  • Verkäufe
  • Leads
  • Zugriffe auf die Website

Display-Kampagnen

Im Displaynetzwerk können Anzeigen schon früh im Kaufprozess das Interesse der Kunden wecken. So werden Anzeigen ausgeliefert, bevor sich der Nutzer aktiv mit den Produkten oder Dienstleistungen eines Unternehmens beschäftigt. Mit Remarketing-Kampagnen lassen sich Nutzer, die eine bestimmte Webseite schon einmal besucht haben, gezielt erneut ansprechen.

Im Google Displaynetzwerk können Nutzer erreicht werden, die gerade auf Websites surfen, YouTube-Videos schauen, ihre E-Mails im Gmail-Konto abrufen oder mobile Apps verwenden. Mit passenden Ausrichtungsoptionen erreichen Werbetreibende ihre potenziellen Kunden am richtigen Ort und zur richtigen Zeit. Mithilfe dieses Kampagnentyps lassen sich Anzeigen direkt auf Zielgruppen ausrichten, um Neukunden zu gewinnen oder Bestandskunden gezielt anzusprechen. Bei der automatischen Ausrichtung werden Zielgruppen und Zielseiten berücksichtigt, um alle relevanten Nutzer zu erreichen und so mehr Conversions zu erzielen. Durch schrittweise Optimierung durch Google wird ermittelt, welche Zielgruppe für die Auslieferung der Anzeige in Frage kommt. Bei intelligenten Displaynetzwerk-Kampagnen werden die automatischen Ausrichtungen und Gebotseinstellungen in AdWords so kombiniert, dass sich mit den Anzeigen möglichst viele Conversions erzielen lassen

Shopping-Kampagnen

Mithilfe von Shopping-Kampagnen können Händler für Produkte in Geschäften und in Onlineshops werben, die Anzahl der Zugriffe auf die eigene Website oder Besuche in ihren Läden steigern und vielversprechende Leads auf sich aufmerksam machen. Um eine solche Kampagne zu erstellen, ist es zuvor notwendig, Google die Produktdaten über das Merchant Center zu übersenden. Anzeigen, die mithilfe von Shopping-Kampagnen erstellt wurden, welchen als Shopping-Anzeigen bezeichnet, da sie neben Text auch ein Produktfoto, einen Titel, den Preis und den Namen des Verkäufers enthalten. Shopping-Anzeigen, die so erstellt wurden, haben einige Vorteile:

  • Mehr Zugriffe
  • Relevante Leads
  • Simple Kampagnenverwaltung
  • Große Reichweite
  • Aussagekräftige Analysedaten

Videokampagnen

Mithilfe von Videokampagnen lassen sich Videoanzeigen auf YouTube und im Google Displaynetzwerk schalten. Auch wenn Videoanzeigen auf den ersten Blick recht komplex erscheinen, lassen sie sich innerhalb von Google AdWords relativ einfach einrichten und verwalten. So können Werbetreibende auch auf Videos aus ihrem eigenen YouTube-Konto zurückgreifen und wie bei anderen Kampagnentypen die Performance der Anzeige überwachen. Verfügbare Anzeigeformate für solche Videoanzeigen sind TrueView In-Stream-Videoanzeigen, TrueView Video Discovery-Anzeigen und Bumber-Anzeigen. TrueView Video Discovery-Anzeigen können nur auf der Googleplattform YouTube ausgeliefert werden. Die unterschiedlichen Anzeigeformate unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Funktionalität:

TrueView In-Stream-Videoanzeigen werden vor, während oder nach anderen Videos auf YouTube ausgeliefert oder auf Websites, in Spielen oder Apps im Displaynetzwerk. Der Nutzer kann die Anzeige nach einer Abspieldauer von fünf Sekunden überspringen.

Out-Stream-Anzeigen werden ausschließlich auf Partnerwebsites präsentiert. Solche Anzeigen sind nur auf mobilen Endgeräten, wie Smartphones und Tablets, verfügbar und solchen Nutzern das Interagieren mit Videos erleichtern. Mithilfe dieser Form der Videoanzeigen können Unternehmen den Bekanntheitsgrad der Marke steigern, indem die Reichweite des Videos über YouTube hinaus vergrößert wird.

TrueView Video Discovery-Anzeigen werden ausschließlich auf YouTube präsentiert. Damit erreichen sie Nutzer dort, wo diese sich unterschiedliche Inhalte ansehen. Das Aussehen und die Gestaltung solcher Anzeigen ist davon abhängig, welche Anzeigengrößen und -formate vom Publisher unterstützt werden. Interessierte Nutzer können dann auf das Thumbnail der Videoanzeige klicken, um es abzuspielen.

Bumber-Anzeigen sind sehr kurze Videos und umfassen eine Dauer von maximal sechs Sekunden. Werbetreibende nutzen die geringe Zeit, um mehr Nutzer zu erreichen und auf ihr Produkt aufmerksam zu machen.

Universelle App-Kampagnen

Im Gegensatz zu den meisten AdWords-Kampagnen ist es bei universellen App-Kampagnen nicht erforderlich, einzelne Anzeigen zu erstellen. Stattdessen werden anhand eigenen Vorschläge für Anzeigentexte und Inhalten aus dem Store-Eintrag der jeweiligen App verschiedene Anzeigen in mehreren Formaten und Werbenetzwerken erstellt. So müssen Werbtreibende nur noch einen aussagekräftigen Text, ein Startgebot und ein Budget einreichen und zusätzlich die Sprache und Regionen für die Anzeige definieren. Anschließend werden verschiedene Kombination automatisch vom Google AdWords-System getestet und die leistungsstärkste Anzeige letztendlich bereitgestellt. Dafür werden automatisch relevante Keyword bestimmt und mithilfe unterschiedlicher Methoden in die Anzeige integriert. Anzeigen, die im Rahmen von universellen App-kampagnen erstellt wurden, können in sämtlichen Google-Produkten ausgeliefert werden. Dazu gehören die Google-Suche und der Google Playstore sowie Suchnetzwerk-Partner, YouTube und das Google Displaynetzwerk.