Mit Anzeigen online werben: Aus Google Adwords wird Google Ads

Für die einen ist es ein wertvolles Marketingelement, um neue Kunden zu gewinnen und höhere Umsätze zu generieren, für die anderen ist es tagtäglich ein Kampf gegen die starke Konkurrenz anzukommen. Google Adwords revolutionierte vor 18 Jahren das Online Marketing. Die Anzeigen sind unauffällig und perfekt für die schnelllebige mobile Zeit. Mit den mittlerweile Google Ads umbenannten Display-Annoncen erreichen Werbetreibende potenzielle Kunden auf jeder Stufe des Kaufprozesses.

Angefangen bei der simplen Suche über die Suchmaschine, wo Google Ads zu Beginn der Suchergebnisse erscheinen, über eingeblendete Videos oder Text-und-Bild-Anzeigen – Google Ads bieten Publishern und Werbetreibenden eine Vielzahl von Möglichkeiten. Mit Hilfe von neuen Netzwerken, Apps und Partnerwebseiten stehen werbenden Unternehmen auf der Suche nach Kunden und Käufern zahlreiche Performance-Plattformen zur Verfügung.

Das Prinzip hinter Google Ads

Voraussetzung für eine erfolgreiche Werbestrategie mit Google Ads ist ein aktiviertes Google-Konto und die Ausweisung als Werbetreibender. Mit Hilfe von individuellen Keywords, die passgenau auf die eigenen Produkte und die Werbestrategie zugeschnitten sind, beteiligt man sich an Auktionen auf Suchbegriffe. Der Preis für die Keywords wird anhand von Schlüsselfaktoren von Google festgelegt.

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Die Höhe der Preise pro Klick – auch oft Englisch mit Pay per Click bezeichnet – richten sich nach verschiedenen Daten, die Google für das Keyword vorliegen. Darunter fallen zum einen die Sichtbarkeit, monatliche Suchanfragen oder auch das Suchvolumen der Menschen, die vor dem Bildschirm nach den Begriffen suchen. Der Preis wird vom Werbetreibenden bezahlt, sobald ein Nutzer den Link oder das Banner betätigt.

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In einigen Branchen, wie z.B. der Versicherungsbranche, können Klickpreise recht hoch ausfallen. Hier kann der Klickpreis im zweistelligen Bereich liegen. In der Fashion Branche hingegen liegen die Klickpreise eher bei ca. einem Euro. Der Klickpreis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Aus diesem Grund lohnt es sich für Werbetreibende und Dienstleister eine Nische in der jeweiligen Branche zu wählen, die nicht so stark umkämpft ist, da so stärkere Umsätze generiert werden können.

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Unterscheidung zwischen Google Ads und AdSense

Wenn die Anzeigenschaltung mit Google Ads näher beleuchtet werden soll, trifft man früher oder später unweigerlich auf den Begriff AdSense. Dabei muss man beide unterscheiden:

  • Zum einen existiert bei Google Ads (ehemals Google AdWords) das Such-Werbenetzwerk, wobei es sich um die Anzeigen handelt, die ober- und unterhalb der Suchmaschinenergebnisse sichtbar sind. Diese sind nicht nur auf reine Textanzeigen beschränkt, sondern können beispielsweise auch Shopping Anzeige beinhalten. Diese Art der Ergebnisse in den SERPs (Search Engine Result Pages) werden auch „bezahlte Anzeigen“ genannt.
  • Zum anderen stellt Google noch das sogenannte Display-Werbenetzwerk zur Verfügung. Das Netzwerk an sich besteht aus Millionen von Websites unterschiedlichster Betreiber und Themen.
  • Hierfür werden Anzeigen auf weiteren Webseiten geschaltet. Dafür muss der Webseitenbetreiber am AdSense-Programm teilnehmen und die Werbeeinblendungen von Google auf seiner Seite zulassen, indem ein Codesegment von AdSense im Quelltext der Webseite eingefügt werden muss.

So funktioniert Werben mit Google Ads aus Sicht des Nutzers

Für Werbetreibende ist der Prozess transparent gestaltet. Das Tool für die Google Ads zeichnet die Schritte einzeln auf und weist die Statistik in einem finalen Report aus. Mit einer Erweiterung können somit auch die einzelnen Conversions sichtbar gemacht werden. Werbetreibende erlangen damit einen Vorteil, denn der Aufwand und der daraus resultierende Nutzen bleiben überschaubar. Auf Abweichungen kann umgehend reagiert werden.

Besonders das Tracken von Conversions stellt Nutzer und Werbetreibende vor große Herausforderungen. Beide müssen sich einverstanden erklären, dass die Handlungsschritte in messbare Daten umgewandelt werden. Zudem besteht ein hoher technischer Aufwand für den Werbetreibenden, damit die Nachverfolgung einwandfrei funktioniert.

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Der Ablauf mit Google Ads aus Sicht eines Nutzers:

  • Ein Nutzer gibt bei der Suchmaschine einen Suchbegriff ein.
  • Ihm wird die Liste der Ergebnisse angezeigt, auf denen Ihre Werbeanzeige erscheint.
  • Der Nutzer klickt auf Ihre Anzeige, da er das Angebot interessant findet.
  • Anschließend landet er auf Ihrer Webpräsenz.
  • Der Nutzer tätigt im besten Fall auf Ihrer Website eine Aktion wie zum Beispiel einen Kauf, eine Datenabgabe oder startet einen Download (hierbei handelt es sich um die für Sie wichtige Conversion).

Produkte, die auf dem Online Markt schwer verkäuflich sind, wie Tabak, Medikamente oder Waffen, müssen sich im Vorfeld einer Keyword-Analyse stellen, welches Suchvolumen über welche Schlüsselbegriffe benötigt wird.

Die Bezahlung der Google Ads erfolgt Pay-per-Click, dabei können betrügerische Handlungen allerdings nicht ausgeschlossen werden. Fallen auf einer Google Ads vermehrt Klicks an, kann Google diese filtern und gegebenenfalls nachvollziehen, um einen Klickbetrug, einen Click Fraud, auszuschließen. Deutlich wird es vor allem dann, wenn enorme Kosten und hohe Klicks für die Google Ads entstehen.

Darum sollte jeder Werbetreibende Google Ads nutzen

Im Performance-Marketing liegt der Vorteil auf der Hand: Bereits während der Suche nach bestimmten Produkten springen jedem potenziellen Käufer die Google Ads förmlich ins Auge. Das Interesse ist da und bereits nach wenigen Klicks ist das Wunschprodukt sichtbar. Der Nutzer stößt also durch intrinsische Motivation auf das Ergebnis und damit die Werbeanzeigen. Zusätzlich generieren sie verstärkt Traffic. Google Ads ist mittlerweile ein fester Bestandteil einer orchestrierten Online-Marketing-Strategie und sollte in jedem Fall genutzt werden. Das Potenzial ist auch für Unternehmen von enormer Bedeutung.